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Extremisten vernetzen sich
"Kampf gegen rechts muss europäischer werden"
BildEinzeltäter sind die Ausnahme
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VideoRechte Schattenwirtschaft
In verschiedenen Ländern Europas agieren rechtsextreme Gewalttäter. Längst tun sie das nicht mehr isoliert voneinander. Sie bauen ihr Netzwerk aus. Andreas Zick von der Uni Bielefeld beklagt im Gespräch mit heute.de fehlendes Problembewusstsein der Behörden.
heute.de: Herr Zick, in jüngster Zeit gab es in verschiedenen europäischen Ländern Gewalttaten mit rechtsextremem Hintergrund. Nimmt die Gefahr durch Rechtsextremismus in Europa zu?Andreas Zick: Ja, ich glaube, sie nimmt zu, vor allem wird sie die europäische Rechtsextreme noch stärker vernetzen. Man hat eine Zeit lang unterschätzt, wie viele Verbindungen es zwischen Rechtsextremisten in verschiedenen Ländern gibt. Aber schon seit den 1980er Jahren beobachten wir, dass zum Beispiel die Ausbildung deutscher Rechtsextremisten zur Gewalt oft im Ausland stattfindet. Außerdem entwickelt jede rechtsextreme Gewalttat Ansteckungsphänomene über Grenzen hinweg. Die Mörder werden wie Helden in anderen Ländern gefeiert und das ermutigt Nachahmer.heute.de: Sind es Einzeltäter, von denen die größte Gefahr ausgeht oder Gruppen?Zick: Es sind in seltenen Fällen Einzeltäter. Breivik in Norwegen war wohl der dramatischste, weil er die Merkmale eines so genannten "Lone Wolf"-Täters teilt. Wir wissen aber aus allen Gerichtsakten und Studien, dass es sich in der Regel um kollektive Taten handelt. Rechtsextremisten schlagen in Gruppen zu.heute.de: In welchen Ländern sind Rechtsextreme denn besonders aktiv?
Andreas Zick ...
... ist Professor am Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld. Er ist Mitautor der Studie "Die Abwertung der Anderen - Eine europäische Zustandsbeschreibung zu Intoleranz, Vorurteilen und Diskriminierung", herausgegeben 2011 von der Friedrich-Ebert-Stiftung.
... ist Professor am Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld. Er ist Mitautor der Studie "Die Abwertung der Anderen - Eine europäische Zustandsbeschreibung zu Intoleranz, Vorurteilen und Diskriminierung", herausgegeben 2011 von der Friedrich-Ebert-Stiftung.



