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Steuervergehen
Ermittlungen gegen griechischen Ex-Finanzminister
BildGiorgos Papakonstantinou
VideoGriechischer Reformwillen beteuert
VideoIWF: Neue Hilfstranche für Griechenland
Das griechische Parlament hat Ermittlungen gegen den früheren griechischen Finanzminister Giorgos Papakonstantinou in die Wege geleitet. Ihm wird vorgeworfen, Familienangehörige von einer Liste mutmaßlicher Steuersünder getilgt zu haben.
Dies war erwartet worden. Die Regierung von Ministerpräsident Antonis Samaras unterstützte die parlamentarische Untersuchung. Papakonstantinou ist aus der sozialistischen Pasok-Partei ausgeschlossen worden, nachdem bekannt wurde, dass die Namen von drei seiner Verwandten von der Liste gelöscht wurden. Er selbst sieht sich als Opfer, das man zu belasten versuche.Steuerflucht-Liste mit 2.000 NamenWährend die Abgeordneten für den Untersuchungsausschuss gegen Papakonstantinou stimmten, lehnten sie mehrheitlich Ermittlungen gegen den Chef der Sozialisten, Evangelos Venizelos, sowie die früheren Ministerpräsidenten Lukas Papademos und Giorgos Papandreou ab.Griechenland hatte die sogenannte "Lagarde"-Liste mit rund 2.000 Namen bereits vor zwei Jahren von der Pariser Regierung zugespielt bekommen. Anders als in anderen Ländern, in denen solche Karteien die Finanzbehörden auf den Plan riefen, waren in Griechenland keine Ermittlungen aufgenommen worden. Auf der Liste stehen Hunderte griechische Kunden der internationalen Großbank HSBC in der Schweiz, die unter dem Verdacht der Steuerflucht stehen. Die massive Steuerhinterziehung in Griechenland gilt als ein Grund für die Haushaltsmisere.


