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Bischofskonferenz in Trier
Bischöfe reichen Verantwortung weiter
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Nach Tagen der Beratung erlauben die Bischöfe die "Pille danach". Allerdings nur, wenn eine solche Pille den Eisprung verhindern würde. Dass es die überhaupt gibt, ist unter Medizinern heftig umstritten. Der Bund Katholischer Ärzte zeigt sich geschockt.
Medikamente, die den Tod des Embryos bewirken, dürften weiterhin nicht angewendet werden, teilte die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) mit. Was allerdings in katholischen Krankenhäusern verabreicht werden dürfe, sei eine "Pille danach", die den Eisprung unterbindet. Dass eine solche Pille wirklich zuverlässig funktioniert, ist unter Medizinern aber umstritten. Die zeigen sich entsprechend schockiert, dass die Kirche den Ball an sie weiter spielt.Kurswechsel durch medizinischen FortschrittMit ihrer Entscheidung folgen die Bischöfe der neuen Linie des Kölner Kardinals Joachim Meisner, der die "Pille danach" jüngst in seinem Erzbistum erlaubt hatte. Meisner war vorgeprescht, nachdem die Behandlung einer vergewaltigten Frau von zwei katholischen Krankenhäusern in Köln abgelehnt worden war.
Der Kurswechsel in der katholischen Kirche bei der "Pille danach" sei möglich geworden, weil neue Präparate mit anderen Wirkweisen auf den Markt gekommen seien, teilte die DBK weiter mit. Auf ihrer viertägigen Vollversammlung, die am Donnerstag zu Ende ging, haben die Bischöfe zudem die Weichen für mehr Frauen in kirchlichen Führungsjobs gestellt.
Stichwort: Pille danach
Die "Pille danach" wird auch als Notfallverhütung bezeichnet und kann nach Angaben des Berufsverbands der Frauenärzte bei rascher Einnahme eine Schwangerschaft zu einem hohen Prozentsatz verhindern. Se kann bis zu fünf Tagen nach dem Geschlechtsverkehr eingenommen werden und verhindert den Eisprung, so dass keine Befruchtung stattfinden kann. Sollte der Eisprung bereits erfolgt sein und sich die Eizelle im Eileiter oder in der Gebärmutter befinden, verhindere sie weder deren Befruchtung noch die Einnistung in die Gebärmutter. Nach der Einnistung der befruchteten Eizelle ist sie nicht mehr wirksam.
Demnach greift die "Pille danach" nicht in das Werden eines bereits gezeugten Menschen ein. Die beiden in Deutschland zugelassenen Mittel Levonorgestrel und Ulipristalacetat sind dem Berufsverband zufolge als Verhütungsmittel einzustufen. Mit Arzneimitteln, die zur Ablösung der Gebärmutterschleimhaut und zu einem medikamentösen Schwangerschaftsabbruch eingesetzt werden, seien sie nicht vergleichbar.
Die "Pille danach" ist nicht zu verwechseln mit der Abtreibungspille Mifegyne, die bis zu drei Monaten nach Beginn einer Schwangerschaft eingenommen werden kann. Es handelt sich um Anti-Gestagen, das die Wirkung des natürlichen Schwangerschaftshormons so weit reduziert, dass das Embryo nicht mehr existieren kann. Durch ein zusätzlich gegebenes Hormon namens Prostaglandin wird das Embryo abgestoßen.
Die "Pille danach" wird auch als Notfallverhütung bezeichnet und kann nach Angaben des Berufsverbands der Frauenärzte bei rascher Einnahme eine Schwangerschaft zu einem hohen Prozentsatz verhindern. Se kann bis zu fünf Tagen nach dem Geschlechtsverkehr eingenommen werden und verhindert den Eisprung, so dass keine Befruchtung stattfinden kann. Sollte der Eisprung bereits erfolgt sein und sich die Eizelle im Eileiter oder in der Gebärmutter befinden, verhindere sie weder deren Befruchtung noch die Einnistung in die Gebärmutter. Nach der Einnistung der befruchteten Eizelle ist sie nicht mehr wirksam.
Demnach greift die "Pille danach" nicht in das Werden eines bereits gezeugten Menschen ein. Die beiden in Deutschland zugelassenen Mittel Levonorgestrel und Ulipristalacetat sind dem Berufsverband zufolge als Verhütungsmittel einzustufen. Mit Arzneimitteln, die zur Ablösung der Gebärmutterschleimhaut und zu einem medikamentösen Schwangerschaftsabbruch eingesetzt werden, seien sie nicht vergleichbar.
Die "Pille danach" ist nicht zu verwechseln mit der Abtreibungspille Mifegyne, die bis zu drei Monaten nach Beginn einer Schwangerschaft eingenommen werden kann. Es handelt sich um Anti-Gestagen, das die Wirkung des natürlichen Schwangerschaftshormons so weit reduziert, dass das Embryo nicht mehr existieren kann. Durch ein zusätzlich gegebenes Hormon namens Prostaglandin wird das Embryo abgestoßen.



