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Fahrzeit gut nutzen

Dem Pendeln einen Sinn geben

  • Video Phänomen Pendeln
  • VideoPhänomen Pendeln

    1,5 Millionen Menschen haben einen Arbeitsweg von 50 km und mehr. Sie verbringen Stunden im Zug, im Bus oder im Auto. Aber wie pendelt so, dass der Weg zur Arbeit keine verschwendete Lebenszeit ist?

    (31.12.2012)

     von Kerstin Deppe

    Mehr als eine Stunde zur Arbeit fahren: Das ist für viele normaler Joballtag. Etwa 1,5 Millionen Menschen müssen mehr als 50 Kilometer pro Strecke pendeln und verbringen so viel Zeit im Auto oder in der Bahn. Damit das nicht zur Belastung wird, sollte die Pendelzeit gut genutzt werden. 

    Mehr Flexibilität, mehr Mobilität: Der Weg, den Pendler von der Wohnung zur Arbeitsstelle zurücklegen, wird immer länger. 1999 betrug die durchschnittliche Distanz 14,6 Kilometer, zehn Jahre später waren es fast 17 Kilometer. Etwa zehn Prozent der Berufspendler sind so genannte Fernpendler; sie brauchen für eine einfache Strecke eine Stunde oder länger.

    Ein Umzug kommt für die meisten dennoch nicht in Frage: "Es gibt verschiedenste Gründe, warum Menschen lange Anfahrtswege zur Arbeit in Kauf nehmen", sagt Thomas Rigotti, Arbeitspsychologe an der Universität Leipzig. "Bei den einen ist es das Eigenheim vor den Toren der Stadt, bei den anderen der Beruf des Partners oder der Partnerin oder Kinder, die am Wohnort zur Schule gehen."

    Stoßzeiten vermeiden

    Doch auch wenn das Pendeln eine bewusste Entscheidung ist: Die vielen Stunden im Auto oder in der Bahn kosten Zeit und Kraft. Deshalb ist es wichtig, Strategien zu entwickeln, mit denen der Stressfaktor auf ein Minimum reduziert wird – und die Pendelzeit sinnvoll zu nutzen.

    Tipps zum besseren Pendeln

    Schöner pendeln: Der Schweizer Tagesanzeiger verrät, wie man in der Bahn einen Sitzplatz ergattert und seinen Coolnessfaktor erhöht. Auch bei der FAZ und beim Tagesspiegel gibt es Tipps für's bessere Pendeln.

    Gib dem Pendeln einen Sinn! Wer seine Zeit im Zug nicht sinnvoll nutzt wird müde, dick und krank, sagt der Karriere-Spiegel. Grundlage dafür ist der aktuelle Fehlzeiten-Report der AOK.

    Vernetzte Pendler reisen besser: Das ist das Ergebnis einer Studie der New Cities Foundation.

    Wer auf dem Weg zur Arbeit ewig im Stau steht und unter Zeitdruck gerät kommt schon gestresst am Arbeitsplatz an. Wenn es irgendwie geht, sollte man den Berufsverkehr meiden und außerhalb der Stoßzeiten fahren. Das gilt vor allem für Pendler, die mit dem Auto unterwegs sind, aber auch für Bahnreisende, die keine Lust haben, sich in überfüllte Züge zu quetschen und jedes Mal neu um einen Sitzplatz zu kämpfen. Wer kann, sollte mit dem Chef Gleitzeit vereinbaren oder sich für Schichten einteilen lassen, die außerhalb der klassischen Kernarbeitszeit liegen.

    Direktverbindungen wählen

    Bahnpendler fahren entspannter, wenn sie möglichst wenig umsteigen müssen – auch wenn eine Direktverbindung eventuell eine längere Fahrtzeit bedeutet. Jedes Umsteigen kostet Aufmerksamkeit und birgt die Gefahr, den Anschluss zu verpassen – und dadurch in Stress zu geraten.  

    Ein großer Stressfaktor beim Pendeln ist das Gefühl, seine Zeit sinnlos zu vergeuden. Doch das muss nicht sein: Wer unterwegs Dinge tut, die ihm Spaß machen und mit denen er sich auch in seiner Freizeit beschäftigt, kommt entspannter und zufriedener an. Mehr Möglichkeiten hierfür bietet die Bahn: Hier kann man unterwegs Filme schauen, lesen oder auch mal ein Nickerchen machen. Doch auch im Auto kann man telefonieren, Musik oder ein Hörbuch hören und versuchen, bewusst abzuschalten.

    Unterwegs Arbeiten erledigen

    Die Pendelzeit lässt sich auch nutzen, um Arbeit wegzuschaffen. Im Zug kann man  Telefonate erledigen, E-Mails checken oder am Computer arbeiten. So wird die Fahrtzeit zur sinnvoll genutzten Arbeitszeit – und nach Feierabend bleibt mehr freie Zeit übrig.

    03.01.2013
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