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merkzettel

"Diane 35"

Frankreich verbietet Bayer-Pille

  • Bild In Frankreich verboten: "Diane 35"
  • Video Pille erhöht Thrombose-Risiko
  • Video Die "Pille danach" im Internet
  • Video Pille und sexuelle Revolution
  • BildIn Frankreich verboten: "Diane 35"
    Anti-Baby-Pille "Diane"
    VideoPille erhöht Thrombose-Risiko

    Die Pille: Neben dem Nutzen birgt sie auch nicht unerhebliche Risiken.

    (26.09.2012)
    VideoDie "Pille danach" im Internet

    Die "Pille danach" lässt sich auch über das Internet beziehen.

    (21.01.2013)
    VideoPille und sexuelle Revolution

    1961 rechnete niemand damit, dass die Pille das Leben der Frauen so weitreichend beeinflussen würde.

    (26.06.2012)

    Frankreich nimmt die umstrittene Bayer-Pille "Diane 35" vom Markt. Das Akne-Medikament wird häufig auch als Antibabypille verschrieben und ist weltweit in 135 Ländern zugelassen. Auch in Deutschland darf das Mittel bei Hormonstörungen eingesetzt werden. 

    Das Akne-Medikament samt Nachahmermittel seien nach einer Übergangszeit von drei Monaten verboten, teilte die Behörde für Arzneimittelsicherheit (ANSM) mit. "Das Risiko ist höher als die Wirkung gegen Akne", sagte ANSM-Leiter Dominique Maraninchi. Der Behörde zufolge vervierfacht die Pille die Gefahr, Thrombosen zu erleiden.  Weltweit ist "Diane 35" in 135 Ländern zugelassen, auch in Deutschland.

    Thrombose

    Bei einer Thrombose bildet sich ein Blutgerinnsel in einem Gefäß. Wandert ein solcher Blutpfropf in die Lunge oder ins Gehirn, kann es zu lebensgefährlichen Embolien - dem Verschluss von Blutgefäßen - und Schlaganfällen komme.

    In Frankreich werden  vier Todesfälle seit 1987 mit dem Mittel in Verbindung gebracht. Die betroffenen Frauen starben an den Folgen von Venenthrombosen. In 125 weiteren Fällen wurden nach Angaben der ANSM nicht-tödliche Blutgerinnsel in Venen oder Arterien registriert. Grundsätzlich ist bekannt, dass die Einnahme von Antibabypillen die Entwicklung von Thrombosen begünstigen kann.

    "Nicht in Panik verfallen"

    "Diane 35" ist in Frankreich zur Behandlung von Akne zugelassen, wird aber oft wegen seiner empfängnisverhütenden Wirkung verschrieben. Nach Schätzungen der ANSM nahmen 2012 in Frankreich rund 315.000 Frauen das Bayer-Medikament oder ein Nachahmerpräparat ein.

    "Es gibt zahlreiche andere Therapiemöglichkeiten", erklärte ANSM-Chef Dominique Maraninchi bei einer Pressekonferenz. Er rief die betroffenen Frauen jedoch dazu auf, die Einnahme der Pille nicht plötzlich abzusetzen. Sie sollen einen Arzt aufsuchen. Gesundheitsministerin Marisol Touraine sagte, Nutzerinnen sollten "nicht in Panik verfallen".

    Die Pille ...

    ... und die sexuelle Revolution

    ZDFinfo, 26.6.2012

    In Deutschland bei Hormonstörungen zugelassen
    Nach Angaben des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte darf "Diane 35" in Deutschland nicht als Antibabypille verschrieben werden, wohl aber als Mittel bei Hormonstörungen. Wenn eine Frau zum Beispiel Haarausfall oder Akne bekomme wie ein Mann, könnten Ärzte ein Rezept für "Diane 35" ausstellen, sagte eine Sprecherin.

    Ein französischer Opfer-Anwalt bezeichnete es als Skandal, dass die Pille nicht schon längst aus dem Verkehr gezogen worden sei. Erst kürzlich hatte die Bayer-Antibabypille "Méliane" in Frankreich für Schlagzeilen gesorgt: Eine junge Frau machte die Einnahme für schwere gesundheitlichen Schäden verantwortlich und erstattete Anzeige. Sie hatte einen Schlaganfall erlitten.

    30.01.2013, Quelle: dpa, dapd, afp
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