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Bomben auf Syrien?
Damaskus: Israel fliegt Luftangriffe
BildFliegt Israel Angriffe auf Syrien?
VideoSyrien: Ein Land im Zerfall
VideoReise durch ein zerstörtes Land
VideoAssad fordert Mobilmachung
Israelische Kampfjets sollen ein militärisches Forschungszentrum nahe Damaskus angegriffen haben - das zumindest vermeldet das syrische Staatsfernsehen. Zuvor soll es bereits einen Angriff auf einen Waffenkonvoi gegeben haben.
Syriens Regime beschuldigt die israelische Luftwaffe, Ziele nahe der Hauptstadt Damaskus bombardiert zu haben. Die Kampfjets hätten am Mittwoch ein Forschungszentrum für militärische Zwecke attackiert, hieß es in einer von syrischen Staatsmedien verbreiteten Erklärung.
Links
Brahimi: Syrien zerfällt
Kreml geht auf Distanz
Der Krieg der Handy-Videos
Eine Reise durch Syrien
Assads Rede
Zuvor hatte es bereits Spekulationen gegeben, Israels Luftwaffe habe einen Waffenkonvoi auf syrischem Territorium an der Grenze zum Libanon angegriffen. Dabei solle es sich möglicherweise um Waffenlieferungen an die Hisbollah gehandelt haben. Aus dem Libanon wurde dies dementiert. "Die Meldungen über einen israelischen Angriff an der syrisch-libanesischen Grenze entbehren jeder Grundlage", meldete die staatliche Nachrichtenagentur NNA .
Die Opfer des Syrien-Konflikts
Mehr als 700.000 Syrer haben in den Nachbarländern Zuflucht gesucht. Die Staaten sind oft an der Grenze der Belastbarkeit. In Syrien selbst sind über vier Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen. Etwa 60.000 Syrer kamen in dem fast zwei Jahre dauernden Bürgerkrieg ums Leben. Laut UNO wurden durch den Konflikt etwa die Hälfte aller Krankenhäuser und ein Viertel der Schulen zerstört.
Mehr als 700.000 Syrer haben in den Nachbarländern Zuflucht gesucht. Die Staaten sind oft an der Grenze der Belastbarkeit. In Syrien selbst sind über vier Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen. Etwa 60.000 Syrer kamen in dem fast zwei Jahre dauernden Bürgerkrieg ums Leben. Laut UNO wurden durch den Konflikt etwa die Hälfte aller Krankenhäuser und ein Viertel der Schulen zerstört.
Syrien
Strategische Lage
Syrien spielt bei den Konflikten des Nahen und Mittleren Ostens eine zentrale Rolle. Seine politische Bedeutung ergibt sich neben seiner militärischen Stärke aus seiner geografischen Lage zwischen der Türkei, dem Irak, Jordanien, Israel und dem Libanon.
Seit März 2011 - im Zuge des arabischen Frühlings - wird Syrien von Protesten gegen das diktatorische Regime von Präsident Baschar al-Assad erschüttert. Weder Waffenembargos noch Bemühungen der Arabischen Liga verhinderten eine Eskalation der Unruhen zu einem Bürgerkrieg. Dessen Ausgang könnte nach Meinung von Experten auch Nachbarländer mit ähnlichen religiösen oder ethnischen Konflikten destabilisieren, zum Beispiel den Irak oder den Libanon.
Geographische Lage
Syrien ist mit 185.000 Quadratkilometern rund halb so groß wie Deutschland. Das Land am Mittelmeer ist von Höhenzügen, dem fruchtbaren Euphrat-Tal und Sandwüsten geprägt. Die an Israel grenzenden Golanhöhen sind von Israel besetzt und besiedelt. Mehr als die Hälfte der 22 Millionen Syrer lebt in Städten, vor allem in Aleppo, Damaskus, Homs und Latakia.
Volks- und Religionsgruppen decken sich nur zum Teil. Fast 90 Prozent der Syrer sind Araber. Dazu kommen sechs Prozent Kurden, zwei Prozent Armenier und andere. Knapp 90 Prozent der Bürger sind Muslime, mehr als zwei Drittel von ihnen Sunniten. 13 Prozent sind Schiiten, Alawiten oder Ismaeliten. Rund zehn Prozent sind Christen.
Politische Lage
Die Familie Assad, die das Land seit rund 40 Jahren beherrscht, gehört zur religiösen Minderheit der Alawiten, aus deren Reihen sich die regimetreuen Schabiha-Milizen rekrutieren. Die Regierung konnte bisher auf die Loyalität der Christen und anderer Minderheiten zählen, die eine Machtübernahme sunnitischer Islamisten fürchten.
Syrien gilt als Polizeistaat, in dem alle Bereiche des öffentlichen Lebens umfassend staatlich kontrolliert werden. Wegen des von 1963 bis vor wenigen Tagen geltenden Ausnahmezustandes sind viele Verfassungs- und Bürgerrechte außer Kraft. Medien sind staatlich kontrolliert, die Staatssicherheit lässt keine Meinungsfreiheit zu.
Wirtschaftliche Lage
Die syrische Wirtschaft basiert vor allem auf der Ausbeutung der Erdöl- und Gasvorräte, der Landwirtschaft (Baumwolle, Obst und Gemüse) und der Textilherstellung.
Die Bevölkerung ist relativ gut gebildet; viele Syrer sprechen neben der Landessprache Arabisch auch Französisch oder Englisch. Einzelne Volksgruppen sprechen auch Aramäisch, Armenisch oder andere Sprachen. Seit Beginn der Revolten versiegt der Zustrom ausländischen Kapitals und die Wirtschaft leidet. Das verschärft Probleme wie die hohe Jugendarbeitslosigkeit.



