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23.05.2013

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Autobomben und Handfeuerwaffen

50 Tote bei Anschlagsserie im Irak - Regierung sagt Wahl ab

  • Bild Autobomben-Anschlag in Bagdad
  • Video Tote bei Anschlagsserie im Irak
  • Bilderserie Zehn Jahre Einmarsch in den Irak
  • BildAutobomben-Anschlag in Bagdad
    Zerstörtes Auto in Bagdad
    VideoTote bei Anschlagsserie im Irak

    Bei einer Serie von Bombenanschlägen im Irak sind mindestens 21 Menschen ums Leben gekommen. In mehrheitlich von Schiiten bewohnten Vierteln der Hauptstadt Bagdad detonierten insgeamt sieben Bomben.

    (19.03.2013)
    BilderserieZehn Jahre Einmarsch in den Irak
    Beide Türme des World Trade Centers stehen in Flammen / Quelle: reuters
    (15.03.2013)

    Auch zehn Jahre nach dem Beginn des Krieges kommt der Irak nicht zur Ruhe: Bei Anschlägen in Bagdad und anderen Teilen des Iraks sind mindestens 50 Menschen umgekommen. Die Regierung sagte wegen der schlechten Sicherheitslage die für April geplante Provinzratswahl ab. 

    Wie Sicherheits- und Rettungskräfte mitteilten, kommen zu den 50 Getöteten mindestens 170 Verletzte. Insgesamt soll es 20 Explosionen gegeben haben und mehrere direkte Angriffe mit Feuerwaffen, die sich vor allem gegen Schiiten richteten.

    Irakkrieg 
    • Die USA zogen 2003 mit einer multinationalen Truppe in den Krieg gegen den Irak. Diese "Koalition der Willigen" umfasste anfangs etwa 300.000 Mann aus 38 Ländern. Ihnen standen mehr als 400.000 Soldaten der regulären irakischen Armee und der Elitetruppe Republikanische Garden gegenüber.

    • Weitaus stärkste Kraft und Führungsmacht der "Operation Iraqi Freedom" waren die USA mit anfangs etwa 150.000 Mann. Ihr wichtigster Verbündeter Großbritannien schickte 45.000 Soldaten in diesen Krieg ohne Mandat der Vereinten Nationen. Italien und Südkorea beteiligten sich mit jeweils mehr als 3.000 Mann. Die kleinsten Kontingente mit nur wenigen Dutzend Leuten kamen etwa aus Moldawien, Kasachstan und Estland.

    • Nicht alle Verbündeten der USA hatten einen militärischen Anteil am Sieg über das Regime des irakischen Diktators Saddam Hussein. Einige bildeten nach der Invasion die neuen irakischen Sicherheitskräfte aus, andere waren aktiv beim Wiederaufbau des Landes oder bei Objektschutz und Patrouillen. Für die US-Regierung hatte die "Koalition der Willigen" vor allem politische Bedeutung. Das Bündnis demonstrierte, dass die USA trotz fehlender Zustimmung des Weltsicherheitsrats im Krieg nicht isoliert waren.

    • Bereits 2004 begann die Koalition mit dem Abzug der Spanier zu bröckeln. Die letzten Niederländer, Portugiesen, Ungarn und Ukrainer verließen 2005 den Irak. Italien zog sich 2006 zurück, 2008 folgten Polen, Südkorea und die Ukraine. 2011 beendeten die letzten Einheiten Großbritanniens und der USA ihre Mission.

    So viele Tote wie seit sechs Monaten nicht

    Sprengsätze seien unter anderem in dem sunnitischen Stadtteil Al-Adhamija und in dem von Schiiten bewohnten Viertel Al-Kadhemija in der Hauptstadt Bagdad detoniert, teilte die Polizei mit. Auch in den Provinzen Dijala und Babil explodierten kurz hintereinander mehrere Autobomben.

    Die Zahl der Toten war einer Aufstellung zufolge so hoch wie seit sechs Monaten nicht mehr bei Anschlägen. In den vergangenen Monaten hatten sunnitische Aufständische mit Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida immer wieder Anschläge auf Schiiten sowie auf Vertreter von Regierung, Justiz und Sicherheitskräften verübt. Die Regierung in Bagdad sagte die für den 20. April geplanten Wahlen in zwei irakische Provinzen wegen der kritischen Sicherheitslage ab, wie das staatliche Fernsehen berichtete. Die Abstimmung werde um sechs Monate verschoben.

    Bilanz des Irak-Kriegs

    19.03.2013, Quelle: afp, dpa
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