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Papst Franziskus
Bergoglio - konservativ, bescheiden, volksnah
Video"Bescheiden und reformerisch"
VideoFranziskus: Volksnah und konservativ
VideoWer sind die Jesuiten?
VideoWas hält Argentinien von Franziskus?
Mit Papst Franziskus ist erstmals ein Lateinamerikaner und ein Jesuit Oberhaupt der katholischen Kirche. Der 76-jährige Jorge Mario Bergoglio aus Argentinien gilt als theologisch konservativ, bescheiden und volksnah.
Die rund 1,2 Milliarden Katholiken auf der Welt haben ein neues Oberhaupt: Der 76-jährige Kardinal Jorge Mario Bergoglio aus Argentinien ist am Mittwoch zum neuen Papst und Nachfolger von Benedikt XVI. gewählt worden. Bergoglio war der stärkste Konkurrent von Joseph Ratzinger beim letzten Konklave. Bereits 2005 soll Bergoglio 40 Stimmen erhalten haben, sein Rückzug habe dann die Wahl von Ratzinger mit großer Mehrheit ermöglicht, heißt es. Der Erzbischof von Buenos Aires und Primas wurde auch dieses Mal als einer der Favoriten gehandelt.Der persönliche Lebenswandel Bergoglios gilt als prophetisch: bescheiden, volksnah, ökologisch. Er ist ein typischer Vertreter der kirchlichen Hierarchie in Lateinamerika – sozial engagiert, theologisch aber konservativ. Er liebt nicht die großen Auftritte, gilt als wortkarg und medienscheu. Zur Tagespolitik hält er möglichst Distanz. Trotzdem geißelt er mit klaren Worten soziale Ungerechtigkeit und Korruption."Kardinal der Armen" twittert
Man nennt ihn auch den "Kardinal der Armen"; er nutzt meist öffentliche Verkehrsmittel und verzichtet auf bischöflichen Prunk, besucht Gefängnisse und Armenviertel. Bergoglio ist am Puls der Zeit; nutzt die modernen Medien, um seine Botschaft unters Volk zu bringen – mit einem eigenen Kirchenfernsehen und Twitter.
Links
Die katholische Kirche hat
ein neues Oberhaupt. Der 266. Papst trägt den Namen Franziskus.
Die katholische Kirche hat ein neues Oberhaupt. Der 266. Papst trägt den Namen Franziskus.
Bergoglio kämpfte gegen Homo-Ehe
Bergoglio legte sich mit den Regierungen von Néstor und Cristina Kirchner an und prangerte Korruption und Armut an. Feinde im Regierungslager machte er sich auch mit einer - am Ende erfolglosen - Kampagne gegen die Legalisierung der Homo-Ehe in Argentinien. Bisher vertrat er auch sehr konservative Auffassungen über Sexualmoral, Abtreibung und Kondome. Seit 1998 ist Bergoglio Erzbischof von Buenos Aires, 2001 wurde er zum Kardinal berufen.


