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21.05.2013

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Führungsstreit in der FDP

FDP setzt offenbar auf Tandem Lindner-Brüderle

  • Bild Das neue Tandem? Brüderle und Lindner
  • Video "Personalentscheidung erst im Frühjahr"
  • Video Der Druck auf FDP-Chef Rösler wächst
  • Video Röslers Rede beim Dreikönigstreffen
  • BildDas neue Tandem? Brüderle und Lindner

    Das neue Führungs-Tandem der FDP? Rainer Brüderle (links) und Christian Lindner (rechts)

    (Quelle: imago)
    Video"Personalentscheidung erst im Frühjahr"

    Der FDP-Chef in NRW will das vermurkste Dreikönigstreffen abhaken und lieber über Sach- als über Personalfragen reden. Die stünden erst im Frühjahr an. Drei Fragen an Christian Lindner.

    (07.01.2013)
    VideoDer Druck auf FDP-Chef Rösler wächst

    Vielen Liberalen gilt FDP-Chef Philipp Rösler als der Schuldige für die miesen Umfragewerte der Partei. Seine Rede auf dem Dreikönigstreffen war kein Befreiungsschlag. Die Führungsdebatte geht weiter.

    (07.01.2013)
    VideoRöslers Rede beim Dreikönigstreffen

    FDP-Chef Rösler hat seine Partei auf dem Dreikönigstreffen zur Geschlossenheit gemahnt. Die FDP sei die einzige Partei, die die Freiheit vertritt. Eine eher brave Rede zum Auftakt des Wahljahres.

    (06.01.2013)

     von Karl-Otto Gerhard

    Christian Lindner könnte Chef der FDP werden, Rainer Brüderle ist als Spitzenkandidat für die Bundestagswahl im Gespräch. Bisher sind das nur Überlegungen. Aber schon sehr konkrete. 

    Der FDP-Wahlerfolg 2009 - Segen und Fluch zugleich. Dem Triumph folgt nun seit über drei Jahren ein Abstieg, der in dieser Weise schon einmalig ist. Folge dieser desaströsen Entwicklung - es geht wieder einmal nicht um Themen, sondern um Personalien. Ein Spiel, das die FDP beherrscht. Seit Jahrzehnten.

    Nur ein kurzer Blick zurück: Vor zwei Jahren war es Guido Westerwelle, der vom Hof gejagt wurde. Ihm folgte Philipp Rösler. Viele in der Partei sahen in ihm geradezu eine Lichtgestalt. Nur wenige schätzten es anders ein. Sie glaubten nicht, dass Rlösler der richtige Mann ist, um das FDP-Schiff wieder flott zu machen. Die Kritiker behielten recht. Und nun? Und nun steht auch Philipp Rösler, kurz davor, vom Hof gejagt zu werden? Das werde sich zeigen, heißt es in der Partei. Alles hänge von der Niedersachsen-Wahl ab. Und danach? Wenn die FDP Schiffbruch erleidet, dann ist Rösler voraussichtlich nicht mehr zu halten. Wenn es der FDP dagegen gelingen sollte, die Fünf-Prozent-Hürde in Niedersachsen zu überwinden, dann gibt es zwei Denkschulen in der FDP.

    Mit Rösler kein Schwung

    Die eine ist der Auffassung, Philipp Rösler kann mit dem Rückenwind aus Niedersachsen Parteichef und Wirtschaftsminister bleiben. Er wird dann auch - zusammen mit anderen wie zum Beispiel Brüderle und Lindner - die FDP in die Bundestagwahl führen.

    Die andere Denkschule hält ein solches Szenario allerdings für ausgeschlossen. Selbst wenn Rösler Niedersachsen packt, gehe seine Zeit zu Ende. Denn eine Bundestagswahl sei im Vergleich zu einer Landtagswahl noch eine andere Liga. Mit Rösler werde es kaum gelingen, Fahrt aufzunehmen, Schwung zu vermitteln, Optimismus zu verbreiten. Er sei eben keiner, der die Menschen mitreißen könne. Die FDP stecke in einer Krise, die tief greifend ist. Die Existenz bedrohend. Wenn jetzt nicht das Ruder herumgerissen werde, dann sehe es für den September 2013 düster aus. Darum jetzt ein Ende mit Schrecken als ein Ende ohne Schrecken.

    Nur die Reihenfolge noch unklar

    Der Ausweg hieße: Rainer Brüderle zusammen mit Christian Lindner. Dieses Duo müsse den Turnaround schaffen. Wer nun Parteichef oder Spitzenkandidat wird, wer welche Aufgaben übernimmt, muss nach einem Verzicht Röslers entschieden werden. Soweit diese Denkschule. Die Diskussion sei noch nicht beendet.

    Eine Entwicklung, die wahrscheinlich ist. Rösler wird sich am Ende nicht halten können. Er wird auf seinen Parteivorsitz verzichten müssen. Dem Druck aus den Landesverbänden Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Hessen und Schleswig-Holstein wird er nicht mehr standhalten. Das Ende des Philipp Rösler als Parteichef ist nahe - auch wenn er von den allermeisten Parteimitgliedern sehr geschätzt wird.

    Aber: Die gestellte Aufgabe, die FDP zu neuen Erfolgen zu führen, hat er nicht erfüllt.

    08.01.2013
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