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Christian und Bettina Wulff

Ende eines Glamourpaars: Wulffs trennen sich

  • Video Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Wulff
  • Video Christian und Bettina Wulff trennen sich
  • Video Bettina Wulff wehrt sich gegen Rufmord
  • VideoStaatsanwaltschaft ermittelt gegen Wulff

    Auch 2013 beginnt für Christian Wulff ungemütlich. Die Staatsanwaltschaft ermittelt weiterhin gegen den Ex-Bundespräsidenten und prüft dessen Verbindung zum Filmproduzenten David Groenewold.

    (07.01.2013)
    VideoChristian und Bettina Wulff trennen sich

    Knapp ein Jahr nach dem Rücktritt vom Amt des Bundespräsidenten haben sich Christian und Bettina Wulff getrennt. Am Morgen hat das Ehepaar in Hannover eine Trennungsvereinbarung unterzeichnet.

    (07.01.2013)
    VideoBettina Wulff wehrt sich gegen Rufmord

    Bettina Wulff geht gegen die Verbreitung von Gerüchten über ihr vermeintliches Vorleben vor. Sie hat Unterlassungsklagen gegen den Google-Konzern und den Fernsehmoderator Günther Jauch eingereicht.

    (08.09.2012)

    Knapp ein Jahr nach seinem Rücktritt vom Amt des Bundespräsidenten haben sich Christian Wulff und seine Ehefrau Bettina getrennt. Der Ex-Bundespräsident ist offenbar bereits aus dem gemeinsamen Haus ausgezogen, dessen Finanzierung 2012 letztlich zu seinem Rücktritt geführt hatte. 

    Christian und Bettina Wulff galten lange als das Glamourpaar der deutschen Politik, nun ist es aus: Ein knappes Jahr nach dem Rücktritt vom Amt des Bundespräsidenten bestätigte Wulffs Anwalt Gernot Lehr am Montag, dass der 53-Jährige und seine 39 Jahre alte Frau künftig getrennte Wege gehen werden. "Das Ehepaar Wulff hat sich am vergangenen Wochenende getrennt", sagte eine Sprecherin des Anwalts. "Die Sorge für den gemeinsamen Sohn werden sie gemeinsam wahrnehmen." Es werde keine weiteren Erklärungen zu der Trennung geben, ließ Wulffs Anwalt mitteilen.

    Christian Wulff ist mit Bettina seit März 2008 in zweiter Ehe verheiratet. Ihr gemeinsamer Sohn wurde im Mai 2008 geboren. Er geht in Großburgwedel in den Kindergarten.

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    Trennungsvereinbarung unterzeichnet

    Laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung haben die Eheleute Wulff am Montagmorgen bei einem Rechtsanwalt in Hannover eine Trennungsvereinbarung unterzeichnet. Bettina Wulff soll mit ihren beiden Söhnen bis auf weiteres im gemeinsamen Haus in Großburgwedel wohnen. Wulff ist dem Vernehmen nach bereits in eine Wohnung in Hannover umgezogen. Mit Rücksicht auf die Kinder sei die zunächst räumliche Trennung vereinbart worden.

    In einer Trennungsvereinbarung werden Regelungen für die Phasen des Getrenntlebens getroffen. Ziel muss nicht automatisch eine Scheidung sein. Die Partner können auch planen, dauerhaft getrennt zu leben. Allerdings ist die Trennung Hauptvoraussetzung für eine spätere Scheidung. Wenn beide die Scheidung wollen, gilt die Ehe nach der Trennungsdauer von einem Jahr als unwiderlegbar zerrüttet.

    Therapeutische Hilfe

    Bettina Wulff hatte bereits im September in ihrem Buch "Jenseits des Protokolls" über Eheprobleme berichtet. Sie und ihr Mann hätten deshalb therapeutische Hilfe in Anspruch genommen.

    Außer dem gemeinsamen Sohn, Linus (4) haben die Wulffs zwei weitere Kinder. Bettina Wulff brachte ihren Sohn Leander (9) mit in die Ehe. Aus seiner ersten Ehe hat Christian Wulff Tochter Annalena.

    Im September 2012 war Bettina Wulff juristisch dagegen vorgegangen, dass Gerüchte über ihr angebliches Vorleben im Rotlichtmilieu verbreitet wurden. gegen den Suchmaschinenbetrieber Google wollte sie verhindern, dass bei Eingabe ihres Namens automatisch Suchbegriffe wie "Rotlichtvergangenheit" oder "Escort" auftauchten.

    Rücktritt nach 598 Tagen als Präsident

    Dem Rücktritt Wulffs nach nur 598 Tagen im höchsten Staatsamt war eine monatelange Affäre um einen günstigen Hauskredit und kostenlose Urlaube bei befreundeten Unternehmern vorausgegangen. Die Vorwürfe bezogen sich auf Wulffs Zeit als Ministerpräsident in Niedersachsen. Die Staatsanwaltschaft in Hannover ermittelt weiter wegen des Verdachts der Vorteilsnahme.

    Politiker hielten sich mit Kommentaren zur Trennung zurück. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte auf die Frage, ob eine Reaktion von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) überliefert sei, schlicht: "Nein." Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner erklärte vor der Klausurtagung der CSU-Landesgruppe in Wildbad Kreuth: "Es steht mir nicht an, mich in das Privatleben anderer Politiker einzumischen."

    Akteure der Wulff-Affäre

    Kai Diekmann

    Seit 2001 Chefredakteur der "Bild"-Zeitung. Am 12. Dezember 2011 hatte Christian Wulff versucht, ihn auf dem Handy zu erreichen. Wulff habe die Veröffentlichung eines kritischen Berichts über seinen Haus-Kredit zu verhindern oder zu verzögern versucht, wie mehrere deutsche Tageszeitungen Anfang Januar 2012 berichteten. Weil Diekmann aber auf Geschäftsreise war, erreichte Wulff nur dessen Handy-Mailbox. Dort hinterließ der damalige Bundespräsident eine Nachricht, die als Auslöser der Affäre gilt.

    Egon und Edith Geerkens

    Unternehmerehepaar, befreundet mit Christian Wulff. Herr und Frau Geerkens gelten als öffentlichkeitsscheu. Sowohl mit seiner Ex-Frau Christiane, als auch mit seiner jetzigen Frau Bettina war Christian Wulff oft zu Gast in Ferienhäusern der Familie Geerkens. Um ein Einfamilienhaus in Großburgwedel zu kaufen, nahm Christian Wulff 2008 nach eigener Aussage bei Edith Geerkens einen Privatkredit über 500.000 Euro auf. Vor dem Landtag sagte Wulff 2010 aus, keine geschäftliche Beziehung zu Egon Geerkens zu haben. Wenige Tage nach der Befragung löste Christian Wulff den Kredit dann durch ein von Egon Geerkens vermitteltes Darlehen bei der BW-Bank ab.

    Olaf Glaeseker

    Von 2003 bis zum Rücktritt im Dezember 2011 Pressesprecher und engster Vertrauter von Wulff. Er gilt neben Wulff als Schlüsselfigur in der Affäre. Auf die Anfrage nach dem Darlehensgeber für Wulffs Haus-Kredit nannte Glaeseker im Februar 2011 die BW-Bank. Als die Aufmerksamkeit im Dezember 2011 auf das Ehepaar Geerkens fiel, betonte Glaeseker, dass Wulff den Landtag nicht angelogen hätte. Wegen Korruptionsverdachts ermittelt derzeit die Staatsanwaltschaft Hannover gegen Glaeseker. Ihm wird der Vorwurf gemacht, er habe sich im Zusammenhang mit dem Nord-Süd-Dialog von seinem engen Freund, dem Eventmanager Manfred Schmidt, bestechen lassen.

    David Groenewold

    Filmunternehmer. Groenewold rückte erst nach und nach ins Licht der Wulff-Affäre.
    Der Filmproduzent war eng mit dem damaligen Ministerpräsidenten Wulff befreundet. Die staatsanwaltlichen Ermittlungen seit Februar 2012 gegen Wulff sollen unter anderem klären, ob der Ex-Bundespräsident Gefälligkeiten von Groenewold annahm. Groenewold soll Urlaubsreisen und Hotelübernachtungen für das Ehepaar Wulff bezahlt haben, darunter eine Reise nach Sylt. Wulff könnte sich im Gegenzug für die Belange der Filmindustrie in Niedersachsen, und somit Groenewolds Interessen, eingesetzt haben. Wulff beteuerte aber wiederholt, er habe alle Übernachtungen selbst gezahlt.

    Carsten Maschmeyer

    Finanzunternehmer, baute unter anderem den Finanzdienstleister AWD auf. Im Landtagswahlkampf 2007 finanzierte Maschmeyer Werbekampagnen des Christian-Wulff-Buchs "Besser die Wahrheit" mit über 40.000 Euro aus eigener Tasche. Wulff soll darüber nicht informiert gewesen sein. Im Juli 2010 hat Wulff Sommerurlaub in Maschmeyers Villa auf Mallorca gemacht, den Aufenthalt aber bezahlt.

    Bettina Wulff

    Seit 2008 zweite Ehefrau von Christian Wulff. Im Rahmen der Vorwürfe gegen ihren Ehemann trat Bettina Wulff nur vereinzelt in Erscheinung. Im Herbst brachte sie das Buch "Jenseits des Protokolls" auf den Markt und trat vermehrt in den Medien auf. In dem Buch berichtet sie über das Leben als Präsidenten-Gattin.

    07.01.2013, Quelle: dpa
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