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18.06.2013

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Familienministerin

Ministerin Schröder und "das liebe Gott"

  • Bild Familienministerin Kristina Schröder
  • Video Wo bitte ist die gute, alte Männerrolle?
  • Video Pläne für Großelternzeit
  • BildFamilienministerin Kristina Schröder
    Kristina Schröder / Quelle: dpa
    (Quelle: dpa)
    VideoWo bitte ist die gute, alte Männerrolle?

    Männer jagen, Frauen kochen: Früher war alles so eindeutig - heute ist das anders. Männer brauchen Unterstützung - das hat Ministerin Schröder erkannt. Männerpolitik - endlich.

    (03.11.2012)
    VideoPläne für Großelternzeit

    Die Regierung plant eine umfassende Elternzeit-Reform. Der Entwurf sieht nicht nur eine flexiblere Elternzeit, sondern unter anderem auch eine Großelternzeit für die Betreuung der Kinder vor.

    (27.09.2012)

    Kurz vor Weihnachten verärgert Familienministerin Kristina Schröder die Union mit einer Gottes-Äußerung. Statt des männlichen Artikels könne man auch "das Gott" sagen, meint Schröder in einem Interview. Bayerns Sozialministerin Haderthauer nennt das "verkopften Quatsch", andere sind verwundert. 

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    Der oder das Gott? Weil Bundesfamilienministerin Kristina Schröder das Geschlecht des Allmächtigen nicht als gottgegeben ansieht, zieht sich die CDU-Politikerin den Ärger von Kolleginnen in der Union zu. "Der liebe Gott bleibt der liebe Gott", sagte Katherina Reiche (CDU), Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, der "Bild"-Zeitung.

    Haderthauer: "Verkopfter Quatsch"

    Auf die Frage der "Zeit", wie man einem kleinen Mädchen erkläre, warum es "der Gott" und nicht "die Gott" heiße, hatte Schröder geantwortet, der Artikel habe nichts zu bedeuten: "Man könnte auch sagen: das liebe Gott." "Dieser verkopfte Quatsch macht mich sprachlos", entgegnete Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer (CSU). Es sei traurig, wenn aus lauter Unsicherheit und Political Correctness den Kindern jene starken Bilder genommen würden, die für ihre Fantasie so wichtig seien.

    Stefan Müller, parlamentarischer Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe im Bundestag, sagte: "Ich finde es unabhängig von der Weihnachtszeit unpassend und bin etwas verwundert." Zusätzliche Kritik gibt es auch an der politischen Bilanz der Familienministerin. Der CSU-Innenexperte Stephan Mayer sagte der "Bild"-Zeitung: "Anstatt immer wieder völlig sinnlose Debatten anzuzetteln, sollte die Ministerin einfach mal ihre Arbeit machen. Wir sagen ja auch nicht 'das Mutter Gottes'."

    "Ich empfehle das Christkind"

    Zurückhaltung in der Debatte gibt es vor allem im hessischen CDU-Landesverband, wo die Ministerin demnächst als Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl aufgestellt werden soll. Der hessische CDU-Abgeordnete Klaus-Peter Willsch meinte: "Wem nur ein geschlechtsneutraler Zugang zum Herrgott möglich erscheint, dem empfehle ich gerade in der Weihnachtszeit das Christkind."

    Schröder gab sich mit der Kritik konfrontiert kleinlaut. "Bei meiner Antwort habe ich vielleicht zu sehr an das kleine Mädchen gedacht und nicht an die vielen Erwachsenen, die über meine Worte stolpern", sagte die Mutter einer anderthalbjährigen Tochter.


    Auch Schröders Sprecher Christoph Steegmans versuchte, die Wogen zu glätten.  Papst Benedikt XVI. höchstpersönlich schreibe in seiner Jesus-Biografie, natürlich sei Gott weder Mann noch Frau. "Die Kritiker der Ministerin sollten also bitte nicht päpstlicher sein als der Papst", sagte Steegmans, der noch weitere Fundstellen anderer Experten zitieren konnte. "Wenn ich also die Wahl habe, mich entscheiden zu müssen zwischen dem Expertentum des Papstes und den Kritikern in der Bild-Zeitung, würde ich eher dem Papst vertrauen."

    Beckstein: Theologisch hat Schröder Recht

    Unterstützung erhielt die Ministerin von Bayerns Ex-Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU, Vize-Präses der Synode der evangelischen Kirche: "Theologisch hat Frau Ministerin Schröder Recht: Gott steht über den Geschlechtern. Aber emotional ist das nicht meine Welt; für mich ist es wichtig, Gott als Vater zu haben. Und Jesus als seinen Sohn. Und selbst als Protestant ist mir Maria als die Mutter Gottes wichtig."

    21.12.2012, Quelle: dpa, kna, dapd
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