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Gebäckraub
Goldener Keks - Ende gut, alles gut?
VideoEntführter Keks wieder da?
In Hannover senkt sich vielleicht der Vorhang für ein Drama, wie man es an der Leine selten erlebt: Die Rückkehr des goldenen Leibniz-Kekses! Oder ist der Jubel verfrüht, weil das Goldgebäck, das vor der Uni hing, nur eine Kopie des geraubten Wahrzeichens der Bahlsen-Bäckerei ist?
Eine Stadt und ihre größte Bäckerei atmen auf: Vor der Universität in Hannover stellten Polizisten einen überdimensionalen Keks sicher. Das vergoldete Riesen-Gebäckstück war mit einer roten Schleife an einem Pferdedenkmal vor der Uni befestigt. Die Polizei hat das Fundstück gründlich auf seine Echtheit untersucht. Größe, Gewicht und Beschaffenheit stimmten überein, sagte ein Polizeisprecher in Hannover. "Augenscheinlich ist es dieser Keks." Offensichtlich handelt es sich um jenen 20 Kilo schweren Super-Keks, den Unbekannte Anfang Januar von der Fassade des Bahlsen-Firmensitzes abmontierten - rund hundert Jahre hatte er dort gehangen.Das "Krümelmonster" steckt dahinterIn einem Brief an die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" hatte der mutmaßliche "Keksnapper" am Vortag die Rückgabe der Beute angekündigt. Wie schon in einem Bekennerbrief in der vergangenen Woche war dem Schreiben ein Foto beigefügt, auf dem ein Unbekannter im Kostüm des Krümelmonsters aus der Sesamstraße mit einem großen Keks abgebildet war.Die Polizei hatte Ermittlungen wegen versuchter Erpressung aufgenommen, denn in dem aus Zeitungsschlagzeilen zusammengeschnipselten Drohbrief verlangte das "Krümelmonster", allen Kindern im hannoverschen Kinder-Krankenhaus Kekse zu schenken - "aber die mit Vollmilch".Bahlsen drängt auf AufklärungUnternehmenschef Werner M. Bahlsen findet das alles gar nicht zum Lachen. "Es ist eine Straftat. Wir wollen, dass die Sache aufgeklärt wird." Die Polizei prüft Hinweise, wonach am 11. Januar am frühen Nachmittag zwei Männer in dunkler Handwerkermontur den Goldkeks abgeschraubt haben sollen.


