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Nervenkrieg in der Wüste
Algerien: Geiseldrama endet blutig
VideoAlgerien: Armee beendet Geiseldrama
VideoTeurer Truppeneinsatz in Mali
VideoMali: Kampf um Markala
VideoNordafrika: Al-Kaida auf dem Vormarsch
Hunderte Geiseln hatten die Islamisten festgehalten - jetzt hat die algerische Armee den Gaskomplex gestürmt, in dem sich die Kidnapper verschanzt hatten. Die Aktion endete blutig.
Mit einem weiteren Blutbad ist das Geiseldrama in der algerischen Wüste zu Ende gegangen. Einheiten der Armee stürmten am Samstag die Gasanlage im Osten desLandes. Dabei seien alle verbliebenen elf Terroristen getötet worden. Zuvor sollen die Kidnapper sieben ausländische Geiseln umgebracht haben. Einzelheiten blieben zunächst unklar.
Erdgasfeld In Aménas in Algerien
Deutsche in der Nähe der Geiselnahme
Während des Geiseldramas in Algerien haben sich zwei deutsche Mitarbeiter einer Bohrfirma nach Angaben des Auswärtigen Amts in der Region aufgehalten. Die beiden hätten sich aber nicht unter den Geiseln befunden, teilte das Ministerium am Samstag mit. "Sie waren während der Geiselnahme mehrere Kilometer entfernt an ihrem Einsatzort und haben die letzten Tage an einem sicheren Ort in der Obhut algerischer Sicherheitskräfte verbracht." Es gehe ihnen den Umständen entsprechend gut. Derzeit befänden sie sich am Flughafen In Aménas in Algerien, von wo sie in Kürze vermutlich ausgeflogen werden könnten.
Während des Geiseldramas in Algerien haben sich zwei deutsche Mitarbeiter einer Bohrfirma nach Angaben des Auswärtigen Amts in der Region aufgehalten. Die beiden hätten sich aber nicht unter den Geiseln befunden, teilte das Ministerium am Samstag mit. "Sie waren während der Geiselnahme mehrere Kilometer entfernt an ihrem Einsatzort und haben die letzten Tage an einem sicheren Ort in der Obhut algerischer Sicherheitskräfte verbracht." Es gehe ihnen den Umständen entsprechend gut. Derzeit befänden sie sich am Flughafen In Aménas in Algerien, von wo sie in Kürze vermutlich ausgeflogen werden könnten.
Abdul Rahman al Nigeri
Der Internet-Informationsdienst Site hat unterdessen ein Bild veröffentlicht, das den Anführer der islamistischen Entführer darstellen soll. Es soll von der mauretanischen Nachrichtenagentur ANI stammen und Abdul Rahman al Nigeri zeigen. Dieser stammt offenbar aus Nigeria, steht dem Anführer der Al Mulathameen Brigaden, Moktar Belmoktar, nahe - und gilt als "Mann für schwierige Fälle". Angeblich soll es ein Video geben, das Al Nigeri zeigt, wie er seinen Männern Anweisungen gibt, während das Gasfeld gestürmt wird.
Der Internet-Informationsdienst Site hat unterdessen ein Bild veröffentlicht, das den Anführer der islamistischen Entführer darstellen soll. Es soll von der mauretanischen Nachrichtenagentur ANI stammen und Abdul Rahman al Nigeri zeigen. Dieser stammt offenbar aus Nigeria, steht dem Anführer der Al Mulathameen Brigaden, Moktar Belmoktar, nahe - und gilt als "Mann für schwierige Fälle". Angeblich soll es ein Video geben, das Al Nigeri zeigt, wie er seinen Männern Anweisungen gibt, während das Gasfeld gestürmt wird.
Blick auf ein militärisches Eingreifen in Mali" dürfe es nicht kommen.
Mali: Vorzeigestaat fällt an Islamisten
Militärputsch im Norden Malis
Das westafrikanische Mali galt lange als demokratischer Vorzeigestaat in Afrika. Gleichzeitig kämpfen die Menschen aber seit Jahren ums Überleben: Die durchschnittliche Lebenserwartung der rund 14,5 Millionen Einwohner, darunter etwa 300.000 Angehörige des Berbervolkes der Tuareg, liegt bei nur 53 Jahren. Das 1,2 Millionen Quadratkilometer große Land am Südrand der Sahara ist einer der wichtigsten Baumwoll-Produzenten Afrikas. Dürreperioden haben der Landwirtschaft aber nachhaltig geschadet. 60 Prozent des Landes ist von Wüste bedeckt.
Die Tuareg
In den 1980er Jahre hatten viele Tuareg nach einer Dürre Mali verlassen. Als sie zurückkehrten, führten sie Krieg gegen die Regierungstruppen. Nach langen Verhandlungen wurden die Tuareg in Malis Armee integriert. Auch Libyens Ex-Diktator Muammar al-Gaddafi rekrutierte Tuareg für seine Streitkräfte. Nach Gaddafis Sturz kehrten viele in die Heimat zurück und schlossen sich Aufständischen im Norden Malis an.
Die Islamisten in Mali
Nach einem Militärputsch gegen die Regierung von Präsident Amadou Toumani Touré im vergangenen März rückten die mit verschiedenen Islamistengruppen verbündeten Rebellen im Norden immer weiter vor. Die Gruppe Ansar Dine, der Verbindungen zu Al-Kaida nachgesagt werden, rief im April gemeinsam mit der Tuarag-"Nationalbewegung" MNLA die unabhängige "Islamische Republik Azawad" in Nord-Mali aus. Seit der Machtübernahme der Islamisten flohen Hunderttausende aus dem Gebiet. In der Stadt Timbuktu, wo drei große Moscheen sowie 16 Friedhöfe und Mausoleen zum Weltkulturerbe gehören, ließen die Islamisten mehrere dieser historischen Heiligtümer zerstören.
Spannungen zwischen Tuareg und Islamisten
Spannungen zwischen Tuareg und Islamisten eskalierten zu offenen Kämpfen. Bei Gefechten der Tuareg mit Kämpfern der mit Ansar Dine verbundenen "Bewegung für Einheit und Dschihad in Westafrika" (MUJAO) wurden Ende Juni in der Stadt Gao mindestens 20 Menschen getötet. Um das Chaos im Land zu stoppen, könnte eine Regionaltruppe eingreifen. Jedoch befürchten Experten eine militärische Katastrophe in dem unwegsamen Gebiet sowie eine mögliche Ausbreitung der Gewalt auf die ganze Region.
(Quelle: dpa)



