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Warmlaufen für die IT-Messe
CeBIT 2013 oder "Teilen ist wichtig"
Sie wissen nicht, was "Shareconomy" ist? Wenn Sie zur Miete wohnen oder ein Auto geliehen haben, haben Sie das Motto der CeBIT 2013 bereits verstanden. Auf der "CeBIT Preview" zeigten IT-Firmen sieben Wochen vor der Messe, was sie zu diesem Thema in petto haben.
Der Markt klassischer Digitalprodukte kollabiert mit atemberaubender Geschwindigkeit: PC-Verkäufe sanken im letzten Jahr weltweit um 5,3 Prozent. Smartphones und Tablets machen MP3-Player, Kameras, Navigationsgeräte und Spielekonsolen weitgehend überflüssig. Auf der Unterhaltungselektronikmesse CES, die vor wenigen Tagen in Las Vegas zu Ende ging, war klar zu sehen: So manches IT-Dickschiff kämpft mit dem Übergang in die neue mobile Ära. Computerhersteller Dell erwägt den Rückzug von der Börse, Sony steckt trotz Umstrukturierung weiter tief in den roten Zahlen. Und sogar der erfolgsverwöhnte Microsoft-Konzern muss kämpfen, um sein neues Betriebssystem Windows 8 am Markt zu platzieren.Ein Motto für UnternehmenNeben Privatkunden gibt es für IT-Hersteller eine weitere Gruppe von Abnehmern: Industrie und Mittelstand. Denen sind schicke PCs ziemlich egal, für sie sind andere Vokabeln wichtig, nämlich "Sparen", "Kostenoptimierung", "Synergie". Da passt das Motto "Shareconomy" der diesjährigen CeBIT nur allzu gut. Wäre man böse, reduziert man die Vokabel auf den Spruch "Teilen ist ganz wichtig", den schon Vierjährige im Kindergarten lernen. Die Wirtschaft will keine teuren Rechenzentren kaufen, sondern Rechenleistung nutzen - also mietet oder teilt man sich das. "Shareconomy" soll nun einen Schritt weitergehen - nur versteht jedes Unternehmen etwas anderes darunter.
CeBit 2012
Die 27. Fachmesse für die IT-Branche findet vom 5. bis 9. März auf dem Hannoveraner Messegelände statt. Sie besteht aus vier Bereichen: Während "CeBIT Pro" und "CeBIT Gov" vor primär IT-Profis ansprechen, findet man auf der "CeBIT lab" neue Technologien. Die "CeBIT life" ist dem "digitalen Lifestyle" gewidmet. Weiterhin gibt es ein umfangreiches Kongressprogramm.
Die 27. Fachmesse für die IT-Branche findet vom 5. bis 9. März auf dem Hannoveraner Messegelände statt. Sie besteht aus vier Bereichen: Während "CeBIT Pro" und "CeBIT Gov" vor primär IT-Profis ansprechen, findet man auf der "CeBIT lab" neue Technologien. Die "CeBIT life" ist dem "digitalen Lifestyle" gewidmet. Weiterhin gibt es ein umfangreiches Kongressprogramm.
Internethoster Strato versteht unter Teilen seine HiDrive, eine Art Festplatte in der Cloud. Damit diese sich noch einfacher bedienen lässt, lässt sie sich nun in Windows 8 via App einbinden und auch vom Smartphone oder Tablet aus verwalten. Und das Berliner Startup "Ezeep" will mobiles Drucken für Firmen einfach, schnell und kostengünstig machen, ohne dass umständlich Drucker konfiguriert und verwaltet werden müssen. Und IT-Dienstleister Datev plant, Personalakten und Lohnzettel in die Cloud zu verlegen - geschützt durch den E-Personalausweis."Shareconomy" lässt sich auch politisch auslegen. Münsters kommunaler IT-Dienstleister Citeq will auf der CeBIT eine Webplattform zeigen, über die sich Mängel in der Kommune (Verkehr, Beleuchtung, Spielplätze usw.) per Smartphone melden lassen.Das Ende vieler GewohnheitenMan sieht: Im diesjährigen CeBIT-Thema steckt Potential. Auch für Privatleute. Die können beispielsweise ihren Wagen über die Carsharing-Plattform "Tamyca" vermieten und sich so ein Zubrot verdienen. Dazu meldet man auf der Website sein Fahrzeug an. Tamyca vermittelt Interessenten, kümmert sich um Bezahlung, Abrechnung und bietet zusätzlich eine Bewertungsplattform.Doch für die neuen Sharing-Modelle müssen viele alte Gewohnheiten weichen. Das kann so weit gehen wie beim IT-Dienstleister Atos, dessen 75.000 Mitarbeiter Ende 2013 komplett auf interne E-Mails verzichten werden. Das E-Mail-Aufkommen in Unternehmen sei nicht mehr wirtschaftlich zu bewältigen; Manager verbrächten mittlerweile zwischen fünf und 20 Stunden pro Woche damit, E-Mails zu schreiben und zu beantworten. Etwa die Hälfte der verschickten Mails seien völlig wertlos, nur 20 Prozent wirklich wichtig. Aus diesem Grund setzt Atos künftig auf Sozial-Media-Plattformen, um die interne Vernetzung und Zusammenarbeit effizienter zu gestalten.
17.01.2013



