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Militär-Übung
Iran startet Seemanöver in Straße von Hormus
BildSatellitenbild der Straße von Hormus
VideoNetanjahu droht Iran mit "roter Linie"
Iran demonstriert Stärke. Mit einem Übungsmanöver seiner Seestreitkräfte am Persischen Golf macht das Regime in Teheran deutlich, dass es westliche Sanktionen oder Angriffe nicht widerstandslos hinnehmen wird.
Iran hat ein großangelegtes Seemanöver im Persischen Golf inklusive der strategisch wichtigen Straße von Hormus begonnen. Die langfristig geplante, sechstägige Übung solle die Bereitschaft demonstrieren, das Gebiet gegen potenzielle militärische Bedrohungen zu schützen, sagte Marine-Kommandeur Habibollah Sajari der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Im Atomstreit mit dem Westen hatte Iran mehrfach gedroht, im Falle von Sanktionen gegen seine Ölausfuhren den wichtigen Seeweg zu blockieren.Die Straße von Hormus
Die wichtigste Meerenge der Welt
An dem Manöver nehmen laut Sajari mehrere Kriegsschiffe, Boote mit Raketen-Launchern, U-Boote und Kampfjets teil. Das Manöver wurde schon vergangene Woche angekündigt und hat daher keinen aktuellen Anlass. Überhaupt werden Manöver in Iran zur Routine. Sajari selbst nennt diese Manöver ein "Zeichen der iranischen Entschlossenheit, seine Grenzen konsequent zu verteidigen" und "eine Botschaft für Sicherheit, Frieden und Freundschaft" für die Golfregion.40 Prozent der Ölexporte über Hormus-Straße
Durch die Meerenge von Hormus werden rund 40 Prozent der weltweiten Seetransporte von Rohöl abgewickelt. Eine Blockade würde faktisch den Ölexport aus dem Persischen Golf unterbinden. Über Leitungen durch Saudi-Arabien könnte nur ein kleiner Bruchteil der geförderten Menge transportiert werden. Betroffen wäre neben den arabischen Ölstaaten bis hin zum Irak auch Iran selbst.
Der Westen verdächtigt die iranische Regierung, unter dem Deckmantel eines zivilen Nuklearprogramms heimlich am Bau von Atomwaffen zu arbeiten. Israel und die USA haben deshalb auch Militärschläge gegen iranische Atomanlagen nicht ausgeschlossen. Teheran weist die Vorwürfe zurück und droht seinerseits mit einem Einsatz seiner Raketen, die nach Angaben des Militärs 2.000 Kilometer weit bis nach Israel fliegen können.




