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Auslandseinsatz

De Maiziere: Bundeswehr in Mali solange wie nötig

  • Video De Maiziere zu Besuch in Mali
  • Video Malis Armee: "Trümmertruppe im Zerfall"
  • Video "Islamisten haben Taktik geändert"
  • VideoDe Maiziere zu Besuch in Mali

    Verteidigungsminister Thomas de Maizière ist in das west-afrikanische Krisenland Mali gereist. Vor dem Beginn des Bundeswehreinsatzes möchte er sich einen Eindruck von der Lage verschaffen.

    (18.03.2013)
    VideoMalis Armee: "Trümmertruppe im Zerfall"

    "Trümmertruppe im Zerfall" so bezeichnet der Chef der europäischen Militärausbilder Malis Armee. Diese ist durch interne Machtkämpfe geschwächt und zerrissen. Die Europäer sollen sie wiedervereinigen.

    (18.02.2013)
    Video"Islamisten haben Taktik geändert"

    Daouda Maiga, UN-Mitarbeiter in Mali, sagt: "Die islamisten haben ihre Taktik geändert. Sie werden versuchen, ihre Kräfte zu sammeln - um dann zurückzuschlagen."

    (14.02.2013)

    Mit der Verlegung der ersten deutschen Sanitätssoldaten beginnt in den kommenden Tagen der Bundeswehr-Einsatz in Mali. Verteidigungsminister de Maizière (CDU) hat das Land am Montag besucht - und seiner Regierung versichert: Die Bundeswehr bleibt solange wie nötig. 

    De Maiziere hatte sich zuvor in Bamako mit dem malischen Übergangspräsidenten Dioncounda Traore getroffen und ihm langfristige Unterstützung bei der Stabilisierung seines Landes zugesichert. Die Bundeswehr werde mit Transportflugzeugen und Militärausbildern helfen, so lange dies nötig sei, sagte der Minister. Ob es bei den von der Europäischen Union vorgesehenen 15 Monaten bleibe, sei davon abhängig, wie nachhaltig der Erfolg sei. Für eine dauerhafte Stabilisierung des Landes seien jedoch auch eine politische Aussöhnung und die Abhaltung von Wahlen nötig, an denen alle Malier teilnehmen können müssten - auch die Flüchtlinge außerhalb des Landes. Die malische Führung hat Wahlen für Juli angekündigt.


    Mandat für bis zu 330 Bundeswehr-Soldaten

    Insgesamt kann die Bundeswehr in der Region bis zu 330 Soldaten einsetzen. Einerseits als Teil der EU-Ausbildungsmission in Mali selbst, zum anderen hat die Bundeswehr in der senegalesischen Hauptstadt Dakar knapp 90 Soldaten mit drei Transall-Transportmaschinen und einem Airbus-Tankflugzeug stationiert, um den Einsatz der westafrikanischen Soldaten in Mali logistisch zu unterstützen.

    Die Sanitäter und Ärzte werden als erste deutsche Soldaten im Rahmen der EU-Mission in die Kaserne in dem Städtchen Koulikoro einziehen, wo die Ausbildung der malischen Soldaten stattfinden soll. Das kündigte Bundesverteidigungsminister Thomas de Maiziere (CDU) bei seinem Besuch des Camps etwa 65 Kilometer entfernt von der malischen Hauptstadt Bamako an. Der Kommandeur des EU-Einsatzes, der französische General Francois Lecointre, nannte die Sicherheitslage in der Region gut. "Ich bin sicher, dass hier in Koulikoro kein Sicherheitsrisiko besteht, dass bewaffnete Dschihadisten eindringen könnten", betonte er.


    Bundeswehr will Pioniere schulen

    Die EU will ab April in Koulikoro vier Bataillone malischer Soldaten ausbilden. Momentan wird in dem Camp eine Zeltstadt als Unterkunft für die malischen Soldaten errichtet. Die Bundeswehr will sich auf die Schulung von Pionieren konzentrieren: Sie werden benötigt, um von den Islamisten im Norden zurückgelassene Minen und Munition zu entschärfen sowie beim Aufbau der Infrastruktur zu helfen. Zudem stellt die Bundeswehr die Sanitäter und Ärzte für den EU-Einsatz. Lecointre sagte, im April erwarte er ein erstes Bataillon mit 650 bis 700 malischen Soldaten zur Ausbildung.


    Die Vereinten Nationen erwägen unterdessen die Entsendung einer 10.000 Mann starken Friedenstruppe in die frühere französische Kolonie. Sie soll dort noch vor den für Juli geplanten Präsidenten- und Parlamentswahlen stationiert werden und den Frieden nach dem Abzug der französischen Truppen sichern. Frankreich hatte im Januar eine Boden- und Luftoffensive gegen die Islamisten gestartet, die zwei Drittel des Landes unter ihre Kontrolle gebracht hatten. Im April will das Land mit dem Abzug seiner 4.000 Soldaten aus Mali beginnen. Dann soll die afrikanische Truppe Afisma übernehmen, die später die UN-Truppe bilden könnte. Afisma umfasst rund 6.000 Soldaten zum Großteil aus Westafrika, darunter etwa 2.000 Soldaten aus dem Tschad.

    18.03.2013, Quelle: rtr
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