Mainz 11° nach Regen
20.05.2013

09:43Medien: Vater der tot aufgefundenen Brüder drohte "Familiendrama" an

09:24Autobombenanschläge im Irak: Viele Tote

08:52Westerwelle in Belgrad: Ohne Kosovo-Anerkennung kein EU-Beitritt

08:27Dutzende Tornados wüten in vier US-Staaten - ein Toter

08:05Drohnen: SPD fordert Konsequenzen

07:38Ombudsstelle für Übergriffe beim Arzt bekam Dutzende Hinweise

07:21US-Gouverneur warnt nach Bahnunglück vor Verkehrschaos

07:14Sperrung des Erfurter Hauptbahnhofs aufgehoben

07:09Cameron will britische Steuerparadiese trockenlegen

06:51AP-Präsident wirft US-Regierung verfassungswidriges Verhalten vor

06:43Russische Forscher untersuchen Tiere nach Rekordaufenthalt im All

06:34Vulkanasche fällt auf Kleinstadt in Alaska

06:2713 Verletzte nach Massenkarambolage mit mehr als 40 Autos in Spanien

06:19Mursi weist Forderungen von Polizisten-Entführern zurück

06:13Leichen verschwundener Jungen in den Niederlanden gefunden

23:50Israel: "Auf jedes Szenario in Syrien vorbereitet"

23:17Westerwelle in Serbien und Kosovo: Abkommen rasch umsetzen

22:51Eishockey: Schweiz verpasst WM-Coup - Schweden Weltmeister

09:24Autobombenanschläge im Irak: Viele Tote

08:52Westerwelle in Belgrad: Ohne Kosovo-Anerkennung kein EU-Beitritt

08:05Drohnen: SPD fordert Konsequenzen

07:09Cameron will britische Steuerparadiese trockenlegen

06:51AP-Präsident wirft US-Regierung verfassungswidriges Verhalten vor

06:19Mursi weist Forderungen von Polizisten-Entführern zurück

23:50Israel: "Auf jedes Szenario in Syrien vorbereitet"

23:17Westerwelle in Serbien und Kosovo: Abkommen rasch umsetzen

22:23Tote bei Offensive gegen Islamisten in Nigeria

21:47Führende Oppositionspolitikerin in Pakistan erschossen

20:34Tunesien: Ein Toter und Verletzte bei Krawallen radikaler Islamisten

19:53Syrien: Rebellen-Hochburg Kusair unter Beschuss - Viele Tote

15:27Iran: Zwei Spione hingerichtet

14:58Drohnen-Debakel: Ministerium schweigt

14:42Seehofer will Gedenktag für Vertriebene

11:50Nach Raketentests: Ban fordert Nordkorea zum Einlenken auf

11:07Polizei löst Neonazi-Konzert in Brandenburg auf

09:33Assad räumt US-russischer Friedensinitiative keine Chancen ein

07:14Sperrung des Erfurter Hauptbahnhofs aufgehoben

21:17Bericht: Yahoo kauft Blog-Plattform Tumblr

17:57Bundesbank-Präsident gegen Abschaffung von kleinen Cent-Münzen

13:05Am Kongo soll größter Staudamm der Welt entstehen

11:00Goldman-Sachs-Chef lobt Bankenregulierung nach Krise

10:20EU-China-Handelsstreit: BGA bestürzt

09:52Rösler warnt vor EU-Strafzöllen auf chinesische Solaranlagen

06:04Weidmann drängt Frankreich zum Sparen

15:02Weitere Selbsttötungen bei Foxconn

11:16Wiesehügel: Bei Wahlsieg Mindestlohn

09:38Yahoo wohl kurz vor Tumblr-Übernahme

07:43Bundesbankchef: Nicht dauerhaft auf Niedrigzins verlassen

07:11Bericht: Große Nachfrage nach Girokonto für zahlungsschwache Bürger

06:55Verbraucherminister wollen Herkunftskennzeichnung für Tiefkühlware

23:24WMF trennt sich von unrentabler Tochter Princess

22:58Rekordmarken an der Wall Street

22:10Ratingagentur Fitch stuft Bonität von Slowenien herunter

20:37EU verbietet offene Öl-Karaffen in Restaurants

09:43Medien: Vater der tot aufgefundenen Brüder drohte "Familiendrama" an

08:27Dutzende Tornados wüten in vier US-Staaten - ein Toter

07:38Ombudsstelle für Übergriffe beim Arzt bekam Dutzende Hinweise

07:21US-Gouverneur warnt nach Bahnunglück vor Verkehrschaos

06:43Russische Forscher untersuchen Tiere nach Rekordaufenthalt im All

06:34Vulkanasche fällt auf Kleinstadt in Alaska

06:2713 Verletzte nach Massenkarambolage mit mehr als 40 Autos in Spanien

06:13Leichen verschwundener Jungen in den Niederlanden gefunden

22:51Eishockey: Schweiz verpasst WM-Coup - Schweden Weltmeister

22:42Berlin: Hunderttausende beim "Karneval der Kulturen"

19:15Dänen bejubeln ESC-Siegerin Emmelie de Forest

15:562. Liga: Aue feiert, Dresden sitzt nach

14:38Schneider: Beten für Kriegsopfer

14:09100 Kleintiere nach Reise ins All zurückgekehrt

13:53Cannes: US-Regisseur Spielberg geehrt

12:19Marx warnt vor Ausbeutungsstrukturen

12:10Pfingstbotschaft des Papstes: "Parallelwege gefährlich"

11:20Besserer Schutz für Schweinswale in Nord- und Ostsee geplant

09:36PSG: Ancelotti darf nicht wechseln

09:13SSC Neapel: Mazzari hört auf

23:08FC Barcelona bezwingt Valladolid

22:56WM 2014: DEB-Team gegen Russland

22:52Lazio verpasst Sprung auf Platz fünf

22:45Schweden zum neunten Mal Weltmeister

21:32FC Porto macht Titel-Hattrick perfekt

21:23Van Garderen triumphiert in Kalifornien

20:09Heidler siegt mit WM-Norm

19:59Rhein-Neckar Löwen gewinnen EHF-Cup

19:56ASC Duisburg gewinnt Pokal-Finale

19:16FC Arsenal sichert Rang vier

18:49PSG: Ancelotti bittet um Freigabe

18:37US-Team gewinnt Spiel um Platz drei

18:30Harting überzeugt in Wiesbaden

18:23VfL Wolfsburg gewinnt DFB-Pokal

18:18Dubbeldam siegt in Wiesbaden

17:58Giro: Visconti gewinnt 15.Etappe

merkzettel

Gesellschaft

Über die Notwendigkeit der Sexismus-Debatte

  • Video Die Notwendigkeit einer Sexismus-Debatte
  • Video Bascha Mika: "Debatte ist überfällig"
  • Interaktiv Seximus - ein unterschätztes Problem?
  • Video Koch-Mehrin: Etwas "liegt im Argen"
  • VideoDie Notwendigkeit einer Sexismus-Debatte

    Ein Artikel über die Zudringlichkeit von FDP-Spitzenpolitiker Rainer Brüderle entfesselt eine Debatte über Sexismus: Längst geht es nicht mehr nur um Brüderles vermeintliche Zudringlichkeit, es geht um Sexismus im Alltag. Ein Lagebericht aus der Politik- und Medienstadt Berlin.

    (25.01.2013)
    VideoBascha Mika: "Debatte ist überfällig"

    Journalistin Bascha Mika über die Dringlichkeit einer Debatte von sexuellen Übergriffen an Frauen in der Politik. Sie fordert, dass das Machtgefälle zwischen Männern und Frauen aufgehoben wird.

    (25.01.2013)
    InteraktivSeximus - ein unterschätztes Problem?
    VideoKoch-Mehrin

    Sexismus in der Gesellschaft - ein alltägliches Phänomen, sagt die FDP-Europaabgeordnete Silvana Koch-Mehrin. Dass die Diskussion mit solcher Intensivität geführt wird, zeige, dass etwas "im Argen" liegt.

    (25.01.2013)

    Die alltägliche Anzüglichkeit

    Ein Blick auf den Busen hier, ein anzüglicher Spruch da. Sexuelle Anspielungen sind in der Gesellschaft alltäglich. Das zeigt die aktuelle Diskussion - ausgelöst durch einen "Stern"-Artikel über FDP-Politiker Rainer Brüderle - um "Herrenwitze" und den offenen und versteckten Sexismus. Wo hören Komplimente auf - wann wird eine Grenze überschritten?

    Es geht ein "#aufschrei" durch die Gesellschaft - zumindest online. Im Sekundentakt rattern beim Kurzmitteilungsdienst Twitter Kommentare zur aktuellen Diskussion über Sexismus ein. Dabei geht es längst nicht mehr nur um frivole Sprüche von Politikern gegenüber jungen Frauen. Es geht um die alltägliche Anzüglichkeit, mit der Männer und Frauen zu kämpfen haben. Die Kommentare reichen von eigenen Erlebnissen über Ermutigung der Betroffenen bis zur Abwertung der Debatte.

    Was war passiert? Eine Journalistin des "Stern" schreibt in einem Artikel über ein abendliches Treffen mit Brüderle an einer Hotelbar. Dabei soll Brüderle in Form anzüglicher Witze und zotiger Sprüche zudringlich geworden sein und auch nicht aufgehört haben, als die Journalistin Distanz einforderte. Erst eine Mitarbeiterin Brüderles habe die Situation aufgelöst. Brüderle selber schweigt zu den Vorwürfen.

    Keine klaren Grenzen zwischen Flirt und Belästigung

    Klar wird bei der losgetretenen Debatte nach dem Artikel schnell, dass jeder für Sexismus seine ganz eigene Definition hat. Die Grenze zwischen einem netten Flirt oder einem wohltuenden Kompliment und der sexuellen Belästigung ist schmal und nicht klar definiert. "Sobald ein Gespräch als unangenehm und als verbaler sexueller Angriff empfunden wird, ist eine Grenze überschritten", sagt die Genderforscherin Katrin Späte vom Institut für Soziologie in Münster. "Diese Grenze muss jeder für sich selbst festlegen."

    Sexismus ist auch eine Frage der Persönlichkeit. Während eine sehr selbstbewusste Frau den Spruch über ihre "schönen Beine" vielleicht noch als charmante Anmache empfindet und ihn mit einem Lächeln quittiert, geht der gleiche Spruch der schüchternen Kollegin womöglich viel zu weit. "Dass diese Diskussion nun öffentlich geführt wird, ist wichtig", sagt Forscherin Späte. Auch, um sensibel für Übergriffe zu werden.

    Viele Männer schämen sich für Geschlechtsgenossen

    Dass das mit der aktuellen Debatte gelingt, zeigt Twitter: "Ich weiß gar nicht was ich zu #aufschrei sagen soll außer: dafür, weiter so! Und dass ich mich als Mann schäme, dass so etwas nötig ist", schreibt ein Mann. Dass noch viel zu tun ist, wird ebenfalls erkennbar. Denn da steht eben auch: "will nicht wissen wie viel geschichten hier bei #Aufschrei erfunden werden nur um aufmerksamkeit zu bekommen. Sucht euch hobbys eh." Auch von Frauen, die doch selbst schuld seien, weil sie sich so aufreizend gekleidet hätten, ist wie so oft die Rede.

    "Es ist nicht in Ordnung", sagt Forscherin Späte, "wenn Frauen so dargestellt werden, als würden sie das provozieren und damit das Täter-Opfer-Verhältnis umgedreht wird." Nichts, auch nicht die äußere Erscheinung der Frau, könne rechtfertigen, dass jemand die persönlichen Grenzen eines anderen überschreite.

    Aus "Frauenbonus" wird "Tittenbonus"

    Das geschieht schnell, denn Sexismus findet sich vielen alltäglichen Situationen: Da ist der Turnlehrer, der "Hilfestellung" gibt und dabei zum Grapscher wird. Da ist die Frage nach den Kinderplänen beim Bewerbungsgespräch, der "Frauenbonus" für Bundeskanzlerin Merkel, die als "Tittenbonus" abgewertete Frauenquote.

    Ein Blick nach Berlin zeigt ähnliches: Viele tausend Frauen und Männer arbeiten dort für Medien und in der Politik. Zu diesem Miteinander gehört auch, sich am Rande von Parteitagen zu begegnen, in Hintergrundkreisen und Restaurants auszutauschen. Da der polit-mediale Arbeitstag für die meisten eher nicht um 17.00 Uhr endet, wird es auch mal spät.

    Strategische Machtspielchen

    Es werden dabei zwar nicht beständig professionelle Grenzen überschritten, und Politiker nutzen nicht in großer Zahl Macht und falsch verstandene Männlichkeit gnadenlos aus. Es gibt indes Ausnahmen, und keine kleinen. Korrespondentinnen erzählen von unangenehmen und unverschämten Blicken mancher durchaus wichtiger Politiker. Ein anzügliches Lob für die gut geschnittene Kleidung, ein tiefer Blick ins Dekolleté. Wer zurückweist, muss auch mit Informationsentzug rechnen. Das Problem bleibt die Überzeugung mancher Männer, dass rote Linien für sie nicht gelten.

    Und da sind die strategischen Machtspiele vieler Männer. Diese sollen nach Meinung der Geschlechterforscherin Anne Schlüter vom Netzwerk für Frauen- und Geschlechterforschung in Nordrhein-Westfalen die Frau runterziehen und mundtot machen. "Und zeigen: du bekommst hier kein Stück vom Kuchen." Die Professorin sagt: "Diese Männer denken, sie haben die Macht dazu. Aber eigentlich sind es Männer, die kein Selbstbewusstsein haben und es nicht schaffen, Frauen auf gleicher Ebene zu akzeptieren."

    In diese Kategorie passen natürlich nicht alle: Vielen Männern sei ihr anzügliches und teils beleidigendes Verhalten nicht bewusst, sagt die Gleichstellungsbeauftragte der Deutschen Rentenversicherung, Theodoline Granat-Flügge. "In den meisten Fällen, die wir hier mitbekommen, steckt dahinter keine böse Absicht, sondern mangelndes Bewusstsein." Die Behörde setzt seit mehr als zehn Jahren auf Sensibilisierung - und zwar auf beiden Seiten. "Das ist für uns kein Tabuthema mehr."

    von Christiane Gläser und Martin Bialecki, dpa

    25.01.2013
    1. Drucken
    2. Merken
    3. Versenden
    4. Teilen auf:

    Merkliste

    Papierkorb Bild
    Merkliste versenden Merkliste schließen

    Merkliste

    Merkliste versenden

    Versenden Sie Ihr Merkliste an Freunde.



     
    * Pflichtfelder  
    Datenschutz
    Das ZDF versichert, Ihre Daten entsprechend den datenschutzrechtlichen Bestimmungen vertraulich zu behandeln.
    Zurück zur Merkliste Absenden Button

    Merkliste

    Hinweis

    Die Merkliste wurde erfolgreich versendet.

    Zurück zur Merkliste Merkliste schließen