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Motion Comics
Die Brücke zwischen Bilderbuch und Blockbuster
VideoMotion Comic ZDF-Dreiteiler
VideoZDF-Dreiteiler gegen das Verschweigen
Motion Comics gelangen dank des Internets zu neuer Popularität. Auch zum ZDF-Dreiteiler "Unsere Mütter, unsere Väter" gibt es eine Online-Animation, die das Leben der Hauptfiguren vor der Handlung der eigentlichen Miniserie visualisiert.
Die Idee ist nicht neu und war eigentlich aus der Not geboren: In den 60er Jahren wollte der Verlag Marvel die Nachfrage nach Comics mit billigen Zeichentrickserien anheizen, die eigentlich nur aus Standbildern zusammengesetzt waren, unterlegt mit kruden Toneffekten, Dialogen und gelegentlichen Animationseffekten. Das Ergebnis: eine Art bewegtes Comicheft. Zur gleichen Zeit theoretisierte Science-Fiction-Kultautor Philip K. Dick in seiner Fortsetzungsgeschichte "Project Ploughshare" über die Möglichkeiten von Motion Comics.Eine Idee wird neu entdeckt
Da sich gedruckte Comics nicht bewegen können und Fernsehen keine Interaktion erlaubt, brauchte es 20 Jahre und die Entwicklung von PCs, um der neuen Erzählform wirklich Schub zu geben. Mitte der 90er war es wieder der Marvel-Verlag, der eine Reihe von Comics auf CD-Rom herausbrachte, die im Gegensatz zu den Papierexemplaren mit Sounds und Dialogen aufwarten konnten.Dann kam das Internet – und mit ihm die Möglichkeit, animierte Bilder ohne den Umweg über die Matt- oder die Silberscheibe zu konsumieren: in monatlichen Folgen, zu geringen Kosten, ohne weltweiten physischen Vertrieb. Naturgemäß wurden erst einmal schon vorliegende Comicklassiker wie "Watchmen" adaptiert, die von zeitgleichen Kinostart der Blockbuster-Umsetzung profitierten. Es folgten teilweise mit Computerhilfe produzierte Miniserien zu "Thor" und "Iron Man".Ableger, Fortsetzung und Marketinggimmick
Mittlerweile bekommen nicht nur Kino-Blockbuster Ableger im Motion-Comic-Format, auch Fernsehproduzenten erkennen die Chance, ihre Geschichten in das neue Medium zu übertragen. Als Joss Whedon die Erfolgsserie "Buffy – Im Bann der Dämonen" nach sieben Jahren im TV einstellen musste, führte er sie einfach weiter: zuerst als Comic, dann als Motion Comic, das mittlerweile auch auf DVD und Blu-ray.
TV-Tipp
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Unsere Mütter, unsere Väter ' erzählt die Geschichte von fünf Freunden in den Jahren zwischen 1941 und 1945. Es sind die Erfahrungen von Freundschaft und Verrat, Glauben und Enttäuschung, Illusion und Erkenntnis, Schuld und Verantwortung, die ihr Leben für immer verändern sollen.
Der Dreiteiler "Unsere Mütter, unsere Väter" führt die Tradition von ZDF-Fernsehfilm-Ereignissen wie "Dresden" oder "Schicksalsjahre" fort und erzählt Zeitgeschichte konsequent aus der Perspektive der Handelnden. Der erste Teil wurde am Sonntag ausgestrahlt.
Weitere Sendetermine: Montag 18. März und Mittwoch, 20. März, jeweils um 20.15 Uhr
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Unsere Mütter, unsere Väter ' erzählt die Geschichte von fünf Freunden in den Jahren zwischen 1941 und 1945. Es sind die Erfahrungen von Freundschaft und Verrat, Glauben und Enttäuschung, Illusion und Erkenntnis, Schuld und Verantwortung, die ihr Leben für immer verändern sollen.
Der Dreiteiler "Unsere Mütter, unsere Väter" führt die Tradition von ZDF-Fernsehfilm-Ereignissen wie "Dresden" oder "Schicksalsjahre" fort und erzählt Zeitgeschichte konsequent aus der Perspektive der Handelnden. Der erste Teil wurde am Sonntag ausgestrahlt.
Weitere Sendetermine: Montag 18. März und Mittwoch, 20. März, jeweils um 20.15 Uhr
Mehr als Comic, weniger als Film?
Kritiker bemämgeln, Motion Comics seien weder Fisch noch Fleisch: visuell nicht aufregend genug, um als Film durchzugehen, als rein digitales Produkt aber auch nicht mehr das haptische Vergnügen eines Comichefts. Echte Sammler ziehen gedruckte Hefte immer noch den digitalen Dateien vor.Fans der Motion Comics sehen das anders: Die preiswerte Produktionsweise erlaubt es, auch Geschichten umzusetzen, die sich für große Verleiher nicht lohnen. Nischenadaptionen von Kultcomics werden möglich, Hybridprodukte, die Lücken zwischen Kinofilmen und in der Vorgeschichte großer Leinwandhelden füllen.


