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Nach Amoklauf an US-Schule
Deutsche Schulen sehen sich gut gerüstet
VideoSicherheit an deutschen Schulen
VideoPsychologe: Werden damit leben müssen
VideoObama schweigt zu Waffengesetzen
VideoNewtown: Bewegende Rede eines Vaters
"Müssen wohl mit Amokläufen leben"
Lassen sich Amokläufe wie der in Newton verhindern? Nein, sagt Psychologe Rudolf Egg im ZDF. Mit solchen Tragödien müsse man wohl leben. In den USA ist die Diskussion ums Waffenrecht entbrannt, US-Präsident Obama kündigt Härte an - ohne konkret zu werden. "Schul-Amokläufer sind eher ruhige, depressive Personen, die ihre Gefühle irgendwann in Form von Hass nach außen tragen", sagt der Psychologe Rudolf Egg im ZDF heute-journal. In gewisser Weise müsse man - mehr in den USA als in Europa - mit Amokläufen wie dem in Newtown leben müssen, sagt Egg. Man könne aber etwas dagegen tun. So beobachteten in Deutschland Krisenteams - als Reaktion auf die Amokläufe von Erfurt und Winnenden - Problemschüler. Das könne aber nur dann helfen, wenn der potentielle Täter auch Schüler der Schule sei. Aber: "Man kann potentielle Amokläufer nicht im Vorfeld herausfiltern, weil es kein klares Täterprofil gibt", sagt Egg im Gespräch mit Moderator Claus Kleber.Mehr Waffen keine LösungDie jetzt wieder entflammte Diskussion über die Waffengesetze in den USA zeige die Schwierigkeit, Maßnahmen gegen solche Taten zu finden. So werde in die USA die Diskussion anders geführt als in Deutschland. In den USA "herrscht ein anderes Verständnis von Freiheit, jeder muss sich selber schützen können." So erkläre sich auch der Ruf nach mehr Waffen und das Argument, dass bewaffnete Lehrer sich gegen den Amokläufer hätten schützen können."Durch mit noch mehr Waffen kann man das Problem nicht in den Griff bekommen", sagt Egg. Amokläufer stellten sich dann darauf ein und kämen eventuell mit Bomben in Schulen.Republikaner fordert mehr WaffenIn den USA ist die Diskussion um das Waffenrecht inzwischen voll entbrannt. Während demokratische Senatoren eine Verschärfung der Gesetze forderten, sprach sich ein republikanischer Abgeordneter für einfacheren Zugang zu Waffen aus. Mehr Waffen hätten eine Bluttat wie in Newtown verhindern können, sagte Louie Gohmert in der Fernsehsendung "Fox News Sunday". "Alle Massenmorde mit mehr als drei Toten in der letzten Zeit fanden an Orten statt, wo Waffen verboten waren", sagte der republikanische Abgeordnete aus Texas. "Sie suchen sich diese Orte aus. Sie wissen, dass niemand bewaffnet sein wird."
Recht auf Schusswaffen
Das Recht auf Besitz und Tragen einer Waffe regelt grundsätzlich der zweite Verfassungszusatz (Second Amendment): In der Verfassung der USA heißt es in einer 1791 hinzugefügten Klausel: "Da eine wohlorganisierte Miliz für die Sicherheit eines freien Staates notwendig ist, darf das Recht des Volkes, Waffen zu besitzen und zu tragen, nicht beeinträchtigt werden." Demnach ist nach heutiger Auffassung von Politiker und Juristen das fast uneingeschränkte Recht gewährt, Schusswaffen zu besitzen.
Das Recht auf Besitz und Tragen einer Waffe regelt grundsätzlich der zweite Verfassungszusatz (Second Amendment): In der Verfassung der USA heißt es in einer 1791 hinzugefügten Klausel: "Da eine wohlorganisierte Miliz für die Sicherheit eines freien Staates notwendig ist, darf das Recht des Volkes, Waffen zu besitzen und zu tragen, nicht beeinträchtigt werden." Demnach ist nach heutiger Auffassung von Politiker und Juristen das fast uneingeschränkte Recht gewährt, Schusswaffen zu besitzen.
Amokläufe in Schulen - dramatische Fälle
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Dunblane, 13. März 1996: Offenbar aus Rache für seine Ausgrenzung als Jugendbetreuer richtet ein 43 Jahre alter Arbeitsloser in einer Grundschule im schottischen Dunblane ein Massaker an. Er erschießt 16 Kinder im Alter von fünf bis sechs Jahren sowie ihre Lehrerin in der Turnhalle. Dann tötet er sich selbst.
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Littleton, April 1999: In der Columbine High School im US-Staat Colorado töten zwei mit Gewehren bewaffnete US-Schüler im Alter von 17 und 18 Jahren zwölf ihrer Mitschüler und einen Lehrer. Dann erschießen sie sich selbst. Nach dem Blutbad entdeckt die Polizei mehr als 30 Bomben, mit denen offenbar das Schulgebäude gesprengt werden sollte.
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Erfurt, April 2002: Am Erfurter Gutenberg-Gymnasium richtet ein 19-Jähriger ein Blutbad an. Er erschießt zwölf Lehrer, zwei Schüler, die Sekretärin und einen Polizisten. Dann tötet sich der Amokläufer selbst. Er war der Schule verwiesen worden.
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Minnesota, März 2005: In einem Indianerreservat im US-Bundesstaat Minnesota tötet ein 16-Jähriger an seiner High School fünf Schüler, eine Lehrerin und einen Sicherheitsbeamten. Dann bringt er sich selbst um. Zuvor hatte er seinen Großvater und dessen Lebensgefährtin erschossen. Der Täter hatte Kontakte zur Neonazi-Szene.
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Tuusula, November 2007: Ein 18 Jahre alter Abiturient erschießt in einem Schulzentrum der finnischen Ortschaft sechs Mitschüler, eine Krankenschwester und die Schulleiterin. Dann tötet er sich mit einem Kopfschuss.
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Kauhajoki, September 2008: Ein Amokläufer stürmt in der westfinnischen Kleinstadt in eine Berufsschule. Er tötet neun Mitschüler sowie einen Lehrer. Danach legt der 22-jährige Waffennarr Feuer und erschießt sich. Er hatte die Tat im Internet angekündigt.
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Winnenden, März 2009: In seiner früheren Realschule in Winnenden bei Stuttgart und auf der Flucht erschießt ein 17-Jähriger 15 Menschen und sich selbst. Die Waffe hat er seinem Vater entwendet, einem Sportschützen.
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Provinz Fujian, März 2010: Ein ehemaliger Arzt ersticht acht Kinder an einer chinesischen Grundschule. Der psychisch gestörte Mann hatte zuvor seinen Arbeitsplatz verloren.
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Rio de Janeiro, April 2011: In der brasilianischen Metropole ermordet ein offenbar geistig verwirrter 23-Jähriger zwölf Schüler und tötet sich dann selbst. Für seine Beerdigung hat er zuvor genaue Anweisungen verfasst.
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Oakland, April 2012: An einem christlichen Privatcollege in Kalifornien erschießt ein ehemaliger Student sieben Menschen. Dann stellt er sich der Polizei. Grund für die Tat: Wut auf seine Mitschüler und eine Angestellte.
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Newton, Dezember 2012: Beim bisher schlimmsten Amoklauf an einer US-Schule kommen in Newtown im Bundesstaat Connecticut 27 Menschen ums Leben - darunter 20 Kinder. Der Schütze tötet sich nach dem Blutbad selbst.



