- Mainz
- Aachen
- Angermünde
- Arkona
- Augsburg
- Bad Salzuflen
- Bamberg
- Berlin
- Bonn
- Braunschweig
- Bremen
- Bremerhaven
- Celle
- Chemnitz
- Chieming
- Cottbus
- Cuxhaven
- Dortmund
- Dresden
- Düsseldorf
- Eisenach
- Emden
- Erfurt
- Essen
- Frankfurt/Main
- Freiburg
- Freudenstadt
- Garmisch-Partenkirchen
- Gera
- Gießen
- Glücksburg
- Görlitz
- Göttingen
- Greifswald
- Gütersloh
- Halle
- Hamburg
- Hannover
- Helgoland
- Hof
- Ingolstadt
- Kalkar
- Karlsruhe
- Kassel
- Kempten
- Kiel
- Köln
- Konstanz
- Landsberg
- Leipzig
- List/Sylt
- Lübeck
- Lüdenscheid
- Magdeburg
- Mannheim
- Mühldorf
- München
- Münster
- Neuburg/Donau
- Norderney
- Nürnberg
- Oberstdorf
- Öhringen
- Passau
- Plauen
- Potsdam
- Putbus
- Regensburg
- Rostock-Warnemünde
- Saarbrücken
- Schleswig
- Schwerin
- Seehausen
- Straubing
- Stuttgart
- Trier
- Ulm
- Waren
- Weiden
- Westermarkelsdorf
- Wiesbaden
- Wittenberg
- Würzburg
Appell an UN-Sicherheitsrat
Brahimi: "Syrien zerfällt vor aller Augen"
VideoSyrien: Ein Land im Zerfall
VideoReise durch ein zerstörtes Land
VideoAssad fordert Mobilmachung
Während der Bürgerkrieg in Syrien immer blutiger wird, treffen sich rund 60 Staaten, um Geld für die Opfer des Konflikts zu sammeln. Einen Schlüssel zur Lösung der Krise hält der UN-Sicherheitsrat in der Hand, doch der bleibt zerstritten. Vermittler Brahimi rief zum Handeln auf und warnte: "Das Land zerfällt vor aller Augen."
Kurz vor der Geberkonferenz in Kuwait hat der internationale Vermittler im Syrien-Konflikt, Lakhdar Brahimi, ein dramatisches Bild der Entwicklung in dem Land gezeichnet: Der Horror habe ein nie da gewesenes Ausmaß erreicht, sagte der algerische Diplomat nach einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats. "Das Land zerfällt vor aller Augen." Brahimi, der im Auftrag von UN und Arabischer Liga zwischen den Konfliktparteien in Syrien vermitteln soll, forderte den Sicherheitsrat dringend zum Handeln auf.
Die Opfer des Syrien-Konflikts
Mehr als 700.000 Syrer haben in den Nachbarländern Zuflucht gesucht. Die Staaten sind oft an der Grenze der Belastbarkeit. In Syrien selbst sind über vier Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen. Etwa 60.000 Syrer kamen in dem fast zwei Jahre dauernden Bürgerkrieg ums Leben. Laut UNO wurden durch den Konflikt etwa die Hälfte aller Krankenhäuser und ein Viertel der Schulen zerstört.
Mehr als 700.000 Syrer haben in den Nachbarländern Zuflucht gesucht. Die Staaten sind oft an der Grenze der Belastbarkeit. In Syrien selbst sind über vier Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen. Etwa 60.000 Syrer kamen in dem fast zwei Jahre dauernden Bürgerkrieg ums Leben. Laut UNO wurden durch den Konflikt etwa die Hälfte aller Krankenhäuser und ein Viertel der Schulen zerstört.
Syrien
Strategische Lage
Syrien spielt bei den Konflikten des Nahen und Mittleren Ostens eine zentrale Rolle. Seine politische Bedeutung ergibt sich neben seiner militärischen Stärke aus seiner geografischen Lage zwischen der Türkei, dem Irak, Jordanien, Israel und dem Libanon.
Seit März 2011 - im Zuge des arabischen Frühlings - wird Syrien von Protesten gegen das diktatorische Regime von Präsident Baschar al-Assad erschüttert. Weder Waffenembargos noch Bemühungen der Arabischen Liga verhinderten eine Eskalation der Unruhen zu einem Bürgerkrieg. Dessen Ausgang könnte nach Meinung von Experten auch Nachbarländer mit ähnlichen religiösen oder ethnischen Konflikten destabilisieren, zum Beispiel den Irak oder den Libanon.
Geographische Lage
Syrien ist mit 185.000 Quadratkilometern rund halb so groß wie Deutschland. Das Land am Mittelmeer ist von Höhenzügen, dem fruchtbaren Euphrat-Tal und Sandwüsten geprägt. Die an Israel grenzenden Golanhöhen sind von Israel besetzt und besiedelt. Mehr als die Hälfte der 22 Millionen Syrer lebt in Städten, vor allem in Aleppo, Damaskus, Homs und Latakia.
Volks- und Religionsgruppen decken sich nur zum Teil. Fast 90 Prozent der Syrer sind Araber. Dazu kommen sechs Prozent Kurden, zwei Prozent Armenier und andere. Knapp 90 Prozent der Bürger sind Muslime, mehr als zwei Drittel von ihnen Sunniten. 13 Prozent sind Schiiten, Alawiten oder Ismaeliten. Rund zehn Prozent sind Christen.
Politische Lage
Die Familie Assad, die das Land seit rund 40 Jahren beherrscht, gehört zur religiösen Minderheit der Alawiten, aus deren Reihen sich die regimetreuen Schabiha-Milizen rekrutieren. Die Regierung konnte bisher auf die Loyalität der Christen und anderer Minderheiten zählen, die eine Machtübernahme sunnitischer Islamisten fürchten.
Syrien gilt als Polizeistaat, in dem alle Bereiche des öffentlichen Lebens umfassend staatlich kontrolliert werden. Wegen des von 1963 bis vor wenigen Tagen geltenden Ausnahmezustandes sind viele Verfassungs- und Bürgerrechte außer Kraft. Medien sind staatlich kontrolliert, die Staatssicherheit lässt keine Meinungsfreiheit zu.
Wirtschaftliche Lage
Die syrische Wirtschaft basiert vor allem auf der Ausbeutung der Erdöl- und Gasvorräte, der Landwirtschaft (Baumwolle, Obst und Gemüse) und der Textilherstellung.
Die Bevölkerung ist relativ gut gebildet; viele Syrer sprechen neben der Landessprache Arabisch auch Französisch oder Englisch. Einzelne Volksgruppen sprechen auch Aramäisch, Armenisch oder andere Sprachen. Seit Beginn der Revolten versiegt der Zustrom ausländischen Kapitals und die Wirtschaft leidet. Das verschärft Probleme wie die hohe Jugendarbeitslosigkeit.



