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Legehennen

Gedrängel im Freiland: Justiz ermittelt

  • Video Betrugsverdacht bei Eiererzeugern
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    Bundesweit wird gegen rund 200 Betriebe ermittelt. Sie sollen Legehennen auf viel zu engem Raum gehalten haben.

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    Mindestens vier Quadratmeter Auslauf soll eine Legehenne in der Freilandhaltung haben - in zahlreichen Betrieben sind es möglicherweise deutlich weniger. Die Justiz ermittelt. Unter den Verdächtigen sind auch einige Bio-Höfe. 

    In Niedersachsen sind Ermittler einem möglicherweise systematischen Betrug bei der Haltung von Legehennen auf der Spur. Die Staatsanwaltschaft Oldenburg bestätigte dem ZDF Berichte, wonach sie gegen 150 Unternehmen ermittele. 50 Verfahren seien an Behörden in andere Bundesländer abgegeben worden.

    Links
    Pferde-DNA in 67 Proben
    Der Vorwurf: Die Betriebe sollen Legehennen auf engstem Raum gehalten und dabei gegen die gesetzlichen Vorgaben verstoßen haben. Für die Freilandhaltung sind mindestens vier Quadratmeter Auslauffläche pro Huhn vorgeschrieben. Betroffen seien überwiegend konventionelle Betriebe mit Freilandhaltung, aber auch einige Bio-Höfe.

    "Kein Kavaliersdelikt"

    "Der Verdacht ist, dass es sich um systematischen Betrug handelt. Das ist kein Kavaliersdelikt, das wäre Verbrauchertäuschung", sagte der neue Landwirtschaftsminister Christian Meyer. Für die Freilandhaltung sind mindestens vier Quadratmeter Auslauffläche pro Huhn vorgeschrieben.

    Das Agrarministerium habe Berichte über die jüngsten Kontrollen der Betriebe angefordert, für die die Kommunen zuständig seien, sagte Meyer. Geprüft wird, ob den betroffenen Betrieben die Zulassung entzogen wird. "Wir können aber erst entziehen, falls sich der Betrug bestätigt und die Betriebe überführt sind", sagte Meyer.

    Immer weniger Hennen in Käfigen

    Noch immer leben Millionen Legehennen in Deutschland in Käfigen, aber ihre Zahl sinkt. Rund 4,9 Millionen Hennen wurden Ende 2012 noch so gehalten - 4,2 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die Hühnerhaltung nach ökologischen Richtlinien wächst nach Anhaben des Statistischen Bundesamtes stark: Innerhalb eines Jahres stieg die Zahl der Legehennen in Öko-Betrieben um 17 Prozent. 2008 waren noch fast 19 Millionen Legehennen in Käfigen gehalten worden.

    Die traditionelle Käfighaltung ist mittlerweile verboten, seit 2009 müssen die Tiere in sogenannten Kleingruppenkäfigen gehalten werden. Bis zu zehn Hennen bilden eine Gruppe. Sie haben etwas mehr Bewegungsfreiheit.

    Insgesamt legten am Stichtag 1. Dezember 2012 rund 36,6 Millionen Hennen ihre Eier in deutschen Betrieben, das sind 7,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Sie legten im vergangenen Jahr zusammen rund 10,6 Milliarden Eier. In der Statistik erfasst werden Betriebe mit mindestens 3.000 Haltungsplätzen.

    Fast zwei Drittel der Hennen (26,8 Millionen) lebten in Bodenhaltung, an zweiter Stelle folgt die Freilandhaltung mit 5,4 Millionen (14,8 Prozent), an dritter Stelle die Käfighaltung mit 13,4 Prozent. Bio-Betriebe hielten 2,9 Millionen Legehennen, das entspricht 7,9 Prozent aller Tiere.

    24.02.2013, Quelle: ZDF, dpa
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