- Mainz
- Aachen
- Angermünde
- Arkona
- Augsburg
- Bad Salzuflen
- Bamberg
- Berlin
- Bonn
- Braunschweig
- Bremen
- Bremerhaven
- Celle
- Chemnitz
- Chieming
- Cottbus
- Cuxhaven
- Dresden
- Düsseldorf
- Eisenach
- Emden
- Erfurt
- Essen
- Frankfurt/Main
- Freiburg
- Freudenstadt
- Garmisch-Partenkirchen
- Gera
- Gießen
- Glücksburg
- Görlitz
- Göttingen
- Greifswald
- Gütersloh
- Halle
- Hamburg
- Hannover
- Helgoland
- Hof
- Karlsruhe
- Kassel
- Kempten
- Kiel
- Köln
- Konstanz
- Leipzig
- List/Sylt
- Lübeck
- Lüdenscheid
- Magdeburg
- Mannheim
- Mühldorf
- München
- Münster
- Neuburg/Donau
- Norderney
- Nürnberg
- Oberstdorf
- Öhringen
- Passau
- Plauen
- Potsdam
- Putbus
- Regensburg
- Rostock-Warnemünde
- Saarbrücken
- Schleswig
- Schwerin
- Seehausen
- Straubing
- Stuttgart
- Trier
- Ulm
- Waren
- Weiden
- Westermarkelsdorf
- Wittenberg
- Würzburg
Nach ZDF-Interview
Festgenommener Chinese wieder frei
Videohjo-video
VideoHausarrest in China: Besuch bei Liu Xia
VideoChina verschärft Internet-Kontrolle
Vor einem Zeitungsgebäude in der chinesischen Stadt Guangzhou demonstrieren seit Tagen junge Menschen für Pressefreiheit. Einer sagte noch in einem ZDF-Interview: "Ich habe keine Angst". Kaum ist die Kamera aus, wird er in einen Kleinbus gezerrt und weggefahren. Erst Stunden später kommt er wieder frei.
"Es war wie in einem schlechten Krimi. Kaum war die Kamera runter, kamen mehrere Männer in Zivil, ich denke Staatssicherheit. Sie haben den jungen Mann gepackt, in einen dreckigen Minibus geworfen und abtransportiert. Wir wissen nicht, wohin", schildert der Leiter des ZDF-Studios in Peking, Johannes Hano, die Situation. Erst neun Stunden später kam er wieder frei.Protest gegen ZensurDer junge Chinese hatte zusammen mit anderen in der südchinesischen Stadt Guangzhou gegen Zensur protestiert. Zuvor hatten uniformierte Polizisten vor Ort die Szenerie beobachtet und nichts unternommen. Hano hatte den Protestler gefragt, ob er denn keine Angst habe. "Er antwortete, er habe keine Angst vor der Polizei, die Wahrheit müsse raus," berichtet der ZDF-Korrespondent.
In ihrer Ausgabe zum neuen Jahr war der liberalen Wochenzeitung "Southern Weekly" ein Artikel verboten worden, der zur Verwirklichung des "Traums" einer verfassungsmäßigen, die Bürgerrechte schützenden Ordnung in China aufrief. Die Behörden ersetzten den Artikel durch einen Text, der die Leistungen der Kommunistischen Partei hervorhob. Daraufhin legten die Journalisten der Zeitung ihre Arbeit nieder und forderten den Rücktritt des Propagandachefs der Provinz.Zeitung: Presse-Management durch Staat richtigUm die Journalisten in ihrer Haltung zu unterstützen, kam es vor dem Sitz der Zeitung in Guangzhou tagelang immer wieder zu Sympathie-Bekundungen einiger hundert Menschen, die öffentlich gegen Zensur protestierten. Demonstrationen dieser Art sind in China normalerweise verboten. Blogger und bekannte Persönlichkeiten aus dem In- und Ausland taten im Internet zudem ihre Unterstützung für die Pressefreiheit kund.
Die Journalisten der "Southern Weekly" haben nach der Intervention des Provinzparteichefs ihre Arbeit mittlerweile wieder aufgenommen. In verschiedenen Teilen des Landes erschien die Zeitung am Donnerstag. In einem kurzen Artikel hieß es nur, dass das Management der Presse durch staatliche Organe richtig sei, dass sich die Regulierung aber dem sich verändernden gesellschaftlichen Umfeld anpassen müsse.



