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Lance Armstrongs Talkshow-Auftritt
Armstrong: Ich habe gedopt
"Ja" - im US-TV gibt Ex-Radprofi Lance Armstrong erstmals zu, gedopt zu haben. Ob sich Doping damals nicht falsch angefühlt habe, will Talkstar Oprah Winfrey von ihm wissen: "Nein", entgegnet Armstrong. Ohne Doping sei es wohl auch nicht möglich, die Tour siebenmal zu gewinnen.
Oprah Winfrey und Lance Armstrong kamen ohne Umschweife gleich zur Sache: Nach über 13-jährigem Leugnen gab der Ex-Radprofi in der Sendung der US-Talkmasterin jahrelanges Doping zu - unter anderem mit EPO, Eigenblut, Kortison und Wachstumshormonen. Bei allen sieben Tour-de-France-Siegen zwischen 1999 und 2005 hätte er unerlaubte Mittel genommen, sagte der Texaner.
Thema im "sportstudio"
Einen ausführlichen Bericht zur neuesten Entwicklung im Fall Lance Armstrong sehen Sie am Samstag (nach "Wetten, dass...?") im "aktuellen sportstudio".
Einen ausführlichen Bericht zur neuesten Entwicklung im Fall Lance Armstrong sehen Sie am Samstag (nach "Wetten, dass...?") im "aktuellen sportstudio".
Stiftung distanziert sich
Die Krebsstiftung Livestrong hat sich von ihrem Gründer Lance Armstrong distanziert. Nach dem Doping-Geständnis ließ die Stiftung verlauten: 'Wir sind enttäuscht über die Nachricht, dass Lance Armstrong die Menschen während seiner Karriere getäuscht hat - inklusive uns." Armstrong war zuvor in die Livestrong-Zentrale gekommen, um sich zu entschuldigen.
'Wir haben seine Entschuldigung akzeptiert, um nach vorne zu blicken und einen starken, unabhängigen Kurs einzuschlagen", hieß es in einem Statement. Im vergangenen November war Armstrong von allen offiziellen Ämtern der Stiftung zurückgetreten. Kurz darauf distanzierte sich die Organisation von ihrem Gründer und änderte den Namen von "Lance-Armstrong-Foundation" in 'Livestrong-Foundation".
Die Krebsstiftung Livestrong hat sich von ihrem Gründer Lance Armstrong distanziert. Nach dem Doping-Geständnis ließ die Stiftung verlauten: 'Wir sind enttäuscht über die Nachricht, dass Lance Armstrong die Menschen während seiner Karriere getäuscht hat - inklusive uns." Armstrong war zuvor in die Livestrong-Zentrale gekommen, um sich zu entschuldigen.
'Wir haben seine Entschuldigung akzeptiert, um nach vorne zu blicken und einen starken, unabhängigen Kurs einzuschlagen", hieß es in einem Statement. Im vergangenen November war Armstrong von allen offiziellen Ämtern der Stiftung zurückgetreten. Kurz darauf distanzierte sich die Organisation von ihrem Gründer und änderte den Namen von "Lance-Armstrong-Foundation" in 'Livestrong-Foundation".
Jahrelang hatte der Hartgesottene auf Doping-Verdächtigungen mit Prozessen geantwortet - jetzt wirkte er ganz brav und gefasst. Er entschuldigte sich sogar bei seiner ehemaligen Physiotherapeutin Emma O'Reilly, die er verklagt und übel beschimpft hatte. Die Irin gehörte zu den 26 Zeugen, die in der Anklage der US-Anti-Doping-Agentur USADA gegen Armstrong ausgesagt hatten.Doping-Agentur: Kleiner Schritt
Armstrong drohen Millionen-Zahlungen
Armstrong drohen nach seinem Geständnis Forderungen im mittleren zweistelligen Millionenbereich. Der Radsport-Weltverband UCI könnte gewonnene Preisgelder zurückverlangen. Rückzahlungen von weiteren Prämien dürften hinzukommen.
So fordert SCA Promotions rund zwölf Millionen Dollar, die "Sunday Times“ will 1,6 Millionen Dollar. Das meiste Geld beansprucht allerdings Armstrongs ehemaliger Hauptsponsor und Namensgeber seines Teams, US Posta". Der Postdienstleister investierte in Armstrongs Zeit (1998 bis 2004) gut 40 Millionen Dollar in das Radteam. Weil Armstrong gegen einen Vertragspassus, der die Einnahme von verbotenen Mitteln untersagt, verstoßen hatte, muss er nun mit Klagen auf Schadensersatz und Prämienrückzahlung in zweistelliger Millionenhöhe rechnen.
Laut "Spiegel online“ belaufen sich sämtliche Rückzahlungen auf rund 60 Millionen Dollar.
Armstrong drohen nach seinem Geständnis Forderungen im mittleren zweistelligen Millionenbereich. Der Radsport-Weltverband UCI könnte gewonnene Preisgelder zurückverlangen. Rückzahlungen von weiteren Prämien dürften hinzukommen.
So fordert SCA Promotions rund zwölf Millionen Dollar, die "Sunday Times“ will 1,6 Millionen Dollar. Das meiste Geld beansprucht allerdings Armstrongs ehemaliger Hauptsponsor und Namensgeber seines Teams, US Posta". Der Postdienstleister investierte in Armstrongs Zeit (1998 bis 2004) gut 40 Millionen Dollar in das Radteam. Weil Armstrong gegen einen Vertragspassus, der die Einnahme von verbotenen Mitteln untersagt, verstoßen hatte, muss er nun mit Klagen auf Schadensersatz und Prämienrückzahlung in zweistelliger Millionenhöhe rechnen.
Laut "Spiegel online“ belaufen sich sämtliche Rückzahlungen auf rund 60 Millionen Dollar.
Armstrongs Karriere
1992: Armstrong beendet das olympische Rennen als 14. und
wechselt nach den Spielen in Barcelona ins Profilager. In seinem
ersten Rennen, dem Clasica San Sebastian, wird er Letzter.
1993: Er wird Weltmeister, gewinnt die USPRO Championship sowie
seine erste Etappe bei der Tour de France.
1996: Er startet das Jahr als Weltranglistenerster. Im Oktober
unterzieht er sich einer Chemotherapie. Bei Armstrong war zuvor
Hodenkrebs diagnostiziert worden, der bereits in Lunge und Gehirn
gestreut hatte.
1997: Armstrong beginnt wieder mit dem Training und gründet eine
Stiftung, die sich der Krebsforschung widmet.
1998: Er kehrt in den Wettkampf-Zirkus zurück, gewinnt die
Luxemburg-Tour, die Rheinland-Pfalz-Rundfahrt sowie den Cascade
Classic in Oregon.
1999: Für das Team US Postal gewinnt Armstrong als zweiter
Amerikaner die Frankreich-Rundfahrt.
2000: Er fährt zu seinem zweiten Tour-Sieg und veröffentlicht
ein Buch mit dem Titel "Tour des Lebens".
2001 - 2003: Die Tour-Erfolge Nummer drei bis fünf folgen.
2004: Armstrong wird Wochen vor seinem sechsten Tour-Triumph
beschuldigt, leistungssteigernde Medikamente einzunehmen.
2005: Er verkündet im April seinen Rücktritt für den Zeitpunkt
nach der Tour, die er zum siebten Mal gewinnt. Im August berichtet
die französische Sportzeitung L'Equipe, dass in sechs Urinproben des
Amerikaners von 1999 das Blut-Dopingmittel EPO nachgewiesen wurde.
Armstrong bestreitet die Vorwürfe weiterhin.
2006: Armstrong wird vom Weltverband UCI freigesprochen, da die
erneuten Tests der Proben nicht nach wissenschaftlichem Standard
durchgeführt wurden. Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA nennt den
UCI-Bericht "fast schon lächerlich".
2008: Am 9. September verkündet Armstrong sein Comeback.
2009: Im April wirft ihm die französiche Anti Doping Agentur
(AFLD) vor, dass er bei Dopingproben nicht kooperiere.
2010: Dopingsünder Floyd Landis, früherer Teamkollege bei US
Postal, beschuldigt unter anderem Armstrong, dass auch er
leistungssteigernde Mittel eingenommen habe.
2011: Im September zitiert die Sports Illustrated Armstrongs
früheren Weggefährten Stephen Swart. Dieser bezeichnet Amrstrong als
"einen Anstifter" der zu EPO geraten habe. Nach der Australien-Tour
tritt er endgültig zurück. Im Mai berichtet Armstrongs früherer
Edelhelfer Tylor Hamilton, dass beide während der Tour 1999, 2000
und 2001 mit EPO gedopt hatten.
2012: Am 29. Juni bezichtigt ihn die US-Anti-Doping-Agentur
(USADA) des Doping-Missbrauchs und suspendiert ihn von allen
Wettkämpfen. Am 20. August weist ein Gericht Armstrongs Klage gegen
die USADA zurück. Drei Tage später gibt er den Rechtsstreit um die
Dopingvorwürfe auf, die USADA sperrt Armstrong lebenslang. Ihm droht
der Verlust aller sieben Tour-Siege. Am 10. Oktober veröffentlicht
die USADA ihre Urteilsbegründung. Armstrongs langjähriges Profiteam
US Postal habe das "ausgeklügelste, professionellste und
erfolgreichste Dopingprogramm betrieben, das der Sport jemals
gesehen hat", heißt es in dem Bericht. Am 22. Oktober folgt der
Weltverband UCI der USADA und erkennt Armstrong sämtliche sieben
Tour-Siege ab.
2013: Am 14. Januar wird die TV-Show der amerikanischen Talk-Ikone Oprah
Winfrey mit Interview-Partner Armstrong aufgezeichnet. Der
Ex-Profi gesteht der Moderatorin jahrelanges Doping.
Bericht der US-Dopingfahnder
HAUPTVORWURF:
Die USADA wirft Armstrong sowie fünf weiteren Teambetreuern und Ärzten systematisches Doping von 1998 bis 2010 vor. Armstrong habe selbst unter anderem EPO-, Kortison-, Testosteron- und Blutdoping betrieben sowie viele Mannschaftskollegen dazu aufgefordert. Seine Teams seien von Anfang bis zum Ende "mit Doping verseucht" gewesen.
BEWEISE:
Die USADA stützt sich vor allem auf eidesstattliche Erklärungen und Aussagen von mehr als zwei Dutzend Zeugen, darunter 15 Radprofis und elf ehemalige Teammitglieder von Armstrong. Darüber hinaus bietet die Behörde viele Dokumente wie Bankauszüge, E-Mail-Korrespondenzen, Labortests und wissenschaftliche Gutachten auf. Auf Unterlagen der US-Finanzbehörde, die Ermittlungen gegen Armstrong zuvor eingestellt hatte, musste die USADA dabei nach eigenen Angaben verzichten.
ANZAHL DER DOPINGPROBEN:
Armstrong gab als Verteidigung stets an, in seiner Karriere mehr als 500 Mal negativ getestet worden zu sein. Diese Zahl streitet die USADA ab und rechnet mit rund der Hälfte. Außerdem habe es mehrmals positive Tests gegeben: Sechs wissenschaftliche EPO-Befunde der Tour 1999 seien zum Zeitpunkt der Nachuntersuchung 2005 sportrechtlich nicht mehr verwertbar gewesen. Ein positives EPO-Ergebnis der Tour de Suisse habe Armstrong mithilfe der UCI verschleiert. Analysen von Armstrongs Blutprofilen zwischen Oktober 2008 und Januar 2011 lassen auf Blutdoping schließen. Die Chance, dass ein zu niedriger Retikulozyten-Anteil bei sieben Blutproben auf natürliche Weise zustandekam, beziffert ein Gutachter auf "kleiner als 1:1.000.000".
ZEUGENAUSSAGEN:
Die Berichte ehemaliger Teamkollegen zeichnen ein detailliertes Bild. Schon 1998, in seiner ersten Saison nach seiner überstandenen Krebserkrankung, habe Armstrong im Team US Postal Doping mit EPO, Kortison, Testosteron und dem Wachstumshormon HGH betrieben. Ein Jahr später sei bei der Tour erstmals ein Motorradfahrer ("Motoman") engagiert worden, um das Team unbehelligt mit Drogen zu versorgen. Danach sei die "Dopingverschwörung" immer professioneller geworden.
TESTS:
Um keine positiven Tests abzugeben, seien Armstrong und seine Kollegen zu gewissen Vorsichtsmaßnahmen aufgefordert worden. In den ersten Jahren habe es zum Teil schon genügt, den Kontrolleuren einfach die Wohnungstür nicht zu öffnen. Später hätten die Teamchefs um Johan Bruyneel stets im Voraus erfahren, wann ein Test anstand. Weil die Dopingkontrollen von Jahr zu Jahr intensiver wurden, habe sich Armstrong mitunter in Wohnungen von Teamkollegen versteckt. Zudem hätten die Team-Mediziner penibel genaue Zeitfenster für die Doping-Einnahme errechnet, um später nicht aufzufallen. Einen positiven Kortison-Test Armstrongs habe Teamarzt Luis Garcia del Moral durch ein gefälschtes nachträgliches Rezept verschleiert.
WICHTIGSTE HELFER:
Die zentrale Figur ist der italienische Arzt Michele Ferrari, in der Szene bekannt als "Dottore EPO". Laut USADA arbeitete Armstrong die ganze Karriere hindurch mit dem umstrittenen Mediziner zusammen, der in Italien Berufsverbot hat. Daneben war Teamchef Bruyneel der engste Vertraute des Texaners. Der Belgier habe junge Radprofis "auf schädlichste Art und Weise" in "abgeklärte Doper" verwandelt.
GRUPPENZWANG:
Laut Zeugenaussagen hat Armstrong Doping in seinen Teams nicht nur gefördert, sondern auch gefordert. David Zabriskie etwa berichtete, durch den Leistungssport den Drogen aus dem Weg gehen zu wollen, die er für den frühen Tod seines abhängigen Vaters verantwortlich machte. 2003 aber sei er dann doch von Bruyneel überredet worden, EPO zu nehmen ("Jeder macht das"). "Als ich in meine spanische Wohnung zurückkam, brach ich zusammen. Ich rief heulend zuhause an. Ich hatte dem Druck nicht standgehalten", erzählte Zabriskie.
EINSCHÜCHTERUNG:
Armstrong sorgte in seinem Team und im Peloton nicht nur für Respekt, sondern auch für Angst: Als der Italiener Filippo Simeoni aus einer gegnerischen Mannschaft 2004 gegen den Armstrong-Arzt Ferrari aussagte, wurde er vom Amerikaner während einer Tour-Etappe vor laufenden Kameras zurechtgewiesen. Den Ex-Teamkollegen Tyler Hamilton habe Armstrong in einem Restaurant körperlich bedroht ("Wir machen dein Leben zur verdammten Hölle"), Levi Leipheimers Frau einschüchternde SMS geschrieben. Zudem habe er mehrfach versucht, andere Fahrer zu falschen eidesstattlichen Versicherung zu nötigen.
(Quelle: dpa)
Die Anschuldigungen der USADA
2. Juli 2004: Unmittelbar vor der Tour de France 2004 erscheint
das Buch «L.A. Confidential», in dem die beiden Journalisten David
Walsh und Pierre Ballester schwere Doping-Vorwürfe gegen Lance
Armstrong erheben. Der US-Amerikaner scheitert vor Gericht mehrfach
mit dem Versuch, sich in dem Buch äußern zu dürfen.
1. Oktober 2004: Wegen Sportbetrugs wird der Sportarzt Michele
Ferrari zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt. Der Italiener
arbeitete lange mit Armstrong zusammen. Vom Vorwurf, Radsportler mit
Dopingmitteln versorgt zu haben, wird Ferrari aus Mangel an Beweisen
jedoch freigesprochen.
1. April 2005: Sein ehemaliger Betreuer Mike Anderson erklärt vor
Gericht, 2004 «ein verbotenes Medikament» in Armstrongs Badezimmer
gefunden zu haben. Der reagiert darauf mit einer Schadensersatzklage.
24. Juli 2005: Armstrong gewinnt zum siebten Mal die Tour de
France und beendet danach seine Karriere.
23. August 2005: Die französische Sportzeitung «L'Equipe»
berichtet, dass in sechs Urinproben von Armstrong aus dem Jahr 1999
das Dopingmittel EPO nachgewiesen wurde. Die Proben waren eingefroren
worden und konnten dem Bericht zufolge eindeutig Armstrong zugeordnet
werden. EPO ist erst seit 2001 nachweisbar.
31. Mai 2006: Eine vom Weltverband UCI eingesetzte Kommission
spricht Armstrong von den 1999er Doping-Vorwürfen frei. Die weltweite
Anti-Doping-Agentur WADA nennt den UCI-Bericht «fast schon
lächerlich».
9. September 2008: Armstrong kündigt für 2009 sein Comeback an.
2. Oktober 2008: Die französische Anti-Doping-Agentur AFLD schlägt
Armstrong vor, die sechs Proben der Tour de France 1999 nochmals zu
testen. Der US-Amerikaner lehnt das ab.
20. Mai 2010: Armstrongs ehemaliger Teamkollege Floyd Landis gibt
öffentlich zu, die meiste Zeit seiner Karriere gedopt zu haben. Der
Tour-Sieger von 2006 beschuldigt in diesem Zusammenhang auch
Armstrong des Dopings. Der weist die Anschuldigungen zurück.
26. Mai 2010: Nach den Aussagen von Landis kündigen die
US-Behörden an, die Ermittlungen gegen Armstrong auszuweiten. Es geht
jetzt nicht nur um die Einnahme unerlaubter Mittel, sondern auch um
die Frage, ob das Sponsorengeld des amerikanischen Postdienstleisters
US Postal dazu genutzt wurde, um Dopingmittel zu finanzieren.
16. Februar 2011: Armstrong erklärt sein endgültiges Karriereende.
20. Mai 2011: Tyler Hamilton ist der nächste ehemalige
Teamkollege, der schwere Doping-Vorwürfe gegen Armstrong erhebt. «Ich
sah EPO in seinem Kühlschrank. Ich sah mehr als einmal, wie er es
sich gespritzt hat», sagt der Zeitfahr-Olympiasieger von 2004 dem
TV-Sender CBS.
4. Februar 2012: Die US-Staatsanwaltschaft stellt ihre
Doping-Ermittlungen gegen Armstrong ein.
9. Februar 2012: Der Welt-Triathlonverband WTC gibt eine
Kooperation mit Armstrong bekannt. Für sechs Starts kassiert seine
Krebs-Foundation «Livestrong» eine Million Dollar. Die erste
Teilnahme soll im Oktober 2012 sein.
12. Februar 2012: Armstrong wird Zweiter beim Ironman 70.3, einem
Wettkampf über die halbe Distanz. Zum Dopingtest müssen nicht wie
üblich die ersten drei, sondern die Athleten auf den Plätzen vier bis
sechs.
12. Juni 2012: Die nationale Anti Doping-Agentur USADA erhebt in
einem Schreiben schwere vorwürfe gegen Armstrong. Proben aus den
Jahren 2009 und 2010 sollen «vollkommen mit Proben übereinstimmen, an
denen Blutmanipulation, inklusive EPO und/oder Blut-Transfusionen
vorgenommen wurden.» Armstrong wird sofort für alle Wettbewerbe
gesperrt.
14. Juni 2012: Der WTC gibt bekannt, dass Armstrong wegen der
laufenden Ermittlung nicht an Wettkämpfen teilnehmen darf. Der
Ironman in Nizza am 24. Juni findet ohne den 40-Jährigen statt.
20. August 2012: Ein Gericht in Austin erklärt die Ermittlungen
der USADA gegen Armstrong für rechtens. Der Texaner muss entscheiden,
ob er eine Schiedsgerichts-Verhandlung will oder eine drohende
lebenslange Sperre der USADA akzeptiert.
24. August 2012: Armstrong teilt in einem Statement mit, dass er
den Kampf gegen die Anschuldigungen aufgibt. Ihm droht nun die
Aberkennung seiner Tour-Titel.
Die Tour-Zweiten hinter Armstrong
1999: Sieger Lance Armstrong - Zweiter: Alex Zülle (Schweiz)
2000: Sieger Lance Armstrong - Zweiter: Jan Ullrich (Deutschland)
2001: Sieger Lance Armstrong - Zweiter: Jan Ullrich (Deutschland)
2002: Sieger Lance Armstrong - Zweiter: Joseba Beloki (Spanien)
2003: Sieger Lance Armstrong - Zweiter: Jan Ullrich (Deutschland)
2004: Sieger Lance Armstrong - Zweiter: Andreas Klöden (Deutschland)
2005: Sieger Lance Armstrong - Zweiter: Ivan Basso (Italien)



