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Fußball - Wechsel zum VfL Wolfsburg

Dieter Hecking - Kumpels und Kohle statt Club

  • Dieter Hecking
  • Video Allofs soll VfL nach oben führen
  • Dieter Hecking
    Dieter Hecking / Quelle: dp
    (Quelle: dp)
    VideoAllofs soll VfL nach oben führen

    Klaus Allofs hat beim VfL Wolfsburg seinen neuen Job übernommen. Der Sportdirektor soll den Verein wieder nach oben führen. Die Fans zeigen sich schonmal begeistert vom Neuen.

    (15.11.2012)

    Kurzmeldung

    • Hecking: Club kein sinkendes Schiff 13:26 24.12.2012
      Der zum Liga-Rivalen VfL Wolfsburg gewechselte frühere Nürnberger Trainer Dieter Hecking prophezeit dem Club eine erfolgreiche Zukunft in der Bundesliga. "Ein sinkendes Schiff hätte ich bestimmt nicht verlassen", sagte der 48-Jährige im Gespräch mit den Nürnberger Nachrichten: "Die Mannschaft hat in den letzten Wochen die Kurve bekommen, ich bin sicher, dass sie in der Lage ist, ihre Ziele zu erreichen." Vor dem Auftakt der Rückrunde am 20. Januar gegen den Hamburger SV belegt Nürnberg Platz 14 in der Tabelle - unmittelbar vor dem VfL Wolfsburg, zu dem Hecking am Samstag gewechselt war.

    • Wiesinger/Reuthershahn trainieren Club 10:54 24.12.2012
      Michael Wiesinger und Armin Reutershahn treten beim 1.FC Nürnberg als Trainergespann die Nachfolge des zum VfL Wolfsburg abgewanderten Dieter Hecking an. Der bisherige U-23-Trainer Wiesinger und der bisherige Co-Trainer Reutershahn sollen am 3.Januar zum Trainingsauftakt offiziell im neuen Amt vorgestellt werden. Sie übernehmen die sportliche Verantwortung in Nürnberg. "Wir haben alle Optionen intensiv geprüft und sind zu dem Entschluss gekommen, dass der Club mit dieser Konstellation die sportliche Herausforderung der Rückrunde bestreiten wird", erklärte Manager Martin Bader.

    • VfL Wolfsburg: Hecking wird's 15:08 22.12.2012
      Kehrtwende beim VfL Wolfsburg: Nicht Bernd Schuster sondern Dieter Hecking wird neuer Trainer. Hecking wird demnächst einen Vertrag bis 2016 unterschreiben. Er nennt "wirtschaftliche und familiäre Gründe" für den überraschenden Wechsel. Nürnberg steht unvermittelt ohne Trainer da. Martin Bader macht aus seiner Enttäuschung keinen Hehl: "Mir ist das zu schnell gegangen", sagte der Manager dem ZDF. Hecking hatte sich in seinem erst kürzlich bis 2014 verlängerten Vertragswerk eine Ausstiegsklausel zusichern lassen. Laut Bader erhält der "Club" eine siebenstellige Ablöse.

     von Frank Hellmann

    Kehrtwende beim VfL Wolfsburg: Nicht Bernd Schuster sondern Dieter Hecking heuert als neuer Trainer im östlichen Niedersachsen an. Der 48-Jährige wird demnächst einen Vertrag bis 2016 unterschreiben und nennt "wirtschaftliche und familiäre Gründe" für den überraschenden Wechsel. Der 1. FC Nürnberg steht unvermittelt ohne Trainer da. Manager Martin Bader macht aus seiner Enttäuschung keinen Hehl: "Mir ist das zu schnell gegangen." 

    Vermutlich ist die Freude bei den Alten Herren der SG Bad Nenndorf/Riehe ähnlich groß wie in der Führungsetage des VfL Wolfsburg. Schon seit einigen Jahren konnte ihr früherer Leistungsträger Dieter Hecking nur noch sporadisch im Sommer mitmischen, weil die Distanz zwischen Frankenland und Niedersachsen mal eben für ein Punktspiel nicht so leicht zu überbrücken war.


    ZITAT
    Ich freue mich auf die neue Aufgabe.
    Dieter Hecking
    Aber sobald der 48-Jährige die Folgen seiner Knieoperation überwunden hat, sind wieder vermehrte Zusammenkünfte mit den alten Kicker-Kumpels möglich. Hecking nämlich kehrt dem Bundesligisten 1. FC Nürnberg mit sofortiger Wirkung den Rücken und heuert beim Liga-Gefährten VfL Wolfsburg an - zu seiner Heimstätte in Bad Nenndorf ist es dann nur noch eine gute Autostunde. "Ich freue mich auf die neue Aufgabe", sagte Hecking zu zdfsport.de.

    Die Familie spielt eine wichtige Rolle

    Der neue VfL-Geschäftsführer Klaus Allofs hat den Wechsel am Samstagnachmittag bestätigt. Der Nachfolger von Interimstrainer Lorenz-Günther Köstner soll einen Vertrag bis 2016 unterschreiben und die kommenden Tage vorgestellt werden, ehe der VfL Wolfsburg am 3. Januar ins Trainingslager ins türkische Belek reist. Hecking sprach von guten Gesprächen mit Klaus Allofs, der ihm "Perspektiven aufgezeigt" habe. Er räumte allerdings ein, dass auch wirtschaftliche und familiäre Dinge eine Rolle gespielt hätten.


    Zum einen dürfte er in dem generös vom ortsansässigen Autobauer alimentierten Werksverein mutmaßlich fast das Doppelte seines bislang auf 900.000 Euro taxierten Jahresgehalts beziehen. Zum anderen ist die Ortsveränderung für ihn auch eine Familienzusammenführung: Seit seinem Amtsantritt auf den Tag genau vor drei Jahren am Valznerweiher lebt er nämlich von seiner Frau Kerstin und den fünf Kindern getrennt, die im 25 Kilometer von Hannover entfernt gelegenen Bad Nenndorf blieben.

    "Akribischer Arbeiter"
    Sein überaus erfolgreiches Arbeiten beim "Club" erklärte er einmal so: "Ich beschäftige mich bestimmt 18 Stunden am Tag mit dieser Aufgabe. Ich bin ein akribischer Arbeiter, morgens der Erste und abends der Letzte, mir entgeht nichts. Das ist vielleicht das Positive an der Trennung von der Familie."


    Dieter Heckings Stationen

    Karriere als Spieler

    1983 - 1985: Borussia Mönchengladbach
    1985 - 1990: Hessen Kassel
    1990 - 1992: SV Waldhof Mannheim
    1992 - 1994: VfB Leipzig
    1994 - 1996: TuS Paderborn-Neuhaus
    1996 - 1999: Hannover 96
    1999 - 2000: Eintracht Braunschweig

    Karriere als Trainer

    01.07.2000 - 29.01.2001: SC Verl
    27.03.2001 - 30.06.2004: VfB Lübeck
    01.07.2004 - 07.09.2006: Alemannia Aachen
    11.09.2006 - 19.08.2009: Hannover 96
    22.12.2009 - 22.12.2012: 1. FC Nürnberg
    ab 22.12. 2012: VfL Wolfsburg

    Martin Bader / Quelle: dpa

    Nürnberg-Manager Martin Bader ist von Dieter Hecking enttäuscht.
    Quelle: dpa

    Einen ausgesprochen negativen Beigeschmack hinterlässt der überraschende Trainer-Transfer beim 1. FC Nürnberg. "Ich bin enttäuscht. Ich wurde Donnerstag von Dieter Hecking informiert, dass er mit Klaus Allofs verhandeln möchte, aber ich hätte nie gedacht, dass es so schnell geht. Ich hatte mir gewünscht, dass man bis Sommer zusammenbleibt", erklärte Manager Martin Bader zdfsport.de.

    Siebenstellige Ablöse an den 1. FC Nürnberg
    Hecking hatte sich in seinem erst kürzlich bis 2014 verlängerten Vertragswerk eine Ausstiegsklausel zusichern lassen - laut Bader erhält der "Club" eine siebenstellige Ablöse. "Ich versichere aber, dass ich lieber den Trainer Hecking behalten hätte." Drei Jahre arbeiteten Bader und Hecking vertrauensvoll zusammen, kultivierten am Valznerweiher eine erstklassige Nachwuchsförderung und vorbildliche Kontinuität.


    ZITAT
    Es gab nie Indizien, dass es so enden könnte.
    Nürnberg-Manager Martin Bader
    Bader, der mit Engelszungen Hecking zum Bleiben überreden wollte, mag den Weggang nur schwerlich akzeptieren: "Es gab nie Indizien, dass es so enden könnte." Der VfL Wolfsburg versetzt den 1. FC Nürnberg kurz vor Weihnachten ebenso in Schockzustand wie im November den SV Werder Bremen mit dem Allofs-Deal. Dass Allofs und Hecking am Mittellandkanal ein funktionierendes Gespann bilden werden, steht typbedingt eigentlich außer Frage: Beide verkörperten in ihrem Tun an alter Wirkungsstätte vor allem Bodenständigkeit und Verlässlichkeit.

    Perfekte Lösung
    Außerdem passt der Talent-Entwickler mit westfälischen Wurzeln - Hecking wurde in Castrop Rauxel geboren - gut zu jener Wolfsburger Philosophie, die unlängst der Vizeaufsichtsratschef Stephan Grühsem ausgegeben hatte: "Wir sind vor allem an Nachhaltigkeit und Langfristigkeit interessiert. Wir definieren uns nicht über Titel; die könnten allenfalls eine Folge sein." Und am liebsten wolle er bald auch junge Fußballer aus der Region einbinden.

    Unter diesen Prämissen könnte Dieter Hecking die perfekte Lösung sein - anders als Bernd Schuster, der offenbar Forderungen und Bedingungen diktierte, auf die die Wolfsburger Chefentscheider nicht eingehen wollten. Zudem hatten Fans und Werksangehörige wegen seiner bevorstehenden Verpflichtung in der Autostadt einen Sturm der Entrüstung entfacht.

    22.12.2012
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