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Schere zwischen Arm und Reich
"Deutschland droht eine Existenzkrise"
InfografikSo sind Arm und Reich verteilt
VideoInterview mit Hans-Ulrich Wehler
VideoArmutsbericht: Geschönt oder Realität?
Geht die Schere zwischen Arm und Reich weiter auseinander? Die Bundesregierung sieht das in ihrem neuen Armuts- und Reichtumsbericht nicht so. Der renommierte Sozialhistoriker Hans-Ulrich Wehler schlägt jedoch Alarm: "Dem Land droht eine Existenzkrise", sagt er im ZDF-Interview.
Links
Zahlen des DIW
Das ZDF ist für Inhalte externer Internetseiten nicht verantwortlich
Mittelschicht schrumpft
Das Vermögen aller anderen Bevölkerungsschichten sank hingegen – zum Teil deutlich. Das DIW stellt zudem fest, dass die Mittelschicht in den Jahren 1997 bis 2010 um 5,7 Millionen Menschen zurückgegangen ist und dass das Armutsrisiko im vergleichbaren Zeitraum um ganze 44 Prozent zugenommen hat.Mit anderen Worten: Die ärmere Hälfte der Deutschen besitzt nur ein Prozent des gesamten Vermögens und lebt nach Meinung des Kölner Wirtschaftsprofessors Christoph Butterwegge "von der Hand in den Mund."
Hans-Ulrich Wehler; das Interview können Sie als Video (oben im Menü) sehen
Quelle: ZDF
Quelle: ZDF
"Das ist Turbokapitalismus"
Der renommierte Sozialhistoriker Hans-Ulrich Wehler schlägt angesichts dieser Kennzahlen Alarm: "Ich nenne das Turbokapitalismus". Im ZDF-Interview greift er die Selbstbedienungsmentalität der Manager scharf an: "Ich kenne keine andere Berufsklasse in der neueren westlichen Geschichte, die sich mit einer solchen Habgier bei den Unternehmenseinkünften hervorgetan hat." Während die Vorständer der DAX-Unternehmen vor rund 20 Jahren ungefähr das 20-fache eines Arbeitnehmers verdient hätte, liege das Verhältnis heute bei 200:1.
Buch
Hans-Ulrich Wehler ist Autor des neu erschienenen Buches: Die neue Umverteilung: Soziale Ungleichheit in Deutschland. Das Werk ist erschienen bei C.H.Beck.
Hans-Ulrich Wehler ist Autor des neu erschienenen Buches: Die neue Umverteilung: Soziale Ungleichheit in Deutschland. Das Werk ist erschienen bei C.H.Beck.



