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22.05.2013

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Sicherheitsmängel in Libyen

Hillary Clintons (vorerst) letzter Fehler

  • Bild Hillary Clinton
  • Video Hillary Clinton verlässt Klinik
  • Video USA: Angriff auf Konsulat Terrorakt
  • BildHillary Clinton
    Hilary Clinton / Quelle: reuters
    (Quelle: reuters)
    VideoHillary Clinton verlässt Klinik

    US-Außenministerin Hillary Clinton hat das Krankenhaus in New York verlassen, wo sie wegen eines Blutgerinnsels im Kopf behandelt worden war. Die Ärzte zeigten sich über ihre Genesung zuversichtlich.

    (03.01.2013)
    VideoUSA: Angriff auf Konsulat Terrorakt

    Nach dem Angriff auf das US-Konsulat im libyschen Bengasi mit vier Toten gehen US-Behörden von einem Terrorakt aus. Die Attacke trage Handzüge von Al-Kaida.

    (13.09.2012)

    Ein Wermutstropfen zum Schluss: US-Außenministerin Clinton muss sich kurz vor Ende ihrer Amtszeit noch für den tödlichen Terrorangriff auf das Konsulat im libyschen Bengasi verantworten. Bei ihrem letzten Auftritt im Kongress ging es auch um ihre politische Zukunft. 

    In einer ihrer letzten Amtshandlungen hat US-Außenministerin Hillary Clinton die Schuld für Sicherheitsversäumnisse vor dem Anschlag auf das Konsulat im libyschen Bengasi auf sich genommen. "Ich übernehme die Verantwortung", bekräftigte die 65-Jährige am Mittwoch während einer Anhörung vor dem außenpolitischen Ausschuss im Senat. Es habe für sie bis zu ihrem Ausscheiden aus dem State Department höchste Priorität, die Sicherheit für diplomatische Einrichtungen der USA zu verbessern. "Niemand ist mehr verpflichtet als ich, das wieder gut zu machen."

    Bei dem Angriff am 11. September waren der US-Botschafter Christopher Stevens und drei weitere Diplomaten ums Leben gekommen. Der Vorfall wurde erst Tage später von der Regierung ausdrücklich als gezielter Terrorangriff eingestuft. In einem Untersuchungsbericht wurde Clintons Ministerium angelastet, es habe nicht genug erfahrene Sicherheitsleute zur Verfügung gestellt. Mehrere hochrangige Mitarbeiter mussten deswegen ihren Posten räumen. Clinton versprach, alle Empfehlungen des Berichtes umzusetzen. Sie wolle das Außenamt "sicherer und stärker" hinterlassen.

    Angriff heruntergespielt?

    Die oppositionellen Republikaner werfen Clinton auch vor, sie habe den Anschlag als spontanen Übergriff nach einem anti-muslimischen Schmähvideo herunterspielen wollen. Diesen Vorwurf wies die US-Chefdiplomatin entschieden zurück. Sie habe schon am Tag nach dem Angriff von einem Terrorakt gesprochen. Während ihrer Aussage schien Clinton kurzzeitig den Tränen nahe, als sie über ihre Begegnungen mit Hinterbliebenen der Terrorattacke sprach. "Ich habe die Mütter und Väter, die Schwestern und Brüder, Söhne und Töchter umarmt."

    Zwischenzeitlich lieferte sich die Ehefrau des Ex-Präsidenten Bill Clinton und einstige Senatorin verbale Auseinandersetzungen mit den oppositionellen Republikanern. Der Senator Rand Paul sagte, er hätte Clinton entlassen, wenn er Präsident wäre. Der ehemalige Präsidentschaftskandidat John McCain nannte Clintons Antworten unbefriedigend. Die Ministerin forderte die Politiker auf, nicht aus jeder Angelegenheit ein "politisches Spiel" zu machen. Es gebe schließlich "vier tote Amerikaner", sagte sie mit erhobener Stimme.

    Clinton scheidet freiwillig aus

    Clinton, die als mögliche Präsidentschaftskandidatin der Demokraten im Jahr 2016 gehandelt wird, scheidet in Kürze freiwillig aus der Regierung aus. Ihre letzten Auftritte im Kongress gelten daher als wichtig für ihre politische Zukunft. US-Präsident Barack Obama hat bereits den Senator John Kerry als Nachfolger benannt. Sein Bestätigungsverfahren im Senat soll am Donnerstag mit einer Anhörung beginnen.

    23.01.2013, Quelle: dpa
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