- Mainz
- Aachen
- Angermünde
- Arkona
- Augsburg
- Bad Salzuflen
- Bamberg
- Berlin
- Bonn
- Braunschweig
- Bremen
- Bremerhaven
- Chemnitz
- Chieming
- Cottbus
- Cuxhaven
- Dresden
- Düsseldorf
- Eisenach
- Emden
- Erfurt
- Essen
- Frankfurt/Main
- Freiburg
- Freudenstadt
- Garmisch-Partenkirchen
- Gera
- Gießen
- Glücksburg
- Görlitz
- Göttingen
- Greifswald
- Gütersloh
- Halle
- Hamburg
- Hannover
- Helgoland
- Hof
- Karlsruhe
- Kassel
- Kempten
- Kiel
- Köln
- Konstanz
- Landsberg
- Leipzig
- List/Sylt
- Lübeck
- Lüdenscheid
- Magdeburg
- Mannheim
- Mühldorf
- München
- Münster
- Neuburg/Donau
- Norderney
- Nürnberg
- Oberstdorf
- Öhringen
- Passau
- Plauen
- Potsdam
- Putbus
- Regensburg
- Rostock-Warnemünde
- Saarbrücken
- Schleswig
- Schwerin
- Seehausen
- Straubing
- Stuttgart
- Trier
- Ulm
- Waren
- Weiden
- Westermarkelsdorf
- Wiesbaden
- Wittenberg
- Würzburg
Wechsel im Vatikan
Benedikt-Erinnerungen hoch im Kurs
BildPapst Bier
VideoSpekulationen über Papst-Nachfolge
VideoDer Petersplatz singt
VideoBenedikt XVI.: Leben und Wirken
Papst Benedikt XVI. wird Ende des Monats aus dem Amt scheiden. Spekulationen, wer der neue Mann auf dem Heiligen Stuhl sein könnte, und über den künftigen Kirchenkurs schießen ins Kraut. Auch der Handel mit Benedikt-Erinnerungen und Papst-Devotionalien blüht - und nimmt bisweilen skurrile Züge an.
Die Rückzugsankündigung von Papst Benedikt XVI. ruft bereits diejenigen auf den Plan, die das schnelle Geschäft wittern. Unter den neu gelisteten Gegenständen auf der Auktionsplattform ebay befindet sich bereits eine Originalausgabe der Vatikanzeitung "L'Osservatore Romano" vom 11. Februar 2013 mit der Nachricht vom Amtsverzicht auf der Titelseite. Die achtseitige Nachmittagsausgabe "in exzellentem Zustand" ist für 69 US-Dollar (52 Euro) zu haben. Preiswerter kommt mit 15,58 US-Dollar (11,60 Euro) die Dienstagsausgabe der italienischen Tageszeitung "Il Giornale". Sie berichtet unter der Überschrift "Amen" von dem Ereignis.Ebenfalls unter den neuen Angeboten: Ein "Papst-Teddybär" - "brandneu" und "unbenutzt" - von Steiff für 515 US-Dollar (385 Euro) sowie ein Briefmarkensatz aus dem afrikanischen Äquatorial-Guinea zum Besuch von Benedikt XVI. im Heiligen Land im Jahr 2009 für 16 US-Dollar (12 Euro). Der Verkäufer aus Israel teilt mit, er habe noch weitere Papst-Memorabilia im Angebot. Wer folgt auf Papst Benedikt XVI.?Nach der Rücktrittsankündigung von Papst Benedikt XVI. wird weltweit über einen geeigneten Nachfolger und über Reformen an der Spitze der katholischen Kirche diskutiert. Viele wünschen sich einen jüngeren Papst. Der 85-jährige Benedikt hatte Alters- und Gesundheitsgründe für seinen Rückzug genannt. Theologen fordern eine generelle Begrenzung der Amtszeit des Kirchenoberhaupts. Auch über den künftigen Kurs der Kirche zwischen Tradition und Moderne wird gestritten.
Nach den Worten des Kölner Kardinals Joachim Meisner "müsste der neue Papst sicher ein Mann von ähnlich hoher Bildung wie Joseph Ratzinger, mit großer menschlicher Erfahrung und - vor allem - von vitaler Gesundheit sein. Nicht älter als 70", sagte er dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Joseph Ratzinger war 2005 mit 77 Jahren zum Papst gewählt worden - als erster Deutscher seit mehr als 500 Jahren. Bei den Spekulationen über den möglichen Nachfolger ist noch kein Favorit erkennbar. Ein italienischer Papst wird ebenso für möglich gehalten wie - als Zeichen der Öffnung - ein Kirchenoberhaupt aus Afrika, Lateinamerika oder Asien. Reformkräfte fürchten aber, dass der scheidende Papst mit der Ernennung zahlreicher Kardinäle bereits eine Vorentscheidung zur Fortsetzung seines konservativen Kurses getroffen hat.
Mögliche Kandidaten für die Papst-Wahl
Kardinal Angelo Scola
Der 71-jährige Italiener Angelo Scola ist Erzbischof von Mailand. Dieser Posten gilt als Sprungbrett für das Amt des Papstes. Viele Italiener setzen auf den Bioethik-Experten. Als Chef der Stiftung zur Förderung des Verständnisses zwischen Muslimen und Christen kennt er auch den Islam. Er ist allerdings nicht sonderlich beredt, was ihm schaden dürfte, falls die Kardinäle einen Charismatiker an der Spitze der Kirche sehen wollen.
Kulturminister Gianfranco Ravasi
Der 70-jährige Gianfranco Ravasi ist seit 2007 der Kulturminister des Vatikans und vertritt die Kirche in der Welt der Kunst, der Wissenschaft, der Kultur und gegenüber Atheisten. Dieser Lebenslauf könnte ihm schaden, falls die Kardinäle beschließen, dass sie einen erfahrenen Seelsorger als Papst wollen und nicht schon wieder einen Professor.
Kardinal Odilo Scherer
Der 63-jährige Brasilianer Odilo Scherer gilt als stärkster Kandidat aus Lateinamerika. Der Erzbischof von Sao Paolo, der größten Diözese im größten südamerikanischen Land, zählt in seiner Heimat zu den Konservativen, würde andernorts aber als gemäßigt durchgehen. Das rasante Wachstum der protestantischen Kirchen in Brasilien könnte gegen ihn sprechen.
Kardinal Peter Turkson
Der 64-jährige Peter Turkson aus Ghana gilt als aussichtsreichster Kandidat aus Afrika. Als Leiter des vatikanischen Büros für Frieden und Gerechtigkeit ist er das soziale Gewissen der Kirche und plädiert für eine globale Finanzreform. Bei einer vatikanischen Synode zeigte er ein muslimkritisches Video und erregte damit Zweifel daran, wie er zum Islam steht.
Kardinal Leonardo Sandri
Der 69-jährige Argentinier Leonardo Sandri kam als Kind italienischer Eltern in Buenos Aires zur Welt und ist damit ein echter transatlantischer Brückenbauer. Von 2000 bis 2007 hatte er den dritthöchsten Posten der Kirche als Stabschef des Vatikan inne. Er besitzt allerdings keine seelsorgerische Erfahrung und als Aufseher der Kirchen im Osten hat er nicht viel Macht in Rom
Kardinal Marc Ouellet
Der 68-jährige Kanadier Marc Ouellet ist als Leiter der Bischofskongregation so etwas wie der Personalchef im Vatikan. Er sagte einmal, Papst zu werden "wäre ein Alptraum". Obwohl er innerhalb der Kurie gut vernetzt ist, könnte der weitverbreitete Säkularismus in seiner Heimatprovinz Quebec gegen ihn sprechen.



