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Zwei Jahre nach der Revolution
Libyen macht Fortschritte
VideoFortschritte nach Gaddafi
VideoFreude über Wahlen - und Sorge
VideoEntwaffnung mit Gewinnspiel
Libyen strotzt vor Waffen und gilt trotzdem als eine Vorzeigedemokratie - jedenfalls im Vergleich zu Ägypten. Vor zwei Jahren hatten Gegner des Gaddafi-Regimes zu Protestaktionen aufgerufen, die zum Tode Gaddafis führten. Die Proteste zum Jahrestag der Revolution wurden abgesagt, um den gesellschaftlichen Frieden nicht zu stören.
Mit Kreativität und einer Spur Wehmut bereiten sich die Libyer auf die Feierlichkeiten zum zweiten Jahrestag der Revolution vor. In der östlichen Stadt Bengasi wurden in der Nacht zum Freitag schon die ersten Feuerwerkskörper gezündet. Ein kleines Mädchen in der Stadt Misrata verteilte am Straßenrand Blumen an Passanten. Wie ehemalige Revolutionsaktivisten berichteten, starb ihr Vater 2001 während des Bürgerkrieges, der nach über 40 Jahren die Herrschaft von Muammar al-Gaddafi beendete.Der Arabische Frühling und seine Folgen
In Tunesien fing es an
Mit der "Jasmin-Revolution" in Tunesien begann vor mehr als zwei Jahren der Arabische Frühling. Seitdem ist die Region in Aufruhr. Es gibt Massenproteste, Anschläge und einen Bürgerkrieg. Ein Blick auf die wichtigsten Umbruchländer:
Äypten
Präsident Husni Mubarak wurde im Februar 2011 gestürzt. Zunächst übernahm das Militär die Macht, dann wurde der Muslimbruder Mohammed Mursi zum Präsidenten gewählt. Doch das Land kommt nicht zur Ruhe. Der autoritäre Führungsstil des Staatsoberhaupts sorgt immer
wieder für Proteste. Die dramatische Wirtschaftslage verschärft die Situation noch. Die Opposition fordert den Rücktritt Mursis und lehnt jeden Dialog mit dem Präsidenten ab. Im Januar kam es nach dem zweiten Jahrestag der Revolution zu den blutigsten Protesten seit dem Amtsantritt des Islamisten mit fast 60 Toten. In drei Städten am Suez-Kanal wurde daraufhin der Ausnahmezustand verhängt.
Jemen
Nach monatelangen Protesten erklärte Langzeitpräsident Ali Abdullah Salih im November 2011 seinen Machtverzicht. Seitdem kämpft das Land mit den Folgen des Umbruchs. In dem Armenhaus im Süden der Arabischen Halbinsel haben Aufständische massiv an Einfluss gewonnen. Immer wieder gibt es Anschläge. Die jemenitische Armee geht hart gegen die dem Terrornetzwerk Al-Kaida nahestehenden Dschihadisten vor. Die USA hilft mit Drohnen. Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi hat nun einen nationalen Dialog angekündigt. Er soll am 18. März beginnen.
Libyen
Das nordafrikanische Land hat seit dem Sturz von Machthaber Muammar al-Gaddafi einige Schritte in Richtung Demokratie unternommen. Doch nach Parlamentswahl und Regierungsbildung droht wegen des Streits um den Verfassungsprozess politischer Stillstand. Die größten Herausforderungen für die Regierung sind außerdem die schlechte Sicherheitslage und die Präsenz zahlreicher Milizen. Jüngst haben mehrere westliche Staaten ihre Bürger aufgefordert, die Stadt Bengasi wegen einer "unmittelbaren Bedrohung" zu verlassen. Im September vergangenen Jahres waren dort bei einem Terroranschlag auf das US-Konsulat vier US-Bürger getötet worden, unter ihnen der US-Botschafter in Libyen.
Syrien
Der Aufstand gegen Präsident Baschar al-Assad begann im März 2011. Inzwischen tobt im Land ein Bürgerkrieg, bei dem nicht nur Regierung und Rebellen, sondern auch verschiedene ethnische oder religiöse Gruppen gegeneinander kämpfen. Nach UN-Schätzungen kamen mehr als 60 000 Menschen ums Leben. Die internationale Gemeinschaft ist in der Frage weiter zerstritten. Einen Dialog zwischen Regierung und Opposition gibt es ebenfalls nicht.



