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Fleischskandal in Europa
Arznei im Pferdefleisch - Festnahmen in Großbritannien
VideoPferdefleisch-Skandal weitet sich aus
VideoDer Weg des Fleisches
VideoBilligprodukte - "Nährboden für Betrug"
VideoPferdefleisch-Skandal in Großbritannien
Der Pferdefleisch-Skandal weitet sich aus: In Deutschland findet nach Real auch Edeka Tiefkühl-Lasagne mit Pferdehack-Anteilen. In Großbritannien kommt heraus, dass Pferdefleisch mit Arznei-Rückständen in die Nahrungskette gelangt ist. Dort wurden am Abend drei Verdächtige festgenommen.
Der europäische Pferdefleisch-Skandal hat eine neue Dimension erreicht: In London gab es Hinweise auf Arznei-Rückstände in Pferdefleisch. Britische Lebensmitteltester fanden heraus, dass Fleisch von drei mit dem Medikament Phenylbutazon gespritzten Pferden wohl in die Nahrungskette gelangt ist. Die geschlachteten Tiere wurden nach Frankreich exportiert. Dort fielen Tests zunächst negativ aus, sagte der britische Ernährungsstaatssekretär David Heath. Das Mittel wird bei Pferden auch als Dopingmittel verwendet, bei Menschen kurzzeitig gegen Rheuma. Das Gesundheitsrisiko für Menschen ist nach Einschätzung der britischen Behörden aber nur gering.Britische Polizei nimmt drei Männer festIn Großbritannien wurden am Abend drei Männer unter Betrugsverdacht festgenommen - zwei von ihnen in einem Fleischbetrieb in Wales, der dritte Verdächtige in einer Fleischfirma in der Grafschaft West Yorkshire. Beide Betriebe waren am vergangenen Dienstag bereits von der Polizei durchsucht worden. Die britische Lebensmittelaufsicht FSA stellte den Betrieb vorübergehend ein. Welche Rolle die Männer in dem aktuellen Skandal spielen, war zunächst nicht bekannt.
Phenylbutazon
Das Medikament Phenylbutazon wird häufig bei Pferden eingesetzt. Tiere, die damit behandelt wurden, dürfen nicht zu Lebensmitteln verarbeitet werden. Bei Menschen wird die Substanz vereinzelt bei Rheuma eingesetzt. Nebenwirkungen können - auch bei kurzzeitiger Anwendung - Blutungen in Magen und Darm sein, sagen Verbraucherschützer. Nähere Erkenntnisse über die Gefahren für den Menschen liegen aber nicht vor.
Das Medikament Phenylbutazon wird häufig bei Pferden eingesetzt. Tiere, die damit behandelt wurden, dürfen nicht zu Lebensmitteln verarbeitet werden. Bei Menschen wird die Substanz vereinzelt bei Rheuma eingesetzt. Nebenwirkungen können - auch bei kurzzeitiger Anwendung - Blutungen in Magen und Darm sein, sagen Verbraucherschützer. Nähere Erkenntnisse über die Gefahren für den Menschen liegen aber nicht vor.
Kontrolleur: In Deutschland sicher
Trotz Pferdefleisch-Lasagne und anderer Skandale müssen sich Verbraucher nach Einschätzung des Bundesverbands der Lebensmittelkontrolleure keine Sorgen über die Sicherheit von Lebensmitteln machen. Vorstand Manfred Woller sagt: "Wir haben in Deutschland grundsätzlich sichere Lebensmittel. Die Überwachung ist so stark wie noch nie." Der größte Teil der Produzenten sei an einer Zusammenarbeit mit den Kontrollbehörden interessiert.
An die Grenzen stoße man allerdings durch die Globalisierung. "Wenn wir wie jetzt im Fall des Pferdefleisches sehen, dass Fleisch über solche langen Wege über verschiedene Länder vermarktet und gehandelt wird, muss man sich fragen, ob wir so was brauchen." Skeptisch bewertet Woller Forderungen von Verbraucherschützern nach einer Pflicht zur Herkunftsangabe auf dem Etikett von Fleischprodukten. "Wir müssen uns Gedanken machen, was kann der Verbraucher eigentlich noch aufnehmen an Informationen."
Trotz Pferdefleisch-Lasagne und anderer Skandale müssen sich Verbraucher nach Einschätzung des Bundesverbands der Lebensmittelkontrolleure keine Sorgen über die Sicherheit von Lebensmitteln machen. Vorstand Manfred Woller sagt: "Wir haben in Deutschland grundsätzlich sichere Lebensmittel. Die Überwachung ist so stark wie noch nie." Der größte Teil der Produzenten sei an einer Zusammenarbeit mit den Kontrollbehörden interessiert.
An die Grenzen stoße man allerdings durch die Globalisierung. "Wenn wir wie jetzt im Fall des Pferdefleisches sehen, dass Fleisch über solche langen Wege über verschiedene Länder vermarktet und gehandelt wird, muss man sich fragen, ob wir so was brauchen." Skeptisch bewertet Woller Forderungen von Verbraucherschützern nach einer Pflicht zur Herkunftsangabe auf dem Etikett von Fleischprodukten. "Wir müssen uns Gedanken machen, was kann der Verbraucher eigentlich noch aufnehmen an Informationen."
110.000 Tonnen Pferdefleisch
Es ist nicht so, dass Menschen nicht durchaus freiwillig Pferdefleisch essen. Laut EU-Kommission essen die Europäer jährlich wissentlich 110.000 Tonnen Pferd, 70.000 Tonnen davon aus heimischer Zucht.
Es ist nicht so, dass Menschen nicht durchaus freiwillig Pferdefleisch essen. Laut EU-Kommission essen die Europäer jährlich wissentlich 110.000 Tonnen Pferd, 70.000 Tonnen davon aus heimischer Zucht.



