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Ramsauer im Irak
Deutsche Wirtschaft hofft auf Milliarden am Tigris
BildZerstörungen im Irak
VideoIslamisten bedrohen Jugendkultur
Verkehrsminister Ramsauer ist im Irak - mit einem ganzen Flugzeug voller Unternehmer. Das zerstörte Land braucht Stromnetze, Wasserleitungen, Wohnungen, Schienen, Straßen. Deutsche Firmen wittern die Chance ihres Lebens, und Ramsauer soll dafür die Türen aufstoßen.
Der Anflug auf Bagdad hat gerade begonnen, da stürmt plötzlich alles auf die rechte Seite des Flugzeugs. Auch der Verkehrsminister drückt seine Nase an das Kabinenfenster. Wo sich der Tigris zu einem See weitet, beleuchtet tiefrotes Abendlicht gerade den imposanten Staudamm von Mosul im Norden des Irak. Neben Peter Ramsauer sitzt Thomas Bauer und zeigt auf den Ort, der das Projekt seines Lebens werden soll. Der bayerische Bauunternehmer kämpft im Irak um den Milliarden-Auftrag zur Sanierung des Staudamms. "Der größte Auftrag, den es je im Tiefbau gegeben hat", sagt Bauer mit leuchtenden Augen. Der Verkehrsminister soll ihm dabei ein paar Türen öffnen.Irak in einer neuen PhasePeter Ramsauer fliegt zum ersten Mal in seinem Leben in den Irak und kommt aus dem Staunen nicht mehr raus: ein ganzes Flugzeug voll Unternehmer ist mit ihm geflogen. "Das Interesse in der Wirtschaft war atemberaubend groß", sagt der CSU-Politiker. Überhaupt sei die Reisetätigkeit deutscher Unternehmen in den Irak gestiegen. Bei einer Irak-Reise des ehemaligen Wirtschaftsministers Michael Glos vor fünf Jahren seien es gerade mal drei Unternehmen gewesen, die samt Minister in den Irak wollten.Dass es diesmal über 50 sind, sagt viel über die neue Phase, in der sich der Irak gerade befindet. Zwar säumen noch immer meterhohe Betonmauern die Einfallstraßen von Bagdad, muten Kontrollen, Sicherheitschecks und eingeschränkte Bewegungsfreiheit gespenstisch an: es ist kein Vergleich zum gefährlichen Chaos, das nach dem Sturz Saddams 2003 und noch viele Jahre danach herrschte.


