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24.05.2013

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Krieg in Mali

"Es gibt keine politische Lösung dieses Konflikts"

  • Video Kämpfe in Mali halten an
  • Video Erste Erfolge für Armee in Mali
  • Video Deutsche Transporter nach Mali
  • Video Al-Kaida im libyschen Grenzgebiet
  • VideoKämpfe in Mali halten an

    1.800 französische Soldaten kämpfen bereits zusammen mit der malischen Armee gegen die islamistischen Rebellen. Von Verstümmelungen und Vergewaltigungen ist die Rede, 100.000 sind auf der Flucht.

    (18.01.2013)
    VideoErste Erfolge für Armee in Mali

    Mit französischer Unterstützung ist es der malischen Armee gelungen Städte von den Islamisten zurückzuerobern. Informationen direkt aus Mali hat ZDF-Korrespondent Jörg Brase.

    (18.01.2012)
    VideoDeutsche Transporter nach Mali

    Zwei Transall-Transportflugzeuge der Bundeswehr sind von Schleswig-Holstein aus gestern Abend nach Mali gestartet. Die Bundesregierung hatte entschieden, den Kampf gegen die Rebellen zu unterstützen.

    (18.01.2013)
    VideoAl-Kaida im libyschen Grenzgebiet

    Nach den französischen Angriffen in Mali flüchten vermehrt Al-Kaida-Kämpfer aus dem Land, insbesondere Richtung Libyen und Algerien. Eine Bestandsaufnahme aus dem nordafrikanischen Grenzgebiet.

    (17.01.2013)

    Kurzmeldung

    • Lammert kritisiert deutschen Mali-Beitrag als ungenügend 06:37 19.01.2013
      Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) ist mit Berlins Hilfe für Frankreichs Militäreinsatz in Mali unzufrieden. Auf die Frage, ob die Entsendung von zwei Transall-Flugzeugen ausreiche, sagte er der "Saarbrücker Zeitung": "Sicher nicht. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass irgendjemand das für den deutschen Beitrag hält." Die Flugzeuge werden heute in Malis Hauptstadt Bamako erwartet. Sie sollen Soldaten der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS transportieren, die mit malischen Truppen gegen die islamistischen Rebellen kämpfen.

    • Mali: Wichtige Stadt Kona zurückerobert 15:15 18.01.2013
      Mit französischer Unterstützung drängen die malischen Truppen die islamistischen Rebellen weiter zurück nach Norden. Regierungsverbände eroberten die strategisch wichtige Stadt Kona in der Landesmitte zurück. Die Erstürmung dieser Stadt durch Islamisten hatte vergangene Woche Frankreich bewogen, militärisch in Mali einzugreifen. "Wir haben Kona völlig unter Kontrolle, nachdem wir dem Feind schwere Verluste zugefügt haben", erklärten Malis Streitkräfte. In den Reisfeldern im Umland der Stadt wurde aber offenbar weiter gekämpft. Unabhängige Berichte von vor Ort gab es nicht.

    • Dritte deutsche Transall auf dem Weg zum Einsatz in Mali 13:52 18.01.2013
      Deutschland hat für den Mali-Einsatz eine dritte Transall-Maschine auf den Weg geschickt. Sie bringt Ersatzteile nach Frankreich, wo bereits zwei Bundeswehr-Transall eingetroffen waren. Zwei Transall fliegen dann mit Sanitätsmaterial nach Marokko und von dort aus nach einer Übernachtung weiter ins malische Bamako. In der malischen Hauptstadt sollen die Maschinen entladen werden und anschließend in Dakar im Senegal stationiert werden. Dort befindet sich ein Stützpunkt der Franzosen, von wo aus die ersten Ecowas-Soldaten nach Mali geflogen werden könnten.

    Wachsende Sorge um Menschen in Mali

    Hilfsorganisationen sind zunehmend besorgt über die Situation der Zivilbevölkerung in Mali. Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR teilte am Freitag in Genf mit, dass seit Beginn der Auseinandersetzungen 147.000 Menschen in Nachbarländern Zuflucht gesucht hätten. 229.000 Zivilisten haben die Konfliktregionen verlassen und sind innerhalb Malis geflohen.

    "Wir denken, dass es in naher Zukunft bis zu 300.000 zusätzliche Vertriebene innerhalb von Mali sowie mehr als 400.000 weitere Flüchtlinge in den Nachbarländern geben könnte", sagte eine UNHCR-Sprecherin.

    Grüne: Entwicklungshilfe freigeben

    Die Bündnisgrünen appellierten an die Bundesregierung, der malischen Übergangsregierung wieder Entwicklungshilfe zu gewähren. Sie war nach dem Putsch eingefroren worden. "Wenn der Übergangsregierung die Mittel ausgehen, wären die Leidtragenden die Menschen in Mali", erklärten der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Frithjof Schmidt und die entwicklungspolitische Sprecherin Ute Koczy. Die Bundesregierung müsse "in dieser fragilen Lage finanzielle Unterstützung für Gesundheit, Schulen und Verwaltung zur Verfügung stellen".

    "Ärzte ohne Grenzen" forderte in Berlin von den Konfliktparteien, den humanitären Helfern Zugang zur Zivilbevölkerung zu gewähren. Ganze Regionen seien von Hilfe abgeschnitten. "Trotz unserer wiederholten Anfragen verweigern die Autoritäten uns weiterhin den Zugang zu der Region um Konna", sagte der Programmleiter Malik Allaouna. Seit Beginn der französisch-malischen Militäroperation "war es uns trotz unserer Neutralität nicht möglich, die Frontlinien zu überqueren".

    Kindersoldaten im Einsatz

    Auch das Kinderhilfswerk World Vision äußerte die Befürchtung, dass eine wachsende Zahl von Menschen in dem Konfliktgebiet eingeschlossen sei. Es gebe Anzeichen, dass Tausende von Kindern und ihre Familien zwischen die Fronten geraten seien. Die Organisation verwies zudem auf Berichte, nach denen bewaffnete Gruppen inzwischen
    weit mehr als hundert Kindersoldaten rekrutiert hätten. So seien Jungen von zum Teil unter zehn Jahren bei Kämpfen beobachtet worden.

    Nach Angaben von Menschenrechtlern sind mehrere tausend Tuareg aus Angst vor Luftangriffen aus dem Nordosten Malis geflohen. Rund die Hälfte der 25.600 Tuareg aus der Stadt Kidal hätten in den letzten Tagen in Algerien Zuflucht gesucht, so die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in Göttingen. Das Schicksal der Flüchtlinge sei
    ungewiss, da Algerien am 14. Januar aus Sicherheitsgründen die Schließung seiner Grenze zu Mali verfügt habe.

    Gewalt gegen Tuareg

    Nach der blutigen Geiselnahme durch Islamisten in Algerien befürchten die Menschenrechtler, dass es für Tuareg-Flüchtlinge aus Mali noch schwerer wird, im Nachbarland Schutz zu erhalten. Tuareg-Zivilisten flöhen nicht nur vor Luftangriffen, sondern auch vor Übergriffen der malischen Soldaten. "Diese Angst ist nicht unbegründet, weil viele malische Soldaten Tuareg pauschal für ihre schweren militärischen Niederlagen und ihren Ansehensverlust in der Öffentlichkeit verantwortlich machen", sagte GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius.

    18.01.2013, Quelle: kna
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