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Daimler-Bilanz
Modelle und Märkte - was Mercedes versäumt hat
BildMercedes-Benz in Sindelfingen
VideoZetsche: "Kaufanreize für E-Autos nötig"
VideoMythos, Macher und Motoren
Die Jahresbilanz von Daimler offenbart ein handfestes Problem beim Autobauer aus Stuttgart: Die Schwaben haben im vergangenen Jahr weltweit zwar so viele Autos wie nie verkauft. Doch der Gewinn bricht ein. Und die Rivalen Audi und BMW ziehen davon.
Der Autobauer Daimler liefert sich im Kampf um die Spitze der Premiumhersteller ein Rennen mit den Rivalen BMW und Audi. Bis spätestens 2020 wollen die Schwaben an der Konkurrenz vorbeigezogen sein - derzeit haben aber BMW und Audi bei Absatz und Profitabilität klar die Nase vorn.Konkurrenz zieht davonDenn inzwischen klaffen bei Mercedes-Benz offene Lücken in der Angebotspalette, die die schärfsten Konkurrenten BMW und Audi füllen. Daimler kann seinen Kunden keinen kompakten Geländewagen anbieten, den Audi mit dem Q3 und BMW mit dem X1 den Autokäufern offerieren. Ob und wann ein solches Modell von Mercedes auf den Markt kommt, steht noch in den Sternen. Stattdessen setzen die mit Geländewagen großgewordenen Stuttgarter auf Nischenmodelle wie etwa ein viertüriges Kombi-Coupe.Die einst unangefochtene Nobelmarke aus Stuttgart bringt ihre PS nicht mehr auf die Straße und zog zuletzt den gesamten Daimler-Konzern mit in die Tiefe: 2012 brach der operative Konzerngewinn aus dem laufenden Geschäft um zehn Prozent auf 8,1 Milliarden Euro ein, die Dividende kann nur wegen eines Buchgewinns aus dem Verkauf von EADS-Aktien stabil gehalten werden.Rekorderlös - trotzdem kein GewinnanstiegParadox, denn das einstige Flaggschiff der deutschen Auto-Industrie verkaufte im vergangenen Jahr weltweit so viele Pkw, Lkw, Transporter und Omnibusse wie nie. Das spülte mehr Geld als jemals zuvor in die Kasse: Der Umsatz schnellte um sieben Prozent auf den Bestwert von 114,3 Milliarden Euro hoch - doch Daimler konnte diesen Rekorderlös nicht in einen Gewinnanstieg ummünzen.Der Dreikampf: Daimler, BMW und Audi
Absatz
2012 verkaufte Daimler zwar so viele Autos wie noch nie. Allerdings erreichten auch die Rivalen neue Bestmarken: Rund 1,42 Millionen Fahrzeuge der Pkw-Marken Mercedes-Benz, Smart und AMG standen 1,46 Millionen verkauften Audis gegenüber. Für den zweiten Konkurrenten aus Bayern lief es mit 1,85 Millionen Autos der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce sogar noch besser.
China
Besonders deutlich ist der Abstand auf dem wichtigen Wachstumsmarkt China: Dort verkaufte Audi im vergangenen Jahr 405.838 Autos, Daimler kam nur auf 196.211 Mercedes-Benz. BMW war den Schwaben mit 326.444 Autos ebenfalls weit voraus.
Profitabilität
Während die Bayern zuletzt bei der Ebit-Marge - also dem Verhältnis von Umsatz zum operativem Gewinn - längst auf zweistellige Werte kommen, musste sich Daimler in der Pkw-Sparte mit einstelligen Ergebnissen zufriedengeben. Im Gesamtjahr 2012 kam Daimler hier auf 7,1 Prozent, die Werte für Audi und BMW liegen noch nicht vor.
13 neue Modelle geplant
Der Autobauer Daimler will mit einer neuen Modellreihe zurück an die Weltspitze. Bis zum Jahr 2020 wolle der Konzern 13 neue Mercedes-Fahrzeuge auf den Markt bringen, die keinen Vorgänger hätten, erläuterte Daimler-Chef Dieter Zetsche am Donnerstag auf der Bilanzpressekonferenz. Bis 2018 solle der Modulbaukasten für die neuen Baureihen umgesetzt werden. Bei der Fahrzeugproduktion will Daimler schon in zwei Jahren eine Fertigungszeit von 30 Stunden pro Auto erreichen. Für den kriselnden europäischen Automarkt blieb Zetsche weiter skeptisch. Der könne auch in diesem Jahr noch weiter schrumpfen.
Der Autobauer Daimler will mit einer neuen Modellreihe zurück an die Weltspitze. Bis zum Jahr 2020 wolle der Konzern 13 neue Mercedes-Fahrzeuge auf den Markt bringen, die keinen Vorgänger hätten, erläuterte Daimler-Chef Dieter Zetsche am Donnerstag auf der Bilanzpressekonferenz. Bis 2018 solle der Modulbaukasten für die neuen Baureihen umgesetzt werden. Bei der Fahrzeugproduktion will Daimler schon in zwei Jahren eine Fertigungszeit von 30 Stunden pro Auto erreichen. Für den kriselnden europäischen Automarkt blieb Zetsche weiter skeptisch. Der könne auch in diesem Jahr noch weiter schrumpfen.



