- Mainz
- Aachen
- Angermünde
- Arkona
- Augsburg
- Bad Salzuflen
- Bamberg
- Berlin
- Bonn
- Braunschweig
- Bremen
- Bremerhaven
- Chemnitz
- Chieming
- Cottbus
- Cuxhaven
- Dortmund
- Dresden
- Düsseldorf
- Eisenach
- Emden
- Erfurt
- Essen
- Frankfurt/Main
- Freiburg
- Freudenstadt
- Garmisch-Partenkirchen
- Gera
- Gießen
- Glücksburg
- Görlitz
- Göttingen
- Greifswald
- Gütersloh
- Halle
- Hamburg
- Hannover
- Helgoland
- Hof
- Kalkar
- Karlsruhe
- Kassel
- Kempten
- Kiel
- Köln
- Konstanz
- Landsberg
- Leipzig
- List/Sylt
- Lübeck
- Lüdenscheid
- Magdeburg
- Mannheim
- Mühldorf
- München
- Münster
- Neuburg/Donau
- Norderney
- Nürnberg
- Oberstdorf
- Öhringen
- Passau
- Plauen
- Potsdam
- Putbus
- Regensburg
- Rostock-Warnemünde
- Saarbrücken
- Schleswig
- Schwerin
- Seehausen
- Straubing
- Stuttgart
- Trier
- Ulm
- Waren
- Weiden
- Westermarkelsdorf
- Wiesbaden
- Wittenberg
- Würzburg
Schwaben grollen Thierse
Nenn' Schrippen niemals Wecken
BildEckt bei Schwaben an: Wolfgang Thierse
VideoVerarmt, veraltet, vertrieben?
VideoTeure Mieten verdrängen Alteingesessene
Multikulti stößt in Berlin gemeinhin an Grenzen, wenn von zugezogenen Schwaben die Rede ist. Selbst Prenzelberger Wolfgang Thierse klagt: Er wolle beim Kiezbäcker "Schrippen" kaufen, nicht "Wecken". Unter den Gescholtenen und im Südwesten der Republik kommt das gar nicht gut an.
Nach den Lästereien Thierses über Schwaben in Berlin macht sich im Ländle Empörung breit. Selbst Baden-Württembergs Ex-Ministerpräsident Günther Oettinger schaltete sich ein: "Ohne die Schwaben wäre die Lebensqualität in Berlin nur schwer möglich. Denn wir zahlen da ja jedes Jahr viel Geld über den Länderfinanzausgleich ein", sagte der EU-Energiekommissar der "Bild". Verdi-Landeschefin und SPD-Landesvize Leni Breymaier sagte zur Schelte ihres Parteifreundes Thierse: "Wir in Baden-Württemberg profitieren sehr von unseren Migranten. Auch beim Essen. Das tut den Berlinern auch gut.""Was soll das?"Hintergrund: Thierse, der seit 40 Jahren in Prenzlauer Berg wohnt, hatte sich in der "Berliner Morgenpost" über die zahlreichen zugezogenen Schwaben in seinem Heimatbezirk ausgelassen. "Ich ärgere mich, wenn ich beim Bäcker erfahre, dass es keine Schrippen gibt, sondern Wecken", sagte er. "In Berlin sagt man Schrippen - daran könnten sich selbst Schwaben gewöhnen." Ebenso störe es ihn, wenn ihm in Geschäften "Pflaumendatschi" angeboten würden. "Was soll das? In Berlin heißt es Pflaumenkuchen", sagte Thierse dem Blatt.
Grünen-Chef Cem Özdemir sagte der "Bild", viele Schwaben kämen zum Arbeiten nach Berlin. "Die Berliner sollen uns Schwaben dankbar sein und nicht über uns lästern wie Herr Thierse." Schriftstellerin Gaby Hauptmann meinte, die Schwaben seien in der Hauptstadt hoch angesehen. "Wenn der Herr Thierse das nicht versteht, macht er was falsch."Thierse: Keine Kleinstadt mit KehrwocheDer Bundestagsvize hatte von den zugezogenen Schwaben ein grundsätzliches Umdenken gefordert: "Ich wünsche mir, dass die Schwaben begreifen, dass sie jetzt in Berlin sind und nicht mehr in ihrer Kleinstadt mit Kehrwoche", schimpfte der SPD-Politiker. "Sie kommen hierher, weil alles so bunt und so abenteuerlich und so quirlig ist, aber wenn sie eine gewisse Zeit da waren, dann wollen sie es wieder so haben wie zu Hause - das passt nicht zusammen."Schon länger werden in Berlin in aller Öffentlichkeit Proteste gegen Schwaben lauter. Schlagzeilen löste ein Brandstifter aus, dem zunächst vorgeworfen worden war, aus "Schwaben-Hass" einen Kinderwagen angezündet zu haben. Vor Gericht bestritt er dieses Motiv. Aber zu Verstimmungen kam es auch wegen Plakaten und Wand-Schmierereien wie "Schwaben raus".



