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Umstrittene Erdgasgewinnung
Fracking: Durchbruch oder Show?
BildUmstritten: Erdgas durch Fracking
VideoRegierung will Fracking erlauben
VideoGrafik: So geht Fracking
VideoErdgasförderung mit giftiger Chemie
Fracking ja, aber in Grenzen: Bundesumweltminister Altmaier und Bundeswirtschaftsminister Rösler haben sich auf Ausnahmen bei der Gasförderung aus tiefen Gesteinsschichten verständigt. Die Grünen sprechen von „Show“, Umweltschützer sind empört – und befürchten jetzt Fracking im großen Stil.
Die Einigung klingt erst einmal beruhigend. Nach längerem Streit soll nach dem Willen des Bundesumwelt- und des wirtschaftsminsteriums Fracking künftig nur dann erlaubt werden, wenn es zuvor eine Umweltverträglichkeitsprüfung gab. Fracking in Trinkwasserschutzgebieten soll ganz verboten werden. Eine Verordnung und ein Gesetz müssen dafür geändert werden – geht es nach den Willen der Bundesregierung möglichst schnell, bis zur Sommerpause von Bundestag und Bundesrat.Konflikt ungelöst: Umweltschutz kontra ProfitDie Abbaumethode Fracking ist seit langem umstritten. Der Begriff steht kurz für "hydraulic fracturing", was so viel wie hydraulisches Aufbrechen bedeutet. Dabei wird Flüssigkeit in das Gestein gepresst und dadurch Druck erzeugt, um Öl und Gas freizusetzen. Kritiker bemängeln unter anderem den Einsatz von Chemikalien, in denen sie eine Gefahr für das Trinkwasser sehen. Befürworter verweisen auf das große Potenzial der heimischen Erdöl- und Erdgasvorkommen. So sieht es auch die Bundesregierung in ihren Verordnungen: Das Anzapfen dieses Potenzials käme wegen der Energiewende und des steigenden CO2-Ausstoßes gerade recht. Die Energieressource sei als "sehr bedeutsam einzustufen": 2,3 Billionen Kubikmeter Gas wären im geologischen Untergrund vorhanden – die Versorgung also über Jahrzehnte gesichert, ohne auf das Ausland angewiesen zu sein.
Wie Fracking funktioniert
Fracking ist ein Verfahren zur Gewinnung von Erdgas aus Gesteinsporen. Bei dem hydraulic rracturing wird Gestein in 1000 bis 5000 Metern Tiefe mit hohem hydraulischen Druck aufgebrochen. Dank moderner Bohrtechniken, bei denen erst nach unten gebohrt wird und dann im Untergrund Querbohrungen stattfinden, lohnt sich dieses aufwendige Verfahren. Es ist besonders in den USA wirtschaftlich und politisch interessant geworden, um unabhängiger von Erdöl- und Erdgaslieferungen aus dem Ausland zu werden.
Auch in Deutschland gibt es nennenswerte Vorkommen dieser unkonventionellen Erdgas-Lagerstätten. Man findet sie zum Beispiel in Schiefertonformationen, Kohleflözen und dichten Sandsteinformationen - unter anderem in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Studien gehen davon aus, dass der deutsche Gasbedarf mit den Vorkommen bis zu 27 Jahre lang gedeckt werden könnte. Allerdings gelten 14 Prozent der Fläche als Wasserschutzgebiete, somit ist das Förderpotenzial weit geringer.
Um dieses Gas fördern zu können, wird in der Regel ein flüssiges Gemisch aus Wasser, Sand und Chemikalien in den Boden gepresst. Dadurch entstehen Risse im Gestein, durch die das Gas entweichen und über Bohrrohre an die Oberfläche gelangen kann.
Fracking ist ein Verfahren zur Gewinnung von Erdgas aus Gesteinsporen. Bei dem hydraulic rracturing wird Gestein in 1000 bis 5000 Metern Tiefe mit hohem hydraulischen Druck aufgebrochen. Dank moderner Bohrtechniken, bei denen erst nach unten gebohrt wird und dann im Untergrund Querbohrungen stattfinden, lohnt sich dieses aufwendige Verfahren. Es ist besonders in den USA wirtschaftlich und politisch interessant geworden, um unabhängiger von Erdöl- und Erdgaslieferungen aus dem Ausland zu werden.
Auch in Deutschland gibt es nennenswerte Vorkommen dieser unkonventionellen Erdgas-Lagerstätten. Man findet sie zum Beispiel in Schiefertonformationen, Kohleflözen und dichten Sandsteinformationen - unter anderem in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Studien gehen davon aus, dass der deutsche Gasbedarf mit den Vorkommen bis zu 27 Jahre lang gedeckt werden könnte. Allerdings gelten 14 Prozent der Fläche als Wasserschutzgebiete, somit ist das Förderpotenzial weit geringer.
Um dieses Gas fördern zu können, wird in der Regel ein flüssiges Gemisch aus Wasser, Sand und Chemikalien in den Boden gepresst. Dadurch entstehen Risse im Gestein, durch die das Gas entweichen und über Bohrrohre an die Oberfläche gelangen kann.
Links
Die Welt im Gasrausch
Wo Fracking vorstellbar wäre
Nach Angaben der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe ist Fracking in vielen Regionen in Deutschland theoretisch möglich. In den gelb gekennzeichneten Stellen auf der Karte besteht bereits eine Bergbau-Berechtigung zur Förderung nicht-konventionellen Kohlenwassers, auch von Schiefergas. Theoretisch ist das auch in anderen Regionen möglich. Grob gesagt: nördlich der Linie Osnabrück – Hannover – Magdeburg, im Ruhrgebiet, in der Kölner Bucht, entlang des Rheins südlich vom Raum Wiesbaden, rund um Frankfurt und südlich der Donau bis zum Alpenrand.



