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Jahresbilanz der Commerzbank
Das Risiko für den Steuerzahler bleibt
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Für die Commerzbank ist es noch ein langer Weg aus der Krise, das zeigen die aktuellen Geschäftszahlen. Immerhin: Jetzt will das Institut für die Staatshilfe zahlen, die sie in Anspruch nehmen musste. Aber raus ist der Steuerzahler aus dem Risiko noch nicht.
Sie hört es nicht gern, als "Staatsbank" bezeichnet zu werden. Und wenn die Sparkassen ätzen, die staatlich gestützte Commerzbank jage ihnen mit Startguthaben von 50 Euro beim Sparkonto Kunden ab, dann schäumen die aus der "gelben Bank" zurück: "Wer 100 Prozent Staat im Haus hat, sollte den Mund halten."Der Druck wächstDie aktuellen Zahlen der Commerzbank sind nicht gut.
Michael Braun schreibt für heute.de über Wirtschaftsthemen.
Commerzbank: Wunsch und Wirklichkeit
Ziele verfehlt
"Volle Profitabilität" wollte die Commerzbank im Jahre 2012 erreichen. Konkret: Ein operatives Konzernergebnis von vier Milliarden Euro. So stand es in der "Roadmap 2012" aus dem Jahr 2009. Es wurden aber nur 1,2 Milliarden Euro. Die Ziele wurden also verfehlt und auf 2016 verschoben.
Die Gründe
Dauer und Intensität der Finanzkrise seien nicht vorhersehbar gewesen, hat Vorstandschef Martin Blessing im November vorigen Jahres erklärt. Außerdem habe das Privatkundengeschäft zu sehr davon gelebt, dass Kunden ständig Wertpapiere kauften und verkauften. Dabei fielen Provisionen für die Bank ab. Doch die Kunden kauften kaum Wertpapiere, und wenn, dann nicht Aktien, sondern Anleihen. An denen verdienen Banken weniger. Verluste bei Griechenland-Anleihen, anderen Staatspapieren und Schiffsfinanzierungen taten ihr übriges.
Neue Ziele
Jetzt soll also 2016 alles besser sein. Finanzvorstand Stephan Engels will, dass sich das eingesetzte Kapital nach Steuern dann mit mehr als zehn Prozent verzinst. 2012 wird es etwas mehr als null Prozent sein. Denn die Bank ist knapp am Verlust vorbeigeschrammt, hat gerade mal sechs Millionen Euro Gewinn gemacht.



