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18.06.2013

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Italiens Präsident verschnupft

Nach Steinbrücks Clown-Spruch: Basta statt Pasta

  • Video Diplomatisches Eklat wegen Steinbrück
  • Video Bersani gewinnt, aber erreicht nichts
  • Video "Steinbrück muss neue Rolle lernen"
  • VideoSteinbrück Video

    Italiens Präsident Napolitano sagte ein geplantes Abendessen mit SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück ab. Steinbrück hatte Silvio Berlusconi, den Chef der Protestbewegung, zuvor als "Clown" bezeichnet.

    (27.02.2013)
    VideoBersani gewinnt, aber erreicht nichts

    Ein Mitte-Links-Bündnis gewinnt die Wahl zum italienischen Abgeordnetenhaus. Im Senat aber hat Berlusconis Bündnis mehr Mandate. Und Beppe Grillos Protestwähler holen aus dem Stand knapp 24 Prozent.

    (26.02.2013)
    Video"Steinbrück muss neue Rolle lernen"

    "Peer Steinbrück hörte nicht immer auf seine Berater", so sein Biograf Daniel Goffart. "Jetzt muss er vermeiden, in neue Fettnäpfchen zu treten, und er muss sich trotzdem treu bleiben."

    (11.01.2013)

    Kurzmeldung

    • FDP: "Fremdschämen" wegen Steinbrück 16:26 27.02.2013
      Union und FDP haben SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück für seine Äußerungen zur Italien-Wahl kritisiert. FDP-Vize Sabine Leutheusser-Schnarrenberger sagte, für die "Clown"-Aussage sei "Fremdschämen" angesagt. "Mit solchen Äußerungen qualifiziert sich Steinbrück fürs Unterhaltungsfernsehen, aber nicht fürs Kanzleramt." Unions-Fraktionsvize Michael Meister (CDU) erklärte, Steinbrück schade dem Ansehen Deutschlands. SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles sagte, Steinbrück habe auf einer Veranstaltung namens "Klartext" ausgesprochen, was er denke. Zudem sei "Clown" eine milde Beurteilung Berlusconis.

    • Steinbrück geht auf Napolitano zu 18:31 27.02.2013
      SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat mit Italiens Präsident Giorgio Napolitano ein "klärendes Telefongespräch" geführt. Das sagte sein Sprecher. Dabei sei "alles ausgeräumt" worden. Eine Entschuldigung habe es aber nicht gegeben. Steinbrück hatte nach der Italien- Wahl erklärt, er sei entsetzt darüber, dass mit Beppe Grillo und Silvio Berlusconi "zwei Clowns gewonnen haben". Napolitano hatte wegen der Äußerung ein geplantes Treffen im Rahmen seines Berlin-Besuchs abgesagt. Steinbrück steht zu seinen Äußerungen: "Gesagt ist gesagt." Er habe Verständnis dafür, dass Napolitano Neutralität zu wahren habe.

    Italiens Präsident Giorgio Napolitano hat das Abendessen mit SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück in Berlin abgesagt. Grund seien Steinbrücks Äußerungen über die Politiker Berlusconi und Grillo. Nach der Wahl in Italien hat Steinbrück beide als "Clowns" bezeichnet. Inzwischen haben die beiden Politiker ein klärendes Gespräch geführt. 

    Steinbrück hat mit seiner "Clown"-Äußerung über den Ausgang der Wahlen in Italien einen diplomatischen Eklat ausgelöst. Italiens Präsident Giorgio Napolitano sagte am Mittwoch kurzfristig ein für den Abend in Berlin geplantes Treffen mit dem SPD-Kanzlerkandidaten ab, wie Steinbrücks Sprecher Michael Donnermeyer bestätigte. Begründet habe Napolitano die Absage mit den Äußerungen Steinbrücks vom Dienstagabend.

    Inzwischen hat Steinbrück mit Napolitano telefoniert, um die Wogen zu glätten. Es sei ein "klärendes Gespräch" gewesen, sagte sein Sprecher Donnermeyer, dabei sei "alles ausgeräumt" worden. Um eine Entschuldigung seitens des Kanzlerkandidaten habe es sich aber nicht gehandelt. Seine Äußerung selbst wollte Steinbrück ebenfalls nicht zurücknehmen: "Gesagt ist gesagt."

    Steinbrück: "Zwei Clowns haben gewonnen"

    Steinbrück hatte direkt nach der Italien-Wahl gesagt: "Ich bin geradezu entsetzt, dass zwei Clowns gewonnen haben." Einer davon sei der Komiker Beppe Grillo, "ein beruflich tätiger Clown, der auch nichts dagegen hat, wenn man ihn so nennt", der andere sei Berlusconi, "ein Clown mit einem besonderen Testosteronschub". Damit hatte der SPD-Mann auf Berlusconis Sex-Affären angespielt.  Zudem teile Steinbrück nicht die Einschätzung, dass der Wählerzulauf für Grillo und Berlusconi auf Protest gegen den Sparkurs der Regierung in der Euro-Krise zurückgehen könnte. "Mein Eindruck ist, dass in Italien zwei Populisten gewonnen haben", sagte Steinbrück

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    Nach Napolitanos Reaktion äußerte Steinbrück Verständnis dafür, dass der Präsident das Treffen "aufgrund der innenpolitischen Lage in Italien" abgesagt habe, sagte Donnermeyer. Napolitano hält sich derzeit zu einem Besuch in Deutschland auf. Der italienische Präsident wollte den Kanzlerkandidaten im Berliner Hotel Adlon zum Abendessen treffen.

    Bei der Wahl in Italien hat zwar das Parteienbündnis um Pier Luigi Bersani gewonnen (29,54 Prozent). Allerdings schnitten Berlusconi (29,18 Prozent) und Grillos Protestbewegung (25,55 Prozent) überraschend stark ab. Bisher ist unklar, wie eine künftige Regierung aussehen könnte.

    27.02.2013, Quelle: reuters, afp, dpa
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