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Nordafrika 500 Flüchtlinge stürmen spanische Exklave Ceuta

VideoMassenansturm auf Ceuta
Etwa 500 Migranten gelang es, den Grenzzaun der spanischen Exklave Ceuta zu überwinden.

500 Migranten haben die Grenzanlagen der spanischen Exklave Ceuta in Marokko gestürmt, um so in die EU zu gelangen. Sie kletterten über die sechs Meter hohen Zäune und drangen offenbar bis in die Stadt vor.

(17.02.2017)

VideoFlüchtlinge stürmen Ceuta
Flüchtlinge stürmen Ceuta

In Marokko haben rund 1.100 afrikanische Flüchtlinge versucht, die spanische Exklave Ceuta zu stürmen und so EU-Gebiet zu erreichen. Dabei erlitten 50 marokkanische und fünf spanische Grenzschützer Verletzungen, wie ein Sprecher der Regionalregierung mitteilte.

(02.01.2017)

VideoAußengrenzen: EU verstärkt Schutz
Mehr Macht für Frontex

Mehr Macht für Frontex: Die EU verstärkt den Schutz an den Außengrenzen, damit weniger Flüchtlinge illegal nach Europa einreisen.

(06.10.2016)

Bei einem Massenansturm auf die spanische Exklave Ceuta ist es etwa 500 Menschen gelungen, den Grenzzaun von Marokko aus zu überwinden. Mehrere Flüchtlinge und Polizisten seien verletzt worden, teilten die marokkanischen Behörden mit. 

Wie die Behörden mitteilten, hätten etwa 1.000 Menschen am Morgen versucht, den sechs Meter hohen Doppelzaun zur spanischen Exklave zu stürmen. An mehreren Stellen seien die Migranten, die den Angaben zufolge überwiegend aus afrikanischen Ländern südlich der Sahara kommen sollen, "gewaltsam und sehr organisiert" vorgegangen.

Zweiter Versuch in diesem Jahr

Afrikanischer Flüchtling jubelt nach Überquerung der Grenze zu Spanien

Flüchtling in Ceuta
Quelle: reuters

Nach Angaben des Roten Kreuzes gelangten rund 500 Menschen in die spanische Exklave. 18 Menschen seien ins Krankenhaus gebracht worden. Es ist in diesem Jahr bereits das zweite Mal, dass Flüchtlinge bei einem Massenansturm versuchen, die Grenzanlagen zu stürmen. In der Neujahrsnacht war der Versuch von mehr als 1.100 Migranten gescheitert, auf diesem Weg nach Europa zu gelangen.

Der doppelte Zaun, der Ceuta vom marokkanischen Staatsgebiet trennt, ist acht Kilometer lang und sechs Meter hoch. Zuletzt war es Anfang Dezember mehreren Hundert illegalen Einwanderern gelungen, den Zaun zu überwinden. Auch damals gab es viele Verletzte, als Grenzschützer und Polizisten versuchten, die anstürmenden Menschen abzuwehren.

Hoffnungsorte Ceuta und Melilla

Spanien verfügt in Nordafrika über zwei Exklaven, die beide von Marokko beansprucht werden: Ceuta an der Meerenge von Gibraltar und das 250 Kilometer weiter östlich gelegene Melilla. In der Nähe der Gebiete harren Zehntausende notleidende Afrikaner sowie mittlerweile auch Syrer aus, die auf eine Chance hoffen, in die EU zu gelangen. Die beiden spanischen Exklaven sind die einzigen Landgrenzen, die Europa mit Afrika hat.

Weitere Links zum Thema
Im vergangenen Jahr haben nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) bis Ende September mehr als 10 000 Menschen Spanien von Marokko aus erreicht. Dennoch entwickelt sich Marokko in den vergangenen Jahren von einem Transitland hin zu einem Ort, an dem immer mehr Flüchtlinge auch längerfristig bleiben. Im Dezember 2016 startete das Königreich erneut eine Kampagne, die es illegalen Flüchtlingen ermöglichen soll, ihren Status legalisieren zu lassen.

18.000 Flüchtlinge in Spanien 2016

Menschenrechtsorganisationen fordern regelmäßig von der UNO und der EU, Druck auf Spanien auszuüben, damit Flüchtlinge einen Asylantrag stellen können. 2016 kamen nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) rund 18.000 Flüchtlinge in Spanien an.

Spanische Exklaven in Nordafrika

Ceuta und Melilla

Karte: Spanien - Ceuta

Die spanischen Städte Ceuta und Melilla liegen an der nordafrikanischen Küste - an der Straße von Gibraltar. Beides sind Exklaven: Das Territorium liegt nicht auf der iberischen Halbinsel - gehört aber dennoch zu Spanien und damit zur EU.

17.02.2017, Quelle: dpa, ZDF
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