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Arbeitsmarkt
Immer mehr Frührentner - Lehrer halten länger durch
VideoFrühverrentung steigt auf Rekord
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VideoAltervorsorge: Beratung oft mangelhaft
In Deutschland sind noch nie so viele Menschen vorzeitig in Rente gegangen wie 2011 - trotz der damit verbundenen finanziellen Einbußen. Eine Trendwende gibt es aber bei den Lehrern: Immer weniger von ihnen werden wegen Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt.
2011 bezogen fast 700.000 Menschen erstmalig ihre Altersrente. Knapp die Hälfte von ihnen, fast 337.000, bekamen nicht ihr volles Ruhegeld ausgezahlt, weil sie nicht bis zur Regelaltersgrenze von 65 Jahren gearbeitet hatten. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf eine Sonderauswertung der Deutschen Rentenversicherung.Krankenpfleger und Erzieher besonders betroffenDer Anteil der Frührentner mit finanzieller Schlechterstellung stieg von 41,2 Prozent im Jahr 2005 über 47,5 Prozent im Jahr 2010 auf 48,2 Prozent 2011. Die Frührentner kommen aus allen Branchen.In 23 von 39 ausgewählten Berufsgruppen lag der Anteil der neuen Ruheständler mit gekürzten Ruhegeldern bei mehr als 60 Prozent. Besonders betroffen sind etwa Krankenpfleger, Erzieher und Arbeitnehmer im Dienstleistungssektor. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) sank die Beschäftigungsquote der 60- bis 64-Jährigen zuletzt auf 29,3 Prozent. Bei den 64-Jährigen hatten demnach im Juni 2012 noch 14,2 Prozent einen Job.Lehrer arbeiten wieder längerZugleich werden in Deutschland immer weniger Lehrer wegen Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt. Von den 20.900 verbeamteten Lehrern, die 2011 pensioniert wurden, waren es gerade mal 4.000. Das sind 19 Prozent - der niedrigste Wert seit Beginn der statistischen Erfassung im Jahr 1993, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Bis 2001 war mehr als jede zweite Lehrkraft wegen Dienstunfähigkeit pensioniert worden. Möglicher Grund für den Rückgang: die Einführung von Versorgungsabschlägen bei vorzeitiger Pensionierung.



