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Vor der Wahl in Italien
Im Netz macht Beppe Grillo das Rennen
VideoGrillo: Komiker auf dem Weg nach Rom
VideoStehaufmännchen Berlusconi
VideoEuropa blickt auf Wahlen in Italien
Während Politikwissenschaftler den Sozialdemokraten Pier Luigi Bersani bei der Wahl in Italien vorne sehen, hat das Netz einen eigenen Favoriten: Beppe Grillo - ein Netzpolitiker der ersten Stunde.
Am Wochenende ist es soweit: Am Sonntag und Montag werden die Italiener vor den Wahllokalen stehen, um über die Zukunft ihres Landes zu bestimmen. Zumindest werden sie die Möglichkeit dazu haben. Denn die Stimmung im Land ist gespalten. Viele haben dem Politikbetrieb den Rücken zugekehrt, er hat sie zu oft enttäuscht. Ab zwei Wochen vor den Wahlen ist es in Italien nicht mehr erlaubt, Wahlprognosen zu veröffentlichen, obwohl die Forschungsinstitute bis zur Wahl im Hintergrund weiter Prognosen erheben.Im Netz auffindbare Wahlprognosen enden deshalb am 8. Februar. Ein BLick ins Internet zeigt trotzdem, wie die Stimmung im Land vor den Wahlen ist.Grillo: Der sichere Sieger im Netz
Stehaufmännchen Berlusconi
Europas Schreckgespenst geht wieder um: Silvio Berlusconi, der politisch Totgeglaubte, ist zurück. Das simple Rezept: Er verspricht den Leuten Geld. Warum ihm die Italiener eine Chance geben:
Stehaufmännchen Berlusconi
Europas Schreckgespenst geht wieder um: Silvio Berlusconi, der politisch Totgeglaubte, ist zurück. Das simple Rezept: Er verspricht den Leuten Geld. Warum ihm die Italiener eine Chance geben: Stehaufmännchen Berlusconi
Italien-Wahl: Die Gruppierungen
Mitte-links-Bündnis
Spitzenkandidat: Pier Luigi Bersani (61)
Wichtigste Partei: Partito Democratico(PD)
Ausrichtung: sozialdemokratisch, christdemokratisch , sozialliberal
Wahlforscher gehen davon aus: der Sozialdemokrat könnte der nächste Ministerpräsident werden. Bei den letzen Umfragen hatte er zwar an Vorsprung verloren, erhielt aber mehr als 33 Prozent. Bersani braucht dann einen Partner. Am wahrscheinlichsten ist eine Koalition mit Montis Bündnis. Bersani hat sich die Fortführung der derzeitigen Reformen auf die Fahnen geschrieben.
Mitte-rechts-Allianz
Spitzenkandidat: Silvio Berlusconi (76)
Wichtigste Parteien: Berlusconis Partei "Volk der Freiheit" (PdL) und der Lega Nord.
Ausrichtung: konservativ, rechtsliberal, christdemokratisch
Wahlforscher gehen davon aus, Berlusconi könnte mit seinem populistischen Reden die Nummer 2 werden. Er selbst will nach jetzigem Stand aber nicht noch einmal Regierungschef werden. Berlusconi wirbt mit Steuersenkungen, hatte aber Steuererhöhungen in seiner eigenen Regierungszeit umgesetzt und im Kabinett Monti mitgetragen. Auch machte er am Holocaust-Gedenktag mit Lobes-Hymnen auf den früheren Diktatur Mussolini wieder einmal von sich reden. Letzte Wahlumfragen sehen seine Allianz bei gut 28 Prozent.
Bürgerwahl
Spitzenkandidat: Mario Monti (69)
wichtigste Parteien: Zentrumspartei (UdC), Konservativen (FlI), Italia Futura
Ausrichtung: konservativ, christdemokratisch
Monti hat bis Ende 2012 ein Übergangskabinett aus Technokraten geführt. Weil Berlusconi ihm die Mehrheit aufkündigte, trat er zurück. In Montis Regierungszeit fallen grundlegende Entscheidungen zum Abbau des Haushaltsdefizits, verbunden mit Steuererhöhungen und Abschaffung von Privilegien. Eine Zusammenarbeit mit Berlusconi schloss Monti aus.
Fünf Sterne
Spitzenkandidat: Beppe Grillo (64)
Partei: Movimento 5 Stelle (Bewegung 5 Sterne)
Der Komiker und Blogger wütet gegen alle, aber ohne Plan. Nach seinen Angaben ist seine Bewegung werder links noch rechts. Bei den letzten Regionalwahlen nahm der Berlusconis Partei und der Lega Nord viele Stimmen weg - die der jungen Protestwähler. Insgesamt könnte er auf etwa 18 Prozent kommen. Jedoch will keiner der anderen mit Grillo zusammenarbeiten, zu unklar sind seine Ziele.



