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Tablet-PCs

Der Siegeszug der digitalen Surfbretter

  • Bild Tablets: Beliebte Alleskönner
  • Video Mini-Tablets im Test
  • Video WISO-Tipp: Mobile Computer im Vergleich
  • Video Gefahr durch Apps bei Android
  • BildBild
    Tablet-Computer
    VideoMini-Tablets im Test

    Die Mini-Tablets sind im Kommen. Wir vergleichen das iPad mini mit Google Nexus 7 und Amazons Kindle Fire HD.

    (05.11.2012)
    VideoWISO-Tipp: Mobile Computer im Vergleich

    Computer für unterwegs: Nicht zu groß, nicht zu schwer. Schon länger gibt es dafür Tablet-PCs oder Netbooks. Neue Konkurrenz bekommen sie durch das Ultrabook.

    (27.08.2012)
    VideoGefahr durch Apps bei Android

    Sie wollen fleißige Helferlein sein, die Apps für Tablet-Computer und Mobiltelefone. Aber manchmal stecken Schnüffler und Geldvernichter unter der Oberfläche.

    (12.11.2012)

     von Alfred Krüger

    Handlich, leicht, leistungsfähig: Immer mehr User surfen, twittern oder shoppen per Tablet-PC. Auch Zeitungsverleger wittern Morgenluft und bieten kostenpflichtige Apps an. Schlechte Prognosen für E-Book-Reader: Tablets verdrängen sie vom Markt. 

    Alfred Krüger / Quelle: Alfred Krüger

    Alfred Krüger schreibt für heute.de über Themen aus der Netzkultur
    Quelle: Alfred Krüger

    Die Erfolgsgeschichte des Tablet-PCs begann mit einem Fehlstart. Einer der ersten tragbaren Flachcomputer mit berührungsempfindlichem Bildschirm kam bereits 1993 auf den Markt. Doch das "Newton Message Pad" aus dem Hause Apple floppte. Kaum jemand interessierte sich für das technisch unausgereifte Gerät.

    "Tablets haben sich etabliert"
    Knapp 20 Jahre später ist der Siegeszug der mobilen Alleskönner nicht mehr aufzuhalten. Der IT-Branchenverband Bitkom schätzt, dass 2012 allein in Deutschland rund 3,2 Millionen digitale Flachmänner einen Käufer fanden. "Seit der Einführung der ersten kommerziell erfolgreichen Geräte im Jahr 2010 haben sich Tablet-Computer innerhalb kurzer Zeit auf dem Markt etabliert", so Bitkom-Präsident Dieter Kempf.

    Die Vorteile der neuen Geräteklasse liegen auf der Hand. iPad und Co. sind leicht und leistungsfähig sowie per Touchscreen einfach zu bedienen. Laut Bundesverband Digitale Wirtschaft surft bereits jeder Neunte per Tablet-PC durchs Netz. Besonders beliebt sind die digitalen Surfbretter offenbar bei den 30- bis 44-Jährigen. In dieser Altersgruppe nennt jeder Fünfte ein Tablet sein Eigen – mit steigender Tendenz auch in den anderen Altersgruppen.

    Mit dem zweiten Bildschirm auf der Couch
    Links
    Google-Studie: Tablet-Nutzung
    Das ZDF ist für Inhalte externer Internetseiten nicht verantwortlich
    Wofür braucht man ein Tablet? Wo und wann wird es genutzt? Suchmaschinenprimus Google wollte es genauer wissen und hat bei Nutzern nachgefragt. Wenig überraschend: Die meisten User nutzen ihr Tablet für Tätigkeiten, die sie sonst per Laptop oder am PC erledigen würden: E-Mails checken, shoppen, spielen, twittern oder recherchieren. Daneben werden am Tablet-PC Bücher und Zeitschriften gelesen, Videos geschaut und Musik gehört.

    Viele Tablet-Besitzer surfen bei laufendem Fernseher zuhause auf der Couch, heißt es in der Google-Studie. Eine Untersuchung der Darmstädter Unternehmensberatung Anywab bestätigt diesen Trend. Danach verwenden viele Nutzer Smartphones, Laptops und Tablets, um Informationen abzurufen, "die in direktem Bezug" zu TV-Inhalten stehen. Immer mehr Nutzer tauschen sich zudem per Facebook oder Twitter über laufende Sendungen aus. Experten sprechen vom Mobilgerät als "Second Screen", dem "zweiten Bildschirm".

    Sicherer Umgang mit Tablet-PCs

    Kriminelle nehmen Android-Tablets ins Visier

    iPad und Co. im Höhenflug: 2012 wurden weltweit mehr als 122 Millionen Tablet-PCs verkauft. Für 2013 wird mit über 170 Millionen verkaufter Geräte gerechnet. Damit werden die mobilen Alleskönner auch für Kriminelle attraktiv.

    Tablet-PCs sind vollwertige Computer und können sich im Prinzip ebenso wie Desktop-Rechner oder Laptops mit Schadprogrammen infizieren. Deren Zahl werde 2013 rapide steigen, melden Antivirenfirmen. Besonders betroffen sind Tablets mit Android-Betriebssystem.

    Das Android-"Ökosystem" erfülle für Kriminelle alle Kriterien, warnt die russische Antivirenfirma Kaspersky. "Es ist weit verbreitet, man kann problemlos Anwendungen für dieses Betriebssystem entwickeln, und die Nutzer des Systems können sich Programme (…) aus jeder Ecke des Internets herunterladen."

    Apps nur aus sicheren Quellen laden

    Anders als beim offenen Android-Betriebssystem ist bei Apple der Download von Apps nur aus einer einzigen Quelle gestattet: dem unternehmenseigenen App Store. iPad-Besitzer unterliegen dadurch einem geringeren Sicherheitsrisiko. Bevor eine App zum Download freigegeben wird, wird sie auf Bits und Bytes geprüft. Schädliche Apps gelangen nur sehr selten in den App Store.

    Kontrollen gibt es auch bei Google Play, der offiziellen Download-Plattform für Android-Apps. Ein Schadprogramm-Scanner namens Bouncer durchsucht das Angebot automatisch nach schädlichen Apps. Experten raten, Apps nur aus offiziellen Quellen zu laden und obskure Angebote zu meiden. Das gilt auch für Tablets mit Microsofts Betriebssystem Windows 8.

    Vorsicht, neugierige Apps!

    Standortdaten, Adressbücher, Gerätenummern: Viele Apps geben mehr über den Nutzer preis, als diesem lieb sein dürfte. Meist gehen die gesammelten Informationen nicht an den Hersteller der App, sondern zum Beispiel an ein Werbenetzwerk oder an einen professionellen Nutzungsauswerter wie das US-Unternehmen Flurry. Hier werden die Daten gesammelt und zu Profilen verknüpft. Anschließend werden sie verkauft und für personalisierte Werbung benutzt, sagen Datenschützer.

    Bei der Installation einer App sollte man deshalb genau darauf achten, welche Zugriffsrechte diese App verlangt. So benötigt etwa eine Spiele-App keinen Zugriff auf das persönliche Adressbuch. Im Zweifel sollte man auf neugierige Apps verzichten.

    Schutzprogramme installieren

    Umfragen zufolge haben bisher nur fünf Prozent der Tablet-Besitzer auf ihren Geräten Schutzprogramme installiert. Dabei bietet die Sicherheitsbranche über die offiziellen Download-Plattformen eine Reihe kostenpflichtiger und kostenloser Apps an, die vor Netzangriffen und schädlichen Programmen schützen sollen.

    Gute Schutzprogramme enthalten zudem Funktionen, die bei Verlust oder Diebstahl eines Tablets nützlich sind – so etwa Ortungsfunktionen, die Möglichkeit zum ferngesteuerten Sperren eines Tablets oder die Fernlöschung aller Daten. Einige Apps fertigen unbemerkt Fotos des aktuellen Tablet-Nutzers an und schicken sie an den eigentlichen Besitzer des Geräts. Sie warnen zudem vor gefährlichen Links, die per E-Mail, über soziale Netzwerke oder QR-Codes in die Geräte kommen.

    Vor unbefugtem Zugriff schützen

    Persönliche Daten, E-Mails, Fotos – wer nicht möchte, dass jeder darauf Zugriff hat, sollte sein Tablet mit einem Passwort schützen. Beim iPad kann man die ins Betriebssystem integrierte Code-Sperre nutzen. Ist sie aktiv, startet das Gerät nur dann, wenn man den richtigen Code eingibt. Voreingestellt ist ein Code aus vier Ziffern. Sicherer ist ein mehrstelliges Passwort, das aus Ziffern und Buchstaben besteht.

    Entsprechendes gilt für Android-Geräte. Hier sollte die Bildschirmsperre aktiviert werden. Um den Bildschirm freizugeben, kann man auch ein Entsperrmuster verwenden. Dadurch lässt sich der Bildschirm einfacher und bequemer als durch die Passworteingabe entsperren. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann die Dateien auf seinem Tablet auch verschlüsseln.

    Vorsicht bei öffentlichen WLANs

    Ob Bahnhof, Flughafen oder Café – an vielen Orten gibt es mittlerweile freies WLAN, in das man sich ohne Passwort einloggen kann. Bei der Nutzung eines ungeschützten WLANs ist immer Vorsicht geboten. Der Datenverkehr kann von Unbekannten ohne großen Aufwand mitgeschnitten werden.

    Nur mal eben schnell die E-Mails checken, und schon können die Zugangsdaten gestohlen sein. Probleme gibt es insbesondere dann, wenn die aufgerufenen Webseiten nicht über eine sichere Verbindung (erkennbar am Adresspräfix "https"), sondern über eine herkömmliche Verbindung mit dem Präfix "http" erreichbar sind.

    Verleger setzen auf Apps
    Deutschlands Verleger setzen in Tablet-Computer große Hoffnungen. Denn anders als der durchschnittliche PC- und Laptop-Nutzer sind viele Tablet-Besitzer offenbar bereit, für Inhalte aus dem Internet zu zahlen. Viele Zeitungen und Zeitschriften gibt es deshalb mittlerweile auch als kostenpflichtige E-Paper oder Apps für Smartphones und Tablets.

    Laut Allensbacher Computer- und Technik-Analyse würde jeder fünfte Tablet-Nutzer für eine Zeitungs-App auch in die Tasche greifen. Sieben Prozent haben eine solche App schon abonniert. Die Erwartungen der Branche sind dementsprechend hoch. Doch Zeitungs-Apps sind auch auf iPad und Co. keine Selbstgänger, wie das gescheiterte App-Projekt "The Daily" zeigt.

    iPad-Zeitung "The Daily" eingestellt
    Links
    Allensbacher Analyse
    Das ZDF ist für Inhalte externer Internetseiten nicht verantwortlich
    "The Daily", ein Projekt des Medien-Moguls Rupert Murdoch, war die erste und bisher einzige Tageszeitung, die von einer selbstständigen Redaktion ausschließlich für das iPad produziert wurde. Sie hat nur 22 Monate durchgehalten. Mitte Dezember war Schluss. Das Projekt wurde beerdigt. Abonnentenzahlen und Werbeeinnahmen waren weit hinter den hochgesteckten Erwartungen des Murdoch-Konzerns zurückgeblieben.

    Sorgen müssen sich auch die Hersteller von E-Book-Readern machen. Deren Umsätze seien laut Marktforschungsfirma iSuppli 2012 als Folge des Tablet-Booms weltweit um satte 36 Prozent eingebrochen. Tablet-PCs seien eben vielseitiger verwendbar und würden zudem immer billiger, so die Begründung. Deshalb sei es kein Wunder, wenn die handlichen Alleskönner von Apple und Co. die nur zum Lesen geeigneten E-Book-Reader zunehmend vom Markt verdrängen.

    28.12.2012
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