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20.05.2013

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Papst Franziskus

Bergoglio - konservativ, bescheiden, volksnah

  • Video "Bescheiden und reformerisch"
  • Video Franziskus: Volksnah und konservativ
  • Video Wer sind die Jesuiten?
  • Video Was hält Argentinien von Franziskus?
  • Video"Bescheiden und reformerisch"

    Unsere Korrespondentin in Rom, Michaela Pilters glaubt, dass Papst Franziskus sein Jesuiten-Dasein in den Vatikan mitbringen wird: "Seine franziskanische Mentalität - bescheiden und reformerisch".

    (14.03.2013)
    VideoFranziskus: Volksnah und konservativ

    Mit Papst Franziskus sind viele Hoffnungen verbunden. Durch den Argentinier soll die Kirche transparenter werden. Bisher hatte er sich als Kardinal vor allem für soziale Gerechtigkeit eingesetzt.

    (14.03.2013)
    VideoWer sind die Jesuiten?

    Der Jesuiten-Orden wurde vor ca. 500 Jahren gegründet. Jesuiten werden als bescheiden und "tief in der Seelsorge verwurzelt" beschrieben, so Michael Sievernich, Professor der Hochschule Sankt Georgen

    (14.03.2013)
    VideoWas hält Argentinien von Franziskus?

    "Wir sind stolz und glücklich", so Stimmen aus dem Volk. Aber auch Vorwürfe aus Zeiten der Diktatur werden laut. "Er wusste was passiert, aber hat den Mund gehalten ", so Menschenrechtler Parrilli.

    (14.03.2013)

    Mit Papst Franziskus ist erstmals ein Lateinamerikaner und ein Jesuit Oberhaupt der katholischen Kirche. Der 76-jährige Jorge Mario Bergoglio aus Argentinien gilt als theologisch konservativ, bescheiden und volksnah. 

    Die rund 1,2 Milliarden Katholiken auf der Welt haben ein neues Oberhaupt: Der 76-jährige Kardinal Jorge Mario Bergoglio aus Argentinien ist am Mittwoch zum neuen Papst und Nachfolger von Benedikt XVI. gewählt worden. Bergoglio war der stärkste Konkurrent von Joseph Ratzinger beim letzten Konklave. Bereits 2005 soll Bergoglio 40 Stimmen erhalten haben, sein Rückzug habe dann die Wahl von Ratzinger mit großer Mehrheit ermöglicht, heißt es. Der Erzbischof von Buenos Aires und Primas wurde auch dieses Mal als einer der Favoriten gehandelt.

    Der persönliche Lebenswandel Bergoglios gilt als prophetisch: bescheiden, volksnah, ökologisch. Er ist ein typischer Vertreter der kirchlichen Hierarchie in Lateinamerika – sozial engagiert, theologisch aber konservativ. Er liebt nicht die großen Auftritte, gilt als wortkarg und medienscheu. Zur Tagespolitik hält er möglichst Distanz. Trotzdem geißelt er mit klaren Worten soziale Ungerechtigkeit und Korruption.

    "Kardinal der Armen" twittert

    Man nennt ihn auch den "Kardinal der Armen"; er nutzt meist öffentliche Verkehrsmittel und verzichtet auf bischöflichen Prunk, besucht Gefängnisse und Armenviertel. Bergoglio ist am Puls der Zeit; nutzt die modernen Medien, um seine Botschaft unters Volk zu bringen – mit einem eigenen Kirchenfernsehen und Twitter.

    Links

    Die katholische Kirche hat ein neues Oberhaupt. Der 266. Papst trägt den Namen Franziskus.

    1936 wurde Bergoglio als eines von fünf Kindern italienischer Einwanderer in Buenos Aires geboren. Nach dem Diplom als Chemieingenieur entschied er sich, Priester zu werden und trat in den Jesuitenorden ein. Schnell wurde er oberster Jesuit Argentiniens. In seine Amtszeit fiel auch die argentinische Militärdiktatur (1976-1983). Vor einigen Jahren veröffentlichten argentinische Medien Zeugenaussagen von Ordensbrüdern, die ihm vorwarfen, Bergoglio habe sie nicht vor Übergriffen der Machthaber geschützt. Das konnte seine Chancen offenbar nicht schmälern, ebenso wie seine im Jahre 2010 zwischenzeitlich angeschlagene Gesundheit.

    Bergoglio kämpfte gegen Homo-Ehe

    Bergoglio legte sich mit den Regierungen von Néstor und Cristina Kirchner an und prangerte Korruption und Armut an. Feinde im Regierungslager machte er sich auch mit einer - am Ende erfolglosen - Kampagne gegen die Legalisierung der Homo-Ehe in Argentinien. Bisher vertrat er auch sehr konservative Auffassungen über Sexualmoral, Abtreibung und Kondome. Seit 1998 ist Bergoglio Erzbischof von Buenos Aires, 2001 wurde er zum Kardinal berufen.

    13.03.2013, Quelle: ZDF
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