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Nach BER-Debakel
"Ein Wunder, dass Tegel noch funktioniert"
BildFlughafen Tegel
VideoFlughafen Berlin: Satirischer Kommentar
VideoBER-Mängel "fast grauenhaft"
DokuDer Fluchhafen Berlin Brandenburg
18 Millionen Passagiere musste der Flughafen Berlin-Tegel 2012 abfertigen. Dafür ist er gar nicht ausgelegt, schon heute ächzt er unter der Belastung. Kann er nach dem Debakel um den neuen Hauptstadtflughafen BER noch mehr Gäste aufnehmen? Verkehrsforscher Florian Allroggen hält das für kaum möglich.
heute.de: Der Flughafen Tegel ist in seiner heutigen Form 39 Jahre alt. Damals, 1974, stand in Berlin noch die Mauer. Ist dieser Flughafen für 18 Millionen Passagiere im Jahr ausgerichtet?Florian Allroggen: Nein. Der Flughafen ist so, wie er heute existiert, nicht für so viele Passagiere gebaut. Er hat im Augenblick die Kapazitätsgrenze überschritten. Es ist eigentlich ein Wunder, dass Tegel im Moment so gut funktioniert.heute.de: Woran merken das Passagiere?Allroggen: Sie merken das, wenn Warteschlangen sehr lang sind, obwohl alle Check-in-Schalter besetzt sind. Auch ein Blick auf das Vorfeld am frühen Morgen oder späten Abend deutet darauf hin, wenn dort sehr viele Flugzeuge eng beieinander geparkt sind. Zudem kann der Betriebsablauf bereits infolge kleiner Unregelmäßigkeiten gestört sein, so dass Verspätungen entstehen. Dies passiert sicher seltener, wenn draußen die Sonne scheint. Nicht aber, wenn es neblig ist oder Schnee fällt.
Zur Person
Florian Allroggen, Jahrang 1986, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Verkehrswissenschaft der Uni Münster. Seine Schwerpunkte sind Luft- und Schienenverkehr.
Florian Allroggen, Jahrang 1986, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Verkehrswissenschaft der Uni Münster. Seine Schwerpunkte sind Luft- und Schienenverkehr.



