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Kampf gegen Lebensmittel-Betrug
179.000 verdächtige Lasagnen in Deutschland
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In immer mehr Produkten finden sich Spuren von Pferdefleisch, von der verdächtigen Lasagne sind laut Ministerium rund 179.000 Packungen nach Deutschland geliefert worden. Handelsketten nehmen massenhaft Ware aus den Regalen.
Angesichts des Pferdefleischskandals drängt Grünen-Fraktionschefin Renate Künast auf eine Meldepflicht für die Lebensmittelbranche. "Verarbeitetes Fleisch muss endlich gekennzeichnet werden und die Kennzeichnung muss die Aufzucht- und Mastbetriebe genau benennen", fordert Künast in der "Passauer Neuen Presse" .Pferdefleisch: Verdächtige Gerichte
Lasagne von Real
- Die Supermarktkette Real ruft die "TiP Lasagne Bolognese, 400g, tiefgekühlt" zurück, nachdem in einzelnen Stichproben Anteile von Pferdefleisch gefunden worden waren. An das Zentrallager eines Handelsunternehmens in Rheinland-Pfalz wurden nach Behördenangaben etwa 1000 Kilogramm falsch etikettierte "TiP"-Lasagne geliefert. Die Ware sei aber nicht mehr in den Verkauf gelangt.
Lasagne von Kaiser's Tengelmann
- Die Supermarktkette Kaiser's Tengelmann nimmt in ihren rund 500 Filialen in den Regionen Berlin, Nordrhein und Oberbayern ihre Tiefkühllasagne vorsorglich aus dem Verkauf. Sie geht davon aus, dass auch ihre Eigenmarke A&P Pferdefleisch enthält. Der französische Hersteller Comigel habe seine Kunden offiziell informiert, dass unabhängige Labore in Fertiggerichten aus seiner Produktion Pferdefleisch entdeckt hätten.
Lasagnen von anderen Firmen
- Die Supermarktkette Edeka entfernt vorsorglich das Produkt "Gut & Günstig Lasagne Bolognese". In einzelnen Stichproben seien geringe Mengen Pferdefleisch gefunden worden.
- Das Handelsunternehmen Konsum Leipzig nimmt "Lasagne Bolognese Gut & Günstig" aus den Tiefkühltruhen seiner etwa 70 Filialen in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt.
- In Baden-Württemberg wird verdächtige Tiefkühllasagne der Firma Eismann aus dem Handel genommen.
- Auch Rewe Dortmund zieht nach Unternehmensangaben vorsorglich eine verdächtige Lasagne zurück.
- Die Metro-Großhandelsmärkte für Gewerbetreibende nehmen die "Lasagne Bolognese Capri 400 g" vorsorglich aus dem Verkauf. Die Metro-Großhandelssparte hat gut 100 Märkte in Deutschland.
Rindergulasch
- Aldi nimmt "Gulasch 540 g Dose, Sorte Rind" aus den Regalen. Nach Angaben der Dreistern-Konserven GmbH & Co. KG aus dem brandenburgischen Neuruppin wurden Spuren von Pferdefleisch in "Rindergulasch 540g Omnimax" nachgewiesen. Sie könnte auch "im Rahmen der Fleischverarbeitung bereits durch die Nutzung gemeinsamer Schlachthäuser oder Transportbehälter entstanden sein".
Ravioli
- Aldi Süd nimmt "Ravioli, 800g Dose (Sorte Bolognese)" vorsorglich aus den Regalen.
Tortelloni
- Der Discounter Lidl stoppt den Verkauf von "Tortelloni Rindfleisch" der Handelsmarke Gusto. Bei Lidl in Österreich war darin Pferdefleisch gefunden worden. Die Gusto GmbH gehört zur Hilcona AG mit Sitz in Liechtenstein.
Pasta Bolognese
- Wegen des Verdachts auf Pferdefleisch nimmt die Supermarktkette Rewe ihr Produkt "Spaghetti Bolognese" aus dem Programm.
- Aldi sortiert die "Tiefkühl Penne Bolognese 750 g" aus, nachdem dort Anteile von Pferdefleisch nachgewiesen wurden.
Chili con Carne
- Wegen des Verdachts auf Pferdefleisch nimmt die Supermarktkette Rewe ihr Produkt "Chili con Carne" aus dem Programm.
Rückrufliste im Netz
Verbraucher können jetzt im Internet verfolgen, welche Fertigmahlzeiten im Zuge des Pferdefleischskandals in Nordrhein-Westfalen zurückgerufen oder aus den Regalen genommen wurden. Das Düsseldorfer Verbraucherschutzministerium startete am Montag eine Rückrufliste im Netz. Verbraucherschutzminister Johannes Remmel (Grüne) begründete die Aktion mit der aus seiner Sicht unzureichenden Information durch einen Teil der Lebensmittelwirtschaft.
Die Liste enthält Produkte von Unternehmen, die ihren Hauptfirmensitz in Nordrhein-Westfalen haben. Die Liste, die auf Veröffentlichungen der Unternehmen beruht, soll fortlaufend aktualisiert werden. Mit den anderen Bundesländern sei vereinbart, dass auch dort entsprechende Seiten aufgebaut werden.
(Quelle: dpa)
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Bund und Länder beraten am Montag
Die Verbraucherminister aus Bund und Ländern wollen an diesem Montag über Konsequenzen aus dem Pferdefleisch-Skandal beraten. Neben dem Austausch solle bei dem Treffen in Berlin auch das weitere Vorgehen abgestimmt werden, teilten Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) und ihre hessische Amtskollegin Lucia Puttrich (CDU) mit. Puttrich ist derzeit Vorsitzende der Verbraucherministerkonferenz der Länder.
Die Verbraucherminister aus Bund und Ländern wollen an diesem Montag über Konsequenzen aus dem Pferdefleisch-Skandal beraten. Neben dem Austausch solle bei dem Treffen in Berlin auch das weitere Vorgehen abgestimmt werden, teilten Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) und ihre hessische Amtskollegin Lucia Puttrich (CDU) mit. Puttrich ist derzeit Vorsitzende der Verbraucherministerkonferenz der Länder.



