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25.05.2013

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DFB-Pokal | Viertelfinale

FC Bayern: Getrieben zum Gipfel

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  • Quiz zum Pokal-Duell BVB - FCB
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    Quizzum Pokal-Duell BVB - FCB

    Die Bayern gegen den BVB - das verspricht Hochspannung, auch im Pokal! In den letzten drei  Treffen ging's heiß her. Was wissen Sie über die Duelle der beiden Klubs? Beantworten Sie 10 Fragen dazu!

    (27.02.2013 Quelle: ZDF)

    Kurzmeldung

    • Freiburg kämpft sich ins Halbfinale 21:34 26.02.2013
      Der SC Freiburg steht erstmals im Halbfinale des DFB-Pokals. Die Breisgauer gewannen dank großer Moral beim FSV Mainz 3:2 (2:2, 0:2) nach Verlängerung. Der SCF stand noch nicht richtig auf dem Platz, da führte Mainz schon 2:0. Danach ließ der FSV die Gäste kommen und gegen Ende der ersten Hälfte lag der Anschluss in der Luft. Auch nach Pospechs Platzverweis (65.) hielt das 05-Bollwerk zunächst, auch weil Freiburg insgesamt viermal das Torgestänge traf. Santini (86.) und Daniel Caligiuri mit verwandeltem Foulelfmeter retteten den SCF in die Verlängerung, in der Mainz auf verlorenem Posten stand.

    • Wolfsburg stoppt Offenbach 22:25 26.02.2013
      Der VfL Wolfsburg hat den Favoritenschreck Kickers Offenbach gestoppt. Die Wölfe gewannen mit 2:1 (0:0) beim Außenseiter aus der 3.Liga und zogen zum fünften Mal ins Halbfinale des DFB-Pokals ein. Die Tore von Ivica Olic (50. Minute) und Bas Dost (71.) waren der Lohn für das ständige, aber meist ideenlose Anrennen des Bundesligisten. Die Offenbacher wehrten sich tapfer, schafften durch Marcel Stadel (81.) aber nur noch den Anschluss. Mit einem Patzer vor dem ersten Gegentreffer war Torhüter Robert Wulnikowski die tragische Figur beim Pokalsieger von 1970.

     von Maik Rosner

    Ein Erfolg gegen Borussia Dortmund im Viertelfinale scheint dem FC Bayern wichtiger als der Pokaltitel. Denn die Münchner haben ihre Strategie offenbar darauf ausgerichtet, den nationalen Konkurrenten BVB wieder in die Schranken zu weisen. 

    Der ehrlichste Titel sei die Deutsche Meisterschaft, das betonen sie beim FC Bayern immer wieder. Und in dieser Saison ist sie auch das wichtigste Ziel der Münchner. Bei 17 Punkten Vorsprung auf den amtierenden Meister Borussia Dortmund dürfen die Bayern schon mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit von ihrem 23. Meistertitel ausgehen. Der Pokal nimmt da nur eine nachrangige Bedeutung ein. Es wirkt sogar so, als sei den Münchnern ein Erfolg im Viertelfinale des DFB-Pokals gegen den Titelverteidiger Dortmund wichtiger als der Cup-Gewinn.

    Die verletzte Vereinsseele Hoeneß

    Tief sitzen noch immer die Schmerzen, die der BVB den Bayern in den vergangenen beiden Spielzeiten bereitet hat. Der wirtschaftliche Branchenführer ging zwei Jahre in Folge leer aus und musste den Westfalen zwei Meistertitel und den Pokal überlassen. Hinzu kamen fünf Niederlagen gegen die Borussia, darunter das besonders heftige 2:5 im Berliner Finale. Zuletzt gelang im Dezember beim 1:1 in der Bundesliga wieder kein Sieg. Das 2:1 im Supercup zu Beginn dieser Saison wurde von der Öffentlichtlichkeit eher nicht als Unterbrechung der schwarzen Serie gewertet.

    Was diese beim FC Bayern ausgelöst hat, war an der gekränkten Seele des Vereins mal wieder am besten zu beobachten. "Die Tradition aus 30 Jahren wahnsinnigen Erfolgen wird der BVB nie, nie, nie aufholen können", polterte Präsident Uli Hoeneß im Herbst auf einer Podiumsdiskussion, "Dortmund ist eine relativ regionale Sache. Bayern ist ein Global Player."

    70 Millionen Euro und andere Maßnahmen

    ZITAT
    Die letzten zwei Jahre waren für die Bayern nicht leicht zu verkraften, aber der Knackpunkt war das verlorene Finale der Champions League
    Jupp Heynckes
    Da hatten sie in München schon eine Fülle strategischer Maßnahmen getroffen, um ihrem eigenen Anspruch wieder gerecht werden zu können – auch in den direkten Vergleichen mit dem BVB auf dem Fußballplatz. Die Münchner, finden manche, haben sogar ihre gesamte Vereinspolitik darauf ausgerichtet, den neuen Rivalen wieder bezwingen zu können, um auch gefühlt wieder allein an die nationale Spitze zurückzukehren. Trainer Jupp Heynckes bestreitet das allerdings. "Die letzten zwei Jahre waren für die Bayern nicht leicht zu verkraften, aber der Knackpunkt war das verlorene Finale der Champions League", sagte er. Das habe "wirklich weh getan" und sei der wahre Antrieb gewesen.

    Dennoch wirkt es, als hätten die Bayern ihre gesamte Vereinspolitik vor allem wegen der nationalen Konkurrenz neu ausgerichtet, eine teure Runderneuerung inklusive. Dass der Kader für rund 70 Millionen Euro massiv aufgestockt und qualitativ verbessert wurde, zählt genauso zu diesen Maßnahmen wie neue, spieltaktische Verhaltensweisen, die an jene des BVB erinnern. In den vergangenen Partien war es ja immer die Borussia, die sich mit taktischem Geschick durchsetzte. Inzwischen leitet Heynckes auch seine Mannschaft beispielsweise zum aggressiven Gegenpressing nach Ballverlusten an, wie es Dortmund erfolgreich vorgeführt hat.

    BVB als Triebfeder

    ZITAT
    Unterbewusst macht jeder ein Stück mehr, gerade wenn man zwei Jahre keinen Titel geholt hat. Vielleicht hat uns der BVB dort hingetrieben.
    Toni Kroos
    Zudem wurde Matthias Sammer als Sportvorstand installiert und zuletzt gar der begehrteste Trainer des Planeten, Josep Guardiola, mit einem Dreijahresvertrag ab Sommer ausgestattet. Der angestrebte Transfer von BVB-Stürmer Robert Lewandowski könnte ein weiterer Baustein jenes Maßnahmenpakets sein, mit dem die auch wirtschaftlich erstarkten Dortmunder wieder in die Schranken gewiesen werden sollen. Das soll in der aktuellen Pokalnacht nun auch ohne den gesperrten Franck Ribéry gelingen, für den Arjen Robben in der Startelf stehen wird.

    Angetrieben, so scheint es, werden die Bayern dabei von ihrem verletzten Gemüt. Toni Kroos hat das in einer Mischung aus Selbstbewusstsein und Nachdenklichkeit zum Ausdruck gebracht. "Wir haben die Mannschaft mit der höchsten Qualität, in den vergangenen beiden Jahren konnten wir das nur nicht zeigen", befand er und gab zu: "Unterbewusst macht jeder ein Stück mehr, gerade wenn man zwei Jahre keinen Titel geholt hat. Vielleicht hat uns der BVB dort hingetrieben."

    Eine Ewigkeit fürs Selbstverständnis

    Dass sich die Münchner über den BVB den Kopf zerbrochen haben, ist auch in Dortmund aufgefallen. Trainer Jürgen Klopp hat festgestellt, "dass der Respekt der Bayern vor uns größer geworden ist". Und selbstbewusst fügte er an, man wisse, "dass wir einer von wenigen Vereinen auf dem Planeten sind, die die Bayern schlagen können".

    Den Doublesieger würde eine Niederlage jedoch auch schmerzen, denn gebrochen wäre damit der Nimbus, den großen Kontrahenten aus dem Süden immer wieder überlisten zu können. Zuletzt misslang das am 13. Februar 2010. Mehr als drei Jahre ohne Sieg gegen den BVB – im Selbstverständnis des FC Bayern gleicht das einer Ewigkeit.

    27.02.2013
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