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Runder Tisch gegen Kindesmissbrauch
Missbrauchsopfer werden weiter vertröstet
VideoMissbrauchsopfer ohne Entschädigung
VideoVi MM Rörig
Vor drei Jahren schockierten zahlreiche Fälle von Kindesmissbrauch in Schulen und Heimen die Öffentlichkeit. Der Staat reagierte mit Versprechungen, Aufarbeitung und einem Hilfsfonds für Therapien. Doch jetzt stellt sich heraus: Es bleibt vorerst nichts außer leeren Worten.
"Es ist für mich vollkommen klar", sagte Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU), "dass wir noch in dieser Legislaturperiode diesen Fonds auf den Weg bringen müssen." Das kann spannend werden. Denn bisher streiten sich Bund und Länder vor allem darüber, wer wann wieviel in den 100-Millionen-Euro-Topf einzahlen soll.Die Bundesregierung hat ihren Anteil bereits zugesagt, deren Auszahlung allerdings von den Beiträgen der Länder abhängig gemacht. Bislang haben aber erst Bayern und Mecklenburg-Vorpommern ihre Bereitschaft erklärt, einzuzahlen.Fonds notfalls nur mit den 50 Millionen des Bundes"Der Bund lässt nicht locker bei den Verhandlungen mit Ländern und Kommunen", versicherte Schröder. Sie bekräftigte aber auch die Bereitschaft der Bundesregierung, den Fonds notfalls nur mit den 50 Millionen Euro des Bundes einzurichten. Auch aus den anderen Ministerien gebe es für ein solches Vorgehen "positive Signale".Die familienpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Caren Marks, begrüßte Schröders Zusicherung. Die Betroffenen erwarteten zu Recht eine Lösung und kein Gerangel zwischen Bund und Ländern. Ähnlich äußerte sich der Missbrauchsbeauftragte des Bundes, Johannes-Wilhelm Rörig: "Es darf keinesfalls beim unverbindlichen Mitgefühl der Politik bleiben", sagte er im ZDF Morgenmagazin. Die Bundesregierung solle ihr Mitgefühl jetzt auch materiell unter Beweis stellen, indem sie den Hilfsfonds starte. Nach seinen Plänen sollen die Betroffenen noch in diesem Jahr erste Anträge auf Entschädigungszahlungen stellen können.Ergänzendes Hilfssystem für BetroffeneSchröder kündigte außerdem die Einrichtung eines ergänzenden Hilfssystems an. Den Betroffenen soll der Zugang zu Therapien und Beratungsangeboten erleichtert werden. Eine unabhängige Clearing-Stelle soll die Maßnahmen organisieren und betreuen.
Clearing-Stelle
Wichtigstes Ergebnis der Verhandlungen ist die Einrichtung eines ergänzenden Hilfssystems. Den Betroffenen soll der Zugang zu Therapien und Beratungsangeboten erleichtert werden. Eine unabhängige Clearing-Stelle soll die Maßnahmen organisieren und betreuen.
Verhandlungen darüber, wie das Hilfesystem umgesetzt werden kann, wurden bereits mit 13 Dachorganisationen, darunter die Kirchen, Caritas, Diakonie oder Sportvereinen geführt.
Wichtigstes Ergebnis der Verhandlungen ist die Einrichtung eines ergänzenden Hilfssystems. Den Betroffenen soll der Zugang zu Therapien und Beratungsangeboten erleichtert werden. Eine unabhängige Clearing-Stelle soll die Maßnahmen organisieren und betreuen.
Verhandlungen darüber, wie das Hilfesystem umgesetzt werden kann, wurden bereits mit 13 Dachorganisationen, darunter die Kirchen, Caritas, Diakonie oder Sportvereinen geführt.



