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25.05.2013

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Folgen der Finanzkrise

EU begrenzt erstmals Banker-Boni

  • Video EU deckelt Banker-Boni
  • Video Kabinett: Bankmanager sollen haften
  • Video Bankenkrise: Branche auf Schrumpfkurs
  • VideoEU deckelt Banker-Boni

    In der EU sollen die Bonuszahlungen für Banker ab 2014 erstmals begrenzt werden. Darauf haben sich EU-Parlament und Mitgliedsstaaten geeinigt. Demnach darf der Bonus nicht höher sein als das feste Jahresgehalt.

    (28.02.2013)
    VideoKabinett: Bankmanager sollen haften

    Künftig müssen Manager von Banken und Versicherungen mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen, wenn sie sich folgenreich verspekulieren. Das beschloss das Bundeskabinett in einem Gesetzentwurf.

    (06.02.2013)
    VideoBankenkrise: Branche auf Schrumpfkurs

    Die Commerzbank hat angekündigt, bis zu 6.000 Stellen zu streichen. Auch andere Banken sanieren auf dem Rücken der Mitarbeiter.

    (25.01.2013)

    Hohe Banker-Boni sind dem Europaparlament seit langem ein Dorn im Auge. Nach zähen Verhandlungen gelingt ein Kompromiss mit den EU-Staaten - sie kappen die Banker-Boni. 

    Wie der irische Finanzminister Michael Noonan erklärte, sollen die Regeln sicherstellen, dass die Vergütungspraxis der Banken nicht zu einer exzessiven Risikobereitschaft ihrer Angestellten führt. Die Vorschriften sollen Anfang nächsten Jahres greifen. Die Volksvertretung und die EU-Staaten müssen dem Kompromiss noch
    endgültig zustimmen.

    Der Verhandlungsführer des Parlaments, Othmar Karas, begrüßte die Einigung: "Zum ersten Mal in der Geschichte der EU-Finanzmarktregulierung werden wir die Banker-Boni begrenzen." Diese Extravergütungen dürften das eigentliche Gehalt der Banker nicht mehr übersteigen. Unter bestimmten Bedingungen könnten Aktionäre auf einer Hauptversammlung Vergütungen billigen, die doppelt so hoch seien wie das Grundgehalt.

    Auf die Höhe des Fixgehalts

    Der SPD-Abgeordnete Udo Bullmann, der die Sozialdemokraten in den Verhandlungen vertrat, sagte: "Das heutige Verhandlungsergebnis deckelt die Bonuszahlung grundsätzlich auf die Höhe des Fixgehalts. Das bedeutet eine Revolution im Finanzmarkt, wo Verzehnfachungen des Gehalts keine Seltenheit sind. Wir legen zudem explizit Verantwortung in die Hände der Eigentümer der Banken, vertrauen ihnen aber nicht blind."
    Die Regelungen zu den Boni sind Teil der schärferen Kapitalvorschriften für die Finanzbranche (Basel III), auf die man sich international verständigt hat. Diese sollen Schieflagen von Banken künftig verhindern.


    Bankensektor regulieren
    Dies bedeutet, dass Kreditinstitute vom kommenden Jahr an mehr Geld bereithalten müssen, um ihre Geschäfte abzusichern. Laut Karas gehören dazu auch mehrere Maßnahmen, um die Kreditvergabe an den Mittelstand zu vereinfachen. "Das neue Bankengesetz ist nicht nur ein Stück Bankenregulierung, sondern dient der Finanzierung der realen Wirtschaft."
    "Ich glaube, dass das Kompromisspaket, das wir heute Nacht erreicht haben, gut ausbalanciert ist", sagte der irische Chef-Kassenhüter Noonan, der das Paket am kommenden Dienstag in Brüssel beim Finanzministerrat seinen EU-Kollegen vorlegen will. Während der Verhandlungen habe man verschiedene Interessen berücksichtigen müssen: "Den Wunsch, die Bezahlungen der Banker zu begrenzen, während ein konkurrenzfähiger europäischer Bankensektor erhalten wird."

    28.02.2013, Quelle: reuters
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