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TV-Duell in Niedersachsen
McAllister und Weil streiten wegen Linkspartei
VideoMcAllister und Weil im TV-Duell
VideoWas McAllister und Weil vorhaben
VideoFDP mit Schlüsselrolle?
60 Minuten, zwei Kontrahenten, ein Moderator, ein Ziel: Zehn Tage vor der Niedersachsenwahl haben sich CDU-Regierungschef McAllister und SPD-Herausforderer Weil ein TV-Duell geliefert. Der Zuschauer erfährt zwar wenig Neues, sieht aber viele Emotionen, vor allem, als es um den Umgang mit der Linkspartei geht.
Die Spitzenkandidaten von CDU und SPD für die Niedersachsen-Wahl, David McAllister und Stephan Weil, haben in ihrem TV-Duell über den Umgang mit der Linkspartei gestritten. Weil vermied eine klare Antwort auf die Frage nach einer möglichen Koalition mit der Linken. "Das wird nicht eintreten, der Fall", meinte er am Donnerstagabend im NDR."Sie eiern herum"McAllister hielt ihm daraufhin vor, sich bei der Frage um eine klare Antwort zu drücken. "Sie eiern bei dieser Frage 'rum", meinte er. Die Wähler erwarteten eine klare Ansage. "Das tun Sie nicht, und das ist verräterisch", betonte der CDU-Politiker zehn Tage vor der Niedersachsen-Wahl am 20. Januar."Es wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen, es wird auf jede Stimme ankommen", sagte Weil. McAllister sagte, die Affäre um den Ex-Bundespräsidenten Christian Wulff beeinflusse seinen Wahlkampf nicht. "Die Menschen sind mit dem Thema durch." Weil dagegen verneinte die Frage, ob die Negativ-Schlagzeilen um den SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück auf seinen Wahlkampf Auswirkungen hätten.Knappe Mehrheit für Rot-GrünNach dem am Donnerstag veröffentlichten ZDF Politbarometer liegt McAllisters CDU derzeit mit 39 Prozent deutlich vor der SPD (33 Prozent). Für die Grünen sprechen sich zehn Tage vor der Wahl 13 Prozent aus, die FDP käme mit 5 Prozent in den Landtag. Damit rangiert Rot-Grün knapp vor Schwarz-Gelb. Linke und Piratenpartei würden den Sprung in den Landtag mit jeweils 3 Prozent hingegen verpassen.Beide Politiker wiederholten ihre Position in der Bildungspolitik, wo die SPD die Studiengebühr abschaffen will, sowie der Energiewende. Weil hielt McAllister eine "chaotische Energiepolitik" vor und meinte mit Blick auf den angeschlagenen Offshore-Zulieferer Siag Nordseewerke: "Was ich Herrn McAllister vorwerfe ist eine unerklärliche Passivität." Der betonte, das Thema tauge nicht für denWahlkampf, es sei zu sensibel. Vorrang habe die Sicherung von Arbeitsplätzen.Das Atommüll-Endlager bleibt HauptthemaBei der Suche nach einem Atommüll-Endlager hielt McAllister seinem Herausforderer vor: "Sie gefährden den nationalen Endlagerkonsens!" Er habe einen guten Draht zu Kanzlerin Angela Merkel und tausche sich oft mit ihr aus: "Ich nutze meine Kontakte in Berlin, und das hilft der Infrastruktur." 2017 wolle er den ersten ausgeglichenen Haushalt vorlegen.Kritik gab es von Weil an der Asylpolitik der schwarz-gelben Landesregierung, die er "unmenschlich" nannte. Das einzige derartige TV-Duell war für beide Kandidaten das erste ihrer politischen Karriere. In Niedersachsen, wo am 20. Januar rund 6,2 Millionen Menschen zur Wahl des neuen Landtags aufgerufen sind, gibt es seit 1998 TV-Duelle.




