Mainz 9° mäßiger Regen
23.05.2013

11:09Deutsche Bank: Proteste bei Rede von Konzernchef Jain

10:58Deutlich weniger Verkehrstote zum Jahresbeginn

10:42Millionenraub in Mönchengladbach

10:21DIHK halbiert Wachstumsprognose für deutsche Wirtschaft

10:01Winterwetter statt Frühlingsgefühle: Regen und Schnee für Deutschland

09:55Finanzaffäre: IWF-Chefin Lagarde soll von Richtern befragt werden

09:32Obama reist ins Tornado-Gebiet

09:26Nach Bluttat: Terrorangst in London

09:12Dramatischer Kurseinbruch in Tokio: Nikkei verliert mehr als 1.000 Punkte

08:44Westerwelle fordert besseren Grundwerteschutz in der EU

08:23Amnesty: Folter in 112 Staaten

08:09Bildungsministerin Wanka: Wissenschaft muss Frauen stärker fördern

07:44USA rechtfertigen gezielte Tötungen

07:29Mexiko: Tausende Felsmalereien entdeckt

07:19USA töteten US-Bürger per Drohne

06:51SPD feiert sich in Leipzig

06:26Merkel würdigt SPD-Verdienste

06:17Widerstand im EU-Parlament gegen Ölkaraffen-Verbot in Restaurants

09:55Finanzaffäre: IWF-Chefin Lagarde soll von Richtern befragt werden

09:26Nach Bluttat: Terrorangst in London

08:44Westerwelle fordert besseren Grundwerteschutz in der EU

08:23Amnesty: Folter in 112 Staaten

07:44USA rechtfertigen gezielte Tötungen

07:19USA töteten US-Bürger per Drohne

06:51SPD feiert sich in Leipzig

06:26Merkel würdigt SPD-Verdienste

05:55Imame beten in Auschwitz für die Opfer des Holocaust

23:15Island: Neue Regierung kündigt Referendum über EU-Beitritt an

22:21London: Mutmaßlicher Täter gefilmt

22:05Solingen: Bewährungsstrafe für Islamist

21:55Deutschland will Hisbollah auf EU-Terrorliste setzen

21:44Krawalle in Stockholm halten an

21:30Offenbar Terroranschlag in London: Ein Toter

20:53Sozialdemokraten gründen neues internationales Bündnis

20:27Nach Bluttat in London: Cameron unterbricht Frankreich-Besuch

20:01Innenminister beraten über Bekämpfung von Rechtsextremismus

11:09Deutsche Bank: Proteste bei Rede von Konzernchef Jain

10:21DIHK halbiert Wachstumsprognose für deutsche Wirtschaft

09:12Dramatischer Kurseinbruch in Tokio: Nikkei verliert mehr als 1.000 Punkte

08:09Bildungsministerin Wanka: Wissenschaft muss Frauen stärker fördern

06:17Widerstand im EU-Parlament gegen Ölkaraffen-Verbot in Restaurants

18:01Nach Bernanke-Aussagen: DAX springt über 8.500 Punkte

17:38Wegweisende Einigung von Kirchen und ver.di in Niedersachsen

15:11US-Behörde wirft Pharmahersteller Boehringer Richtlinienverstoß vor

12:43Krise stürzt viele Italiener in Armut

10:22Rekordausgaben der Hochschulen in Deutschland: Fast 44 Milliarden

09:34DAX steigt vor Bernanke-Auftritt wieder auf Rekordhoch

09:26Mehr Müll in Deutschland

08:44Leipzig: Weltverkehrsforum denkt über Privatfinanzierung nach

08:05Japan wieder mit Handelsdefizit

21:34Microsoft stellt neue Xbox-Spielkonsole vor

19:36Apple-Chef: Wir bunkern kein Geld in der Karibik

18:39Vor Bernanke-Anhörung: DAX rührt sich kaum vom Fleck

18:31Frühere Saab-Topmanager nach Verhör wieder auf freiem Fuß

10:58Deutlich weniger Verkehrstote zum Jahresbeginn

10:42Millionenraub in Mönchengladbach

10:01Winterwetter statt Frühlingsgefühle: Regen und Schnee für Deutschland

09:32Obama reist ins Tornado-Gebiet

07:29Mexiko: Tausende Felsmalereien entdeckt

22:55HSV und Arnesen trennen sich

21:03"Forbes": Merkel bleibt mächtigste Frau der Welt

20:18Oklahoma: Wiederaufbau nach Tornado

17:21Komponist Henri Dutilleux ist tot

16:11Champions-League-Finale ohne Götze

15:29Familienthesen von Kardinal Meisner sorgen für Kritik und Empörung

13:24DDR-Lyrikerin Sarah Kirsch tot

12:25Nummernschilder können bald nach einem Umzug mitgenommen werden

12:21Leipzig und Bayreuth feiern Richard Wagners 200. Geburtstag

11:24Uriah-Heep-Bassist Trevor Bolder tot

10:51"Harry Potter"-Erstausgabe für 150.000 Pfund versteigert

09:45Tornado: Keine weiteren Opfer erwartet

06:5728 Tote nach Bergwerksunglück in Indonesien

11:22Badminton-Team erreicht Platz fünf

11:17PSG an Rooney interessiert

11:14Frings vor Rückkehr nach Aachen

11:03Odebrecht schwer am Knie verletzt

10:50Düsseldorf holt Australier Halloran

10:47Strandläufe des DFB-Teams in Miami

10:38Görges bangt um Start bei French Open

09:51Niersbach vor Kongress optimistisch

09:39Schachtjor nun auch Pokalsieger

08:29Pittsburgh marschiert Richtung Finale

08:25Überragender James rettet Miami

22:46Medien: Dutt Kandidat in Bremen

22:40Bremer Sokratis zu Borussia Dortmund?

22:19Hambüchen verpasst Reck-Titel

21:57Bayern setzen Ausrufezeichen in Bamberg

21:53"Fener" erneut Pokalsieger

21:47HSV trennt sich von Frank Arnesen

21:25Löws Notelf in Miami angekommen

merkzettel

Gesellschaft

Über die Notwendigkeit der Sexismus-Debatte

  • Video Die Notwendigkeit einer Sexismus-Debatte
  • Video Bascha Mika: "Debatte ist überfällig"
  • Interaktiv Seximus - ein unterschätztes Problem?
  • Video Koch-Mehrin: Etwas "liegt im Argen"
  • VideoDie Notwendigkeit einer Sexismus-Debatte

    Ein Artikel über die Zudringlichkeit von FDP-Spitzenpolitiker Rainer Brüderle entfesselt eine Debatte über Sexismus: Längst geht es nicht mehr nur um Brüderles vermeintliche Zudringlichkeit, es geht um Sexismus im Alltag. Ein Lagebericht aus der Politik- und Medienstadt Berlin.

    (25.01.2013)
    VideoBascha Mika: "Debatte ist überfällig"

    Journalistin Bascha Mika über die Dringlichkeit einer Debatte von sexuellen Übergriffen an Frauen in der Politik. Sie fordert, dass das Machtgefälle zwischen Männern und Frauen aufgehoben wird.

    (25.01.2013)
    InteraktivSeximus - ein unterschätztes Problem?
    VideoKoch-Mehrin

    Sexismus in der Gesellschaft - ein alltägliches Phänomen, sagt die FDP-Europaabgeordnete Silvana Koch-Mehrin. Dass die Diskussion mit solcher Intensivität geführt wird, zeige, dass etwas "im Argen" liegt.

    (25.01.2013)

    Die alltägliche Anzüglichkeit

    Ein Blick auf den Busen hier, ein anzüglicher Spruch da. Sexuelle Anspielungen sind in der Gesellschaft alltäglich. Das zeigt die aktuelle Diskussion - ausgelöst durch einen "Stern"-Artikel über FDP-Politiker Rainer Brüderle - um "Herrenwitze" und den offenen und versteckten Sexismus. Wo hören Komplimente auf - wann wird eine Grenze überschritten?

    Es geht ein "#aufschrei" durch die Gesellschaft - zumindest online. Im Sekundentakt rattern beim Kurzmitteilungsdienst Twitter Kommentare zur aktuellen Diskussion über Sexismus ein. Dabei geht es längst nicht mehr nur um frivole Sprüche von Politikern gegenüber jungen Frauen. Es geht um die alltägliche Anzüglichkeit, mit der Männer und Frauen zu kämpfen haben. Die Kommentare reichen von eigenen Erlebnissen über Ermutigung der Betroffenen bis zur Abwertung der Debatte.

    Was war passiert? Eine Journalistin des "Stern" schreibt in einem Artikel über ein abendliches Treffen mit Brüderle an einer Hotelbar. Dabei soll Brüderle in Form anzüglicher Witze und zotiger Sprüche zudringlich geworden sein und auch nicht aufgehört haben, als die Journalistin Distanz einforderte. Erst eine Mitarbeiterin Brüderles habe die Situation aufgelöst. Brüderle selber schweigt zu den Vorwürfen.

    Keine klaren Grenzen zwischen Flirt und Belästigung

    Klar wird bei der losgetretenen Debatte nach dem Artikel schnell, dass jeder für Sexismus seine ganz eigene Definition hat. Die Grenze zwischen einem netten Flirt oder einem wohltuenden Kompliment und der sexuellen Belästigung ist schmal und nicht klar definiert. "Sobald ein Gespräch als unangenehm und als verbaler sexueller Angriff empfunden wird, ist eine Grenze überschritten", sagt die Genderforscherin Katrin Späte vom Institut für Soziologie in Münster. "Diese Grenze muss jeder für sich selbst festlegen."

    Sexismus ist auch eine Frage der Persönlichkeit. Während eine sehr selbstbewusste Frau den Spruch über ihre "schönen Beine" vielleicht noch als charmante Anmache empfindet und ihn mit einem Lächeln quittiert, geht der gleiche Spruch der schüchternen Kollegin womöglich viel zu weit. "Dass diese Diskussion nun öffentlich geführt wird, ist wichtig", sagt Forscherin Späte. Auch, um sensibel für Übergriffe zu werden.

    Viele Männer schämen sich für Geschlechtsgenossen

    Dass das mit der aktuellen Debatte gelingt, zeigt Twitter: "Ich weiß gar nicht was ich zu #aufschrei sagen soll außer: dafür, weiter so! Und dass ich mich als Mann schäme, dass so etwas nötig ist", schreibt ein Mann. Dass noch viel zu tun ist, wird ebenfalls erkennbar. Denn da steht eben auch: "will nicht wissen wie viel geschichten hier bei #Aufschrei erfunden werden nur um aufmerksamkeit zu bekommen. Sucht euch hobbys eh." Auch von Frauen, die doch selbst schuld seien, weil sie sich so aufreizend gekleidet hätten, ist wie so oft die Rede.

    "Es ist nicht in Ordnung", sagt Forscherin Späte, "wenn Frauen so dargestellt werden, als würden sie das provozieren und damit das Täter-Opfer-Verhältnis umgedreht wird." Nichts, auch nicht die äußere Erscheinung der Frau, könne rechtfertigen, dass jemand die persönlichen Grenzen eines anderen überschreite.

    Aus "Frauenbonus" wird "Tittenbonus"

    Das geschieht schnell, denn Sexismus findet sich vielen alltäglichen Situationen: Da ist der Turnlehrer, der "Hilfestellung" gibt und dabei zum Grapscher wird. Da ist die Frage nach den Kinderplänen beim Bewerbungsgespräch, der "Frauenbonus" für Bundeskanzlerin Merkel, die als "Tittenbonus" abgewertete Frauenquote.

    Ein Blick nach Berlin zeigt ähnliches: Viele tausend Frauen und Männer arbeiten dort für Medien und in der Politik. Zu diesem Miteinander gehört auch, sich am Rande von Parteitagen zu begegnen, in Hintergrundkreisen und Restaurants auszutauschen. Da der polit-mediale Arbeitstag für die meisten eher nicht um 17.00 Uhr endet, wird es auch mal spät.

    Strategische Machtspielchen

    Es werden dabei zwar nicht beständig professionelle Grenzen überschritten, und Politiker nutzen nicht in großer Zahl Macht und falsch verstandene Männlichkeit gnadenlos aus. Es gibt indes Ausnahmen, und keine kleinen. Korrespondentinnen erzählen von unangenehmen und unverschämten Blicken mancher durchaus wichtiger Politiker. Ein anzügliches Lob für die gut geschnittene Kleidung, ein tiefer Blick ins Dekolleté. Wer zurückweist, muss auch mit Informationsentzug rechnen. Das Problem bleibt die Überzeugung mancher Männer, dass rote Linien für sie nicht gelten.

    Und da sind die strategischen Machtspiele vieler Männer. Diese sollen nach Meinung der Geschlechterforscherin Anne Schlüter vom Netzwerk für Frauen- und Geschlechterforschung in Nordrhein-Westfalen die Frau runterziehen und mundtot machen. "Und zeigen: du bekommst hier kein Stück vom Kuchen." Die Professorin sagt: "Diese Männer denken, sie haben die Macht dazu. Aber eigentlich sind es Männer, die kein Selbstbewusstsein haben und es nicht schaffen, Frauen auf gleicher Ebene zu akzeptieren."

    In diese Kategorie passen natürlich nicht alle: Vielen Männern sei ihr anzügliches und teils beleidigendes Verhalten nicht bewusst, sagt die Gleichstellungsbeauftragte der Deutschen Rentenversicherung, Theodoline Granat-Flügge. "In den meisten Fällen, die wir hier mitbekommen, steckt dahinter keine böse Absicht, sondern mangelndes Bewusstsein." Die Behörde setzt seit mehr als zehn Jahren auf Sensibilisierung - und zwar auf beiden Seiten. "Das ist für uns kein Tabuthema mehr."

    von Christiane Gläser und Martin Bialecki, dpa

    25.01.2013
    1. Drucken
    2. Merken
    3. Versenden
    4. Teilen auf:

    Merkliste

    Papierkorb Bild
    Merkliste versenden Merkliste schließen

    Merkliste

    Merkliste versenden

    Versenden Sie Ihr Merkliste an Freunde.



     
    * Pflichtfelder  
    Datenschutz
    Das ZDF versichert, Ihre Daten entsprechend den datenschutzrechtlichen Bestimmungen vertraulich zu behandeln.
    Zurück zur Merkliste Absenden Button

    Merkliste

    Hinweis

    Die Merkliste wurde erfolgreich versendet.

    Zurück zur Merkliste Merkliste schließen