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20.06.2013

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Jobmarkt im Januar

Arbeitslosigkeit steigt auf über drei Millionen

  • Interaktiv Arbeitsmarktscanner
  • Video Ausblick auf den Arbeitsmarkt
  • Video Von Hartz IV in den Arbeitsmarkt
  • InteraktivArbeitsmarktscanner
    Arbeitsmarktscanner / Quelle: ZDF
    (Quelle: ZDF)
    VideoAusblick auf den Arbeitsmarkt

    Die schwache Konjunktur und die Eurokrise sorgen bei einigen Unternehmen für wenige Neueinstellungen. Andere hingegen suchen bei sehr guter Auftragslage händeringend Arbeitskräfte.

    (03.01.2013)
    VideoVon Hartz IV in den Arbeitsmarkt

    Yvonne Krisch war knapp 20 Jahre arbeitslos und hatte die Hoffnung auf einen Job schon fast aufgegeben. Mit Hilfe des Jobcenters holte sie ihren Schulabschluss nach und arbeitet nun im Altenheim.

    (28.11.2012)

    Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Januar erstmals seit März vorigen Jahres wieder über die Marke von drei Millionen gestiegen. Sie erreicht damit den höchsten Stand seit fast zwei Jahren. Der Anstieg fiel jedoch schwächer aus als erwartet. 

    Im Januar waren 3,138 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet - 298.000 mehr als im Dezember und 54.000 mehr als vor einem Jahr. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) fiel der für die Jahreszeit übliche Anstieg aber schwächer aus als in den Vorjahren. "Die ungünstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben auf dem Arbeitsmarkt nur wenige Spuren hinterlassen", sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise in Nürnberg. "Der aktuelle Anstieg der Arbeitslosigkeit hat rein saisonale Gründe."

    Die Arbeitslosenquote nahm um 0,7 Punkte auf 7,4 Prozent zu. Vor einem Jahr hatte sie bei 7,3 Prozent gelegen. Saisonbereinigt ging die Arbeitslosenzahl in Deutschland im Januar um 16.000 auf 2,916 Millionen zurück. Die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl nahm im Westen um 5.000, im Osten um 11.000 ab.

    Winter und Konjunktur sorgen für höhere Quote
    Erwerbstätigkeit legt leicht zu

    Der Anstieg der Erwerbstätigenzahl in Deutschland hat sich zum Jahresende hin wegen der schwächeren Konjunktur verlangsamt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, waren im Dezember 2012 nach vorläufigen Berechnungen 41,8 Millionen Menschen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig. Das entspreche einem Plus von 0,7 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

    Hauptgrund für den Anstieg der Arbeitslosigkeit sei vor allem der frostige Winter. Bei Schnee und Eis ruhe auf vielen Baustellen und Gärtnereien die Arbeit und zwinge Firmen dazu, vorübergehend Stellen zu streichen. Auch in der Gastronomie werde ohne das Biergarten- und Terrassengeschäft meist weniger Personal gebraucht. Hinzu komme, dass zum Jahreswechsel viele befristete Jobs endeten. Die Betroffenen würden sich daher im Januar erst einmal arbeitslos melden, bis sie eine neue Stelle gefunden haben.

    Viele Experten hatten sogar mit einem saisonbereinigten Anstieg gerechnet. Diese Befürchtung hat sich jedoch nicht bewahrheitet. Alle Fachleute rechnen bis zur Jahresmitte mit einer Besserung am Arbeitsmarkt. Frühindikatoren wie der Einkaufsmanager-Index signalisierten bereits für das Frühjahr wieder eine Konjunkturbelebung.

    Unter drei Millionen Joblose im Jahresmittel erwartet

    Die Bundesagentur rechnet für das laufende Jahr mit einer Arbeitslosenzahl von durchschnittlich unter drei Millionen. Zwar werde es im ersten Halbjahr wahrscheinlich "ungünstiger laufen als 2012", sagte BA-Chef Weise der "Passauer Neuen Presse". Danach sehe es aber voraussichtlich wieder besser aus.

    2011 und 2012 hatte die Zahl der Arbeitslosen im Jahresschnitt unter der Schwelle von drei Millionen gelegen. Im vergangenen Jahr war sie mit 2,987 Millionen Menschen ohne Arbeit auf den niedrigsten Stand seit 1991 gesunken.

    31.01.2013, Quelle: dapd, afp, reuters
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