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19.06.2013

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merkzettel

Nach Amoklauf in Newtown

NRA-Lobbyisten wollen Schulen mit Waffen schützen

  • Video USA: Streit um Waffengesetze
  • Video Newtown: "Druck ist einfach zu groß"
  • Video US-Waffenlobby zeigt sich störrisch
  • Video USA: Abschied von den Amokopfern
  • VideoUSA: Streit um Waffengesetze

    Eine Woche nach dem Massaker in Newton bleibt die mächtige Waffenlobby ihrem Kurs treu. Präsident Obama dagegen will bereits im Januar strengere Waffengesetze durchsetzen.

    (21.12.2012)
    VideoNewtown: "Druck ist einfach zu groß"

    In den USA wird über schärfere Waffengesetze debatiert. Korrespondent Ulf Röller sagt, dass das Unglück von Newtown "wirklich Amerika verändert" habe und bestimmte Waffentypen verboten werden könnten.

    (21.12.2012)
    VideoUS-Waffenlobby zeigt sich störrisch

    Ende Januar will US-Präsident einen ersten Vorschlag machen, wie die Waffengesetze seines Landes geändert werden könnten. Aber die Waffenlobby ist ein starker Gegner.

    (21.12.2012)
    VideoUSA: Abschied von den Amokopfern

    Die USA nehmen Abschied von den Opfern des Amoklaufes in Connecticut. Im US-Kongress erheben sich die Abgeordneten zu einer Schweigeminute.

    (18.12.2012)

    Die US-Waffenlobby NRA geht nach dem Amoklauf von Newtown mit 27 Toten in die Offensive: Sie fordert einen bewaffneten Schutz von Schulen. Bei der Pressekonferenz kam es auch zu einem Zwischenfall; ein Mann hielt ein Spruchband vor den Sprecher: "Die NRA tötet unsere Kinder". 

    Bewaffnete Polizisten und bewaffnete Wächter sollten in jeder Schule in den USA Dienst tun, forderte der Vizechef der mächtigen National Rifle Association NRA, Wayne LaPierre, am Freitag in Washington. Die NRA sei bereit, beim Training für entsprechende Programme zum Schutz von Schulkindern mitzuhelfen.


    "Nur ein Guter mit Kanone kann Schlechten mit Kanone stoppen"

    LaPierre wandte sich gegen strengere Gesetze zum Erwerb von Schusswaffen in den USA. Solche Gesetze würden nichts bringen. Wörtlich sagte er: "Der einzige Weg, einen schlechten Typen mit einer Kanone zu stoppen, ist ein guter Typ mit einer Kanone."

    Links
    Waffenlobby: "Verteidiger des Waffenbesitzrechts"

    Bei dem Presseauftritt, bei dem Journalisten keine Fragen stellen durften, kam es zu einem Zwischenfall. Ein Mann hielt ein Spruchband mit den Worten "Die NRA tötet unsere Kinder" vor den Sprecher. Andere Demonstranten riefen: "Die NRA hat Blut an den Händen... Stoppt jetzt den Verkauf von Sturmgewehren."

    2. Zusatzartikel zur US-Verfassung

    The Second Amendement
    Der 2. Zusatzartikel zur US-Verfassung wurde 1791 verabschiedet. Er verbietet der US-Regierung das Recht der US-Bürger einzuschränken, Waffen zu besitzen und zu tragen. Der Text lautet: "A well regulated Militia being necessary to the security of a free State, the right of the people to keep and bear Arms shall not be infringed." ("Eine gut organisierte Miliz ist für die Sicherheit eines freien Staates notwendig. Deshalb darf das Recht der Bürger, Waffen zu besitzen und zu tragen, nicht verletzt werden.") Die Interpretation dieses Textes ist immer wieder Gegenstand teilweise harter Kontroversen.

    Schweigeminute für Opfer von Newtown

    Viele US-Bürger haben am Freitag auch der Opfer des Amoklaufs von Newtown gedacht. Während die Fahnen im Regen auf Halbmast wehten, schlugen Kirchenglocken langsam 26 Mal - für jedes Opfer in der Schule einmal. Viele Bundesstaaten hatten sich dem Vorschlag Connecticuts angeschlossen und auch um eine Schweigeminute um 9.30 Uhr (Ortszeit) gebeten - der Zeit, in der die ersten Kinder getötet wurden.

    Am Freitag der vergangenen Woche hatte ein 20-Jähriger zunächst seine Mutter erschossen, bevor er in die Grundschule des Städtchens eindrang. Hier tötete er sechs Frauen und 20 Kinder. Die ältesten Schüler waren gerade sieben, der jüngste war drei Wochen zuvor sechs geworden. Als die Polizei anrückte, erschoss sich der Mann.

    Ohio lockert Waffengesetze

    An der Schweigeminute beteiligte sich nach Angaben des Weißen Hauses auch Barack Obama. Der Präsident hatte am Sonntag die Familien der Opfer besucht und ihnen Trost zugesprochen. In einer Rede auf einer Trauerfeier danach hatte er Aktionen angekündigt, um solche Tragödien künftig auszuschließen. Der Kampf gegen die mächtige Waffenlobby dürfte Obama etwas leichter fallen als anderen Politikern, weil es seine zweite Amtszeit ist. Ein drittes Mal darf er sich nicht wählen lassen.

    Ohio hat derweil seine Waffengesetze schon geändert - und sie weiter liberalisiert. So werden Waffenbesitzer künftig nur noch beim Erwerb einer Lizenz geprüft, nicht mehr bei deren Verlängerung. Außerdem dürfen Waffen verdeckt an mehr Plätzen getragen werden - selbst in der Garage des regionalen Parlaments in der Hauptstadt Columbus. Die Gesetzesänderung war allerdings lange vor dem Amoklauf angestoßen worden.

    21.12.2012, Quelle: dpa
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